SpVgg-Trainer Reinhardt wirft hin

Doch kann sich das noch in der kommenden Woche ändern. Stehen doch mit den Gastspielen im Grünwalder Stadion am Dienstag bei den führenden Münchner Löwen und am Samstag beim Tabellendritten FV Illertissen zwei schwere Auswärtsbrocken an.

Die Niederlage hatte Folgen: Noch am Abend nach den enttäuschenden 90 Minuten stellte Marc Reinhardt sein Amt zur Verfügung. „Ich habe alles versucht, aber es hat nichts geholfen“, sagte der 31-Jährige, der bereits seit vier Jahren im Verein tätig ist und gerne auch weiterhin im Verein arbeiten würde. „Ich habe hier bei der Altstadt viel erlebt und möchte dem Verein auf jeden Fall erhalten bleiben“, so der studierte Sportwissenschaftler, der zudem neben seiner Trainertätigkeit eine Weiterbildung zum Sportmanager absolviert hat.

Sportlicher Leiter Mahr lobt Reinhardt

Ein Nachfolger steht noch aus. Hinter den Kulissen wird allerdings schon gearbeitet. „Wir sind in der Findungsphase“, äußerte der Sportliche Leiter Wolfgang Mahr gegenüber dem Kurier, „und wollen den Posten des Cheftrainers zeitnah besetzen“. Mahr bedankte sich bei Reinhardt ausdrücklich für dessen Engagement: „Er ist seiner Aufgabe sehr akribisch nachgegangen und hat mehrfach bewiesen, dass er ein guter Trainer mit viel Fachkompetenz ist. Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird, und würde mich freuen, wenn wir auch weiter zusammenarbeiten.“

Spekulationen um Nachfolge haben begonnen

Spekulationen, wer denn Reinhardt beerben könnte, gibt es zur Genüge: So wurden Florian Schlicker, früherer Coach des SV Seligenporten und derzeit im Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Nürnberg tätig, sowie Jürgen Press, momentan Trainer des Bayernligisten DJK Ammerthal, auf der Tribüne gesichtet. Hinter vorgehaltener Hand wird auch das Altstädter Torwart-Urgestein Michael Hofmann gehandelt, der zurzeit beim Süd-Landesligisten Türkgücü Ataspor München als Spieler und Torwarttrainer tätig ist. Auf Kurier-Anfrage sagte der seit 21 Jahren in München wohnhafte 44-Jährige, dass er sich eine Tätigkeit als Coach in der alten Heimat durchaus vorstellen könne: „Aber nicht als kurfristige Interimslösung, denn dann würde ich meine beruflichen Verpflichtungen hier in Gefahr bringen.“ Da sitzt der A-Lizenz-Inhaber (seit 2013) nämlich als Besitzer einer Torwart-Schule und Fußball-Experte für ein Internetportal fest im Sattel. In der Winterpause sieht die Sache dann schon anders aus. Allerdings müssen auch die Strukturen passen.“

5 (2 Stimmen)

Anzeige