SpVgg-Kapitän Böhnlein: "Ein tolles Team"

Und liefert die Begründung gleich nach: „Wir wollen immer das Optimum abliefern. Und wir werden versuchen, immer Vollgas zu geben und attraktiven Fußball abzuliefern.“ Freilich schränkt der Kapitän auch ein: „Über 36 Spiele hinweg wird es für uns sicherlich schwer werden, die Leistung hoch zu halten. Schließlich sind wir ja keine Profis wie die Sechziger oder Schweinfurter. Spielen wir mal unter der Woche in Memmingen, müssen wir einen Tag Urlaub nehmen. Die anderen reisen einen Tag vorher an und schlafen sich im Hotel aus.“

Freude über die Momentaufnahme

Aber noch freut man sich im Altstädter Lager über die Momentaufnahme: Nach dem achten Spieltag finden sich Böhnlein und Co. auf Rang zwei mit nur drei Zählern Rückstand auf den Meisterschafts-Topfavoriten TSV 1860 München wieder. Vor der Saison war das nicht unbedingt zu erwarten. Einen Grund für den derzeitigen Höhenflug sieht Böhnlein darin, dass es innerhalb des Teams bestens stimmt. „Wir passen super zusammen, der Star ist die Mannschaft“, sagt Böhnlein, „jeder ordnet sich da unter, Starallüren gibt es nicht. Die Neuzugänge sind bestens integriert, es läuft eben.“

Und wie erklärt sich der Linksfüßer sein derzeitiges Formhoch? „Eigentlich spiele ich nichts anderes als im letzten Jahr“, gibt sich der Bankangestellte bescheiden. Mit dem Unterschied, dass er etwas offensiver tätig ist, wie er es schon bei seinem letzten Verein VfL Frohnlach war, mit acht Treffern und sieben Vorlagen aber den Abstieg aus der Regionalliga nicht verhindern konnte. „Weiter vorne zu spielen, liegt mir eher, als die defensive Rolle, die ich früher gespielt habe. Und: Wenn es bei der Mannschaft läuft, dann läuft es auch bei mir“, gesteht Böhnlein.

In puncto Gelber Karten hat er sich ein wenig zurückgehalten: In der vergangenen Spielzeit waren es sage und schreibe 13 Verwarnungen, die er sich einhandelte, in dieser sind es gerade einmal drei. „Das liegt auch daran, dass ich offensiver spiele. Als defensiver Mittelfeldspieler handelt man sich ja das eine oder andere Foul ein.“ Als Kapitän werde man zudem vom Unparteiischen mit etwas anderen Augen gesehen, „was einem natürlich bei der einen oder anderen Meinungsverschiedenheit auch hilft“.

Drei Spiele währende Leistungsdelle

Wo könnten die Altstädter stehen, wenn es nicht die kleine Leistungsdelle gegeben hätte mit den Niederlagen gegen SpVgg Greuther Fürth II (0:1) und beim Angstgegner SV Seligenporten (0:2) sowie das 2:2 beim FC Unterföhring. „Bei letzterem möchte ich mehr von einer Ergebnisdelle sprechen, denn da haben wir offensiv in der zweiten Halbzeit die wohl beste Saisonleistung abgeliefert und dann doch noch das 2:2 bekommen. Gegen Fürth werden auch noch andere verlieren – und in Seligenporten ist für uns offensichtlich wirklich nichts zu holen. Da sind wir früh in Rückstand geraten, und dann war das reine Kopfsache“, erinnert sich Böhnlein.

Was machen eigentlich Marc Reinhardt und sein Co-Trainer Florian Wurster anders als deren Vorgänger im Amt, Christoph Starke. „Wir haben jetzt viel mehr Training. Aber die beiden achten auch darauf, dass wir auch die nötigen Regenerationspausen bekommen“, lässt der 27-Jährige wissen. „Und wir spielen jetzt auch ein wenig offensiver. Was natürlich auch an der Mannschaftskonstellation liegt. Wir haben im Angriff mit Ivan Knezevic und Patrick Hobsch gute Leute hinzubekommen. Da lässt sich dann ein Ausfall wie zum Beispiel der von Tobias Ulbricht in der vergangenen Spielzeit viel leichter kompensieren.“

Info: Am Freitag treffen die Altstädter um 18 Uhr im Hans-Walter-Wild-Stadion auf den Neuling Pipinsried.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06