SpVgg II verpasst dritten Sieg in Folge

TSV Neudrossenfeld - ASV Vach 0:0

Die Unentschieden-Könige vom ASV Vach sind ihrem Ruf einmal mehr gerecht geworden. So musste sich der TSV Neudrossenfeld, der den Kickern aus dem Fürther Stadtteil im Hinspiel mit 3:2 eine von bisher nur drei Saisonniederlagen beigebracht hatte, im Heimspiel gegen den Tabellensechsten der Landesliga Nordost mit einem torlosen Remis begnügen. Die Grün-Weißen sind damit weiterhin Neunter.

Für die Gäste war es nach dem 1:1 beim ATSV Erlangen und dem 2:2 gegen den TSV Buch die dritte Punkteteilung in der dritten Partie nach der Winterpause und insgesamt bereits die zwölfte. „Das ist unser Problem. Hinten stehen wir stabil, nach vorne war es trotz fünf offensiven Leuten ganz schlecht“, meinte ASV-Coach Norbert Hofmann, einstiger Lehrmeister von Neudrossenfelds Trainer Werner Thomas bei der SpVgg Bayreuth. „Für die Qualität, die der eine oder andere besitzt, war es zu wenig. Letztendlich ist das 0:0 gerecht, weil es auf der anderen Seite auch keine Chancen gegeben hat.“

Und tatsächlich sind die Tormöglichkeiten schnell aufgezählt. Nachdem der TSV eigentlich ganz gut in die Partie gekommen war, hatten die besten in der ersten Halbzeit die Vacher. Nach einem von mehreren Abspielfehlern in der Heimabwehr kam Hannes Decher von der Strafraumgrenze frei zum Schuss, aber Jan Kapitz parierte gut (33.). Kurz vor der Pause stürmte der Keeper gegen Timo Strohmer aus seinem Kasten, doch Johannes Hilla konnte vor der Linie klären.

Nach einer Stunde lenkte Fabio Garcia einen Freistoß von Julian Pötzinger mit der Hacke gefährlich Richtung eigenes Gehäuse. Bei der anschließenden Ecke fiel der Ball Louis Engelbrecht kurz vor dem Tor vor die Füße, doch der Winter-Neuzugang des TSV konnte die Chance nicht nutzen. Der eingewechselte Stefan Kolb brachte noch einmal Schwung, zu mehr als ein paar guten Ansätzen und einigen Distanzschüssen, bei denen das Visier falsch eingestellt war, reichte es gegen die mit 23 Gegentreffern beste Defensive der Liga allerdings nicht mehr. „Es war ein typisches 0:0. Jede Mannschaft hat auf den Lucky Punch gewartet. In den letzten 20 Minuten haben wir die Ordnung und das Spielerische verloren“, war TSV-Coach Thomas mit dem Ergebnis nicht unzufrieden.

SpVgg Bayreuth II - FC Vorwärts Röslau 1:1 (1:0)

Nichts wurde es aus dem dritten Sieg in Serie für die SpVgg Bayreuth II. Im Heimspiel gegen den FC Vorwärts Röslau musste sich die Mannschaft von Trainer Michael Regn mit einem 1:1 (1:0) begnügen.

Auf dem Kunstrasen in Neudrossenfeld entwickelte sich im ersten Durchgang ein Spiel auf Augenhöhe mit leichten optischen Vorteilen für die Gäste. Das Geschehen spielte sich die meiste Zeit zwischen den Strafräumen ab. Die Torhüter auf beiden Seiten waren weitestgehend beschäftigungslos, da fast alle sich bietenden Chancen über oder neben das Tor gingen. Lediglich SpVgg-Torwart Jonas Hempfling musste einmal nach einem Schuss von Fabian Sturm nennenswert eingreifen.

Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Altstädtern dennoch die Führung. Nach einem Ballverlust der Gäste am eigenen Strafraum landete der Ball bei Ertac Tonka. Der Angreifer setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und schloss kompromisslos zur Halbzeitführung für die Gelb-Schwarzen ab.

Der zweite Durchgang begann für die Altstädter durchaus vielversprechend. Einige gute Ballgewinne führten zu aussichtsreichen Situationen, jedoch fehlte es vor dem Tor an der letzten Konsequenz. Anstatt weiter nach vorne zu spielen, stellte die Heimelf das Fußballspielen fast gänzlich ein. Röslau nutzte die Passivität der Gelb-Schwarzen und gewann immer mehr die Oberhand über die Partie. Der verdiente Ausgleich fiel dennoch kurios. Zunächst setzte Jaroslav Smrha einen Kopfball nach Ecke an den Pfosten. Beim anschließenden Klärungsversuch schoss Laurin Michaelis Marco Siniawa an, von dem der Ball in Richtung Tor ging. Zwar konnte Torwart Jonas Hempfling den Ball noch ablenken, so dass Jannik Reutlinger das Spielgerät auf der Linie wegschlagen konnte. Jedoch zeigte Linienrichterin Marie Mühlbauer an, dass der Ball bereits die Torlinie überschritten hatte. In der Folge konnten die Gelb-Schwarzen kaum noch Entlastung schaffen.

Röslau war am Drücker und hatte durch Walther und Siniawa gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Doch die Altstädter konnten dem Druck der Gäste standhalten, müssen sich aber den Vorwurf gefallen lassen im zweiten Durchgang zu wenig für das Spiel getan zu haben.
Tore: 1:0 Tonka (40.), 1:1 Siniawa (62.).

SV Mitterteich - ASV Pegnitz 4:1 (1:0)

Ernüchternd verlief für den ASV Pegnitz der Jahresauftakt: Mit 1:4 (0:1) verloren die Schulstädter beim direkten Konkurrenten SV Mitterteich und boten dabei in Durchgang zwei eine schwache Vorstellung. Um die Klasse zu halten, bleiben dem ASV nun noch zwölf Endspiele.

Die Partie begann ziemlich flott mit einem leichten Chancenplus für die personell auf fünf Positionen veränderten Gäste. Podgur (5.) und Schraml (6.) mit einem strammen Schuss prüften SV-Torwart Scharnagl. Dann aber eine kalte Dusche für den ASV: Die Abwehr brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Göhlert (9.) traf mit einem verdeckten Schuss aus zehn Metern zum 1:0. Gleich im Gegenzug verlängerte Hofmann eine Freistoßvorlage von Müller per Kopf genau in die Arme von Scharnagl. Danach gab es kaum noch zwingende Gelegenheiten, und es blieb zur Halbzeit bei dem einen Treffer der Stiftländer.

Für den zweiten Abschnitt hatte sich die Gröger-Elf zwar einiges vorgenommen, aber schon vier Minuten nach Wiederanpfiff wurde dieser Plan durch das 0:2 nach einem leichten Ballverlust über den Haufen geworfen. In der Folgezeit wurde die ganze Misere der Gäste deutlich. Kaum brauchbare Anspiele und viele Stockfehler prägten diesen Zeitraum, dazu kamen die fehlenden Alternativen beim Personal. Einen Leitwolf suchte man in den Pegnitzer Reihen vergebens. Nach einem der viel zu wenigen schnell und durchdacht vorgetragenen Angriffe scheiterte Rückkehrer Podgur (68.) am Mitterteicher Torwart, der reaktionsschnell parierte.

Besser machten es die Gastgeber. Nach einem Konter war es wieder Meisel (82.), der mit dem 3:0 für die Vorentscheidung sorgte. Die Schulstädter antworteten postwendend durch Kevin Eckerts (83.) Hackentor mit dem Anschlusstreffer.

Die Gäste warfen jetzt noch einmal alles nach vorne und Hofmann wäre fast noch das 2:3 gelungen, doch Scharnagl machte per Fußabwehr auch diese letzte Chance der Gäste zunichte. In der Nachspielzeit konnte Kausler einen Freistoß von Zettl nicht festhalten und der eingewechselte Pinter (93.) staubte zum 4:1-Endstand ab.
Tore:1:0 Göhlert (9.), 2:0, 3:0 Meisel (49. und 82.), 3:1 Eckert (83.),
4:1 Pirner (93.).

ATSV Erlangen - FSV Bayreuth 3:0 (0:0)

6:0 hatte das Hinspiel beim FSV Bayreuth zugunsten des ATSV Erlangen geendet, mit genau der Hälfte der Tore begnügten sich die Universitätsstädter im Rückspiel gegen den Mitaufsteiger. 3:0 (0:0) stand es am Ende der 90 Minuten. Der ATSV festigte dadurch seinen fünften Tabellenplatz, während der FSV um zwei Ränge auf Position 15 zurück fiel.

Im ersten Durchgang ergaben sich für die Platzherren zahlreiche Chancen, doch das Abwehrbollwerk das Teams von der Prellmühle hielt dicht. Und das, obwohl mit Guido Menzel ein Routinier im Deckungsbereich bereits früh angeschlagen ausgewechselt werden musste (12.). Bis zur 64. Minute hielten die Oberfranken mit, waren aus dem Feld heraus nicht zu bezwingen. Erst eine Standardsituation brachte den Gastgebern die Führung ein. In der 64. Minute stand Niko Schröttle nach einem Freistoß frei und vollendete per Kopf. Der FSV blieb unbeeindruckt und drängte auf den Ausgleich. In der 71. Minute feierte Michael Kammermeyer sein Debüt für die Erlanger: Der ehemalige Profi des 1. FC Nürnberg läutete mit einem hervorragenden Pass den Konter zum 2:0 von Ahmet Kulabas ein. Zwei Minuten vorher hatte Torschütze Schröttle wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte gesehen. Das 3:0 des Bayernliga- und Regionalligaerfahrenen Hakim Graine beendete auch noch die letzten Hoffnungen des Teams von Jörg Pötzinger auf eine Resultatsverbesserung.
Tore:1:0 Schröttle (64.), 2:0 Kulabas (75.), 3:0 Graine (83.).
Gelb-Rot: Schröttle (Erlangen/73.).

Nicht bewertet

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