SpVgg II unterliegt ATSV Erlangen 0:6

„Es war ein gutes Spiel von unserer Seite“, konstatierte der ansonsten so kritische Übungsleiter, „die Jungs haben sich bis zum Schluss ordentlich gewehrt, gute taktische Ansätze gezeigt. Einzig vor dem Tor haben wir zu wenig den Abschluss gesucht.“ Die nicht verdorbene Laune hatte freilich auch einen guten Grund – respektive einige. Mit Jannik Reutlinger (krank), Bastian Horter (verletzt) und den urlaubenden Oliver Danzer, Benjamin Stückrad, Andre Merrick, Nino Müller, Kevin Bäßler und Hannes Sommerer musste er gleich acht Akteure ersetzen, die in dieser Saison mehr oder minder regelmäßige Einsätze verbucht hatten. Auf der Bank saßen daher neben Keeper Fabio Kormann und Mehmet Menseke gleich vier Seniorenbereich-Debütanten aus der eigenen U19-Mannschaft.

Wenig verwunderlich, dass die abgezockte Erlanger Elf um die beiden zweitligaerfahrenen letztjährigen Altstädter Michael Krämer und Sebastian Glasner das Spiel dominierten. Glasner war es dann auch, der nach einem Pfostenschuss (4.) schon in der achten Minute traf. Der nächste Rückschlag für die Altstädter folgte nach 26 Minuten: Frei musste verletzungsbedingt vom Feld (Wade), was dem couragierten Auftritt der Heimelf aber keinen Abbruch tat.

Torhüter Veigl vertändelt den Ball

Bitter daher ein weiterer Aussetzer kurz vor dem Pausentee: Torhüter Veigl vertändelte den Ball gegen seinen Ex-Teamkollegen Glasner, der letztjährige Fürther Regionalligakicker Kevin Guerra netzte mühelos ein (44.) – die Partie war damit fast gelaufen. Als dann nach einer guten Stunde Ahmet Kulabas, einstiger Burghausener Drittligakicker, für ihn ungewöhnlich per Kopfball einsandte, gab es keine Zweifel mehr am verdienten Sieg der aufstrebenden Erlanger.

„Aus solchen Spielen kann meine junge Mannschaft nur lernen“, konstatierte Michael Regn nach Spielende. In der Tat: Die Gelb-Schwarzen wehrten sich redlich, verzeichneten immer wieder vereinzelte gute Angriffe, ließen aber den direkten Abschluss einige Male vermissen. Bis auf zwei über den Kasten visierte Versuche des auffälligen Patrick Rieß (39.) und von Debütant Jannik Hannemann (82.) sprangen nicht viele Tormöglichkeiten heraus. Der guten Stimmung auf der Bank tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Youngster wussten zu gefallen und ergaben sich ihrem Schicksal nicht kampflos, auch wenn die Erlanger noch dreimal nachlegen durften.

SpVgg Bayreuth II: Veigl – Frei (26. Menekse), Fuhrmann, Beszczynski, Michaelis – Krebs, Eckert (75. Ochs) – Riess, Langlois, Seeger (64. Hannemann) – Küfner.

ATSV Erlangen: Kraut – Guerra, Kammermeyer, Marx, Kishimoto - Krämer (59. Vargas-Flicker), List – Kulabas – Schreiber, Amegan (62. Graine) – Glasner.

SR: Potemkin (Friesen);

Zuschauer: 75.

Tore: 0:1 Glasner (8.), 0:2 Guerra (44.), 0:3 Kulabas (60.), 0:4 Graine (80.), 0:5 Schreiber (82.), 0:6 Kulabas (87. – Handelfmeter).

Nicht bewertet

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