Sprüche in mehreren Sprachen auf Stelen

Sprüche und Aphorismen in mehreren Sprachen zieren die drei Stelen aus Plexiglas und Sicherheitsglas , die der Münzinghof in schlichte Metallrahmen gefasst hat. Die Sprüche sind ins Deutsche übersetzt worden. Darüber hinaus findet man Schriftzeichen, Symbole und Zeichnungen. Alles von Menschen, die teils mehrere tausend Kilometer von Plech entfernt zu Hause sind und zwei Wochen lang in Plech und Betzenstein teils schwer gearbeitet haben.

Künstlerin Kerstin Kassel

Die Aktion, die sich Pfarrer Christoph Weißmann als Beiwerk für die Weidenkirche ausgedacht hat und die Betzensteiner Künstlerin Kerstin Kassel und die Betreuerin der jungen Leute für Plech, zweite Bürgermeisterin Renate Pickelmann umgehend gewinnen konnte, sollte eines verdeutlichen: Menschen in aller Welt wünschen sich den Frieden. So wie Naomi und Natsuko aus Japen: „Ich hoffe, dass die Menschen in der ganzen Welt in Frieden leben können“. Oder wie Mikita aus der Ukraine der schreibt: „Zusammen können wir den Frieden erreichen. Großzügigkeit, Vertrauen, Liebe, Freundschaft, Frieden, Hilfe.“

Menschen verschiedener Nationen

Die jungen Leute haben es vorgelebt: Zwei Wochen lang lebten Menschen verschiedener Nationen und Religionen friedlich miteinander und haben gemeinsam etwas geschaffen. Für zwei Gemeinden, die sie vielleicht nie mehr wieder im Leben wiedersehen werden.

Mit den Stelen haben die Studenten noch mehr hinterlassen. „Wir sind dankbar für die Ideen und die schönen Sprüche“, sagt Christa Kalb vom Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde Plech: „Ich denke, dass die Besucher der Weidenkirche sich zur Ruhe und Besinnung etwas mehr mitnehmen können. Das Thema „Frieden“ sollte es laut Kalb auch deshalb sein, weil die Sprüche nicht zur Kirche als solche gehören sollten, auch weil man auf die unterschiedlichen Glaubensrichtungen Rücksicht nehmen wollte: „Ich finde, das ist sehr gut gelungen“.

Menschen in ihr Herz geschlossen

Renate Pickelmann hat die jungen Menschen in ihr Herz geschlossen, wie schon die Gruppe, die vor zwei Jahren in Plech werkelte. Es sei sehr bewegend gewesen, wie sie von den jungen Leuten so zu sagen als Ersatzmutter regelrecht geherzt wurde. Ob sie für die Betreuung und Organisation für ein Workcamp in zwei Jahren wieder zur Verfügung steht, ließ sie offen: „Es ist aufregend, kostet Zeit und Kraft, aber es ist schön und hat sich gelohnt.“

Die Studenten haben mit ihren zwei jungen Betreuerinnen vom IBG (Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten) heute einen Tag zur Erholung, den sie auch brauchen. In einem Erlebnisbad bei Nürnberg. Am Sonntag geht es dann früh von Plech zum Flughafen Nürnberg, wo sich die Wege der jungen Studenten wieder trennen werden.

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