Spitzenreiter eine Nummer zu groß

Der Knackpunkt der Partie war die 34. Minute: Spielstand 1:2, das Stadion ein Hexenkessel. Die Bayreuther Fans spürten, dass ihre Mannschaft am Drücker war, und feuerten sie lautstark an. Auf dem Eis vergaben Jozef Potac mit einem Distanzschuss und Michael Fendt im Nachsetzen den Ausgleich für den EHC. Im Gegenzug erzielte ERC-Torjäger Andreas Kleinheinz das 1:3. Der Widerstand der Bayreuther war gebrochen. Zermürbend war dieser Treffer auch, weil Bayreuth kurz zuvor eine sechseinhalbminütige Unterzahlsituation, vier Minuten davon sogar mit zwei Mann weniger auf dem Eis, schadlos überstanden hatte.

Viel Kampfgeist

Der Kampfgeist war das große Plus des EHC, der verletzungsbedingt erneut nur mit 13 Feldspielern auflaufen konnte. Und für diesen belohnte sich das Team mit der Führung.

Doch dies blieb nur eine Momentaufnahme, ein richtiger Prüfstein sollte der EHC nicht für den Tabellenführer werden. Zum einen fehlte Bayreuth nach dem schweren Auswärtsspiel am Freitag in Miesbach die Kraft, um 60 Minuten dagegen zu halten, zum anderen nutzte Bayreuth seine Chancen nicht konsequent genug.Vor allem das Überzahlspiel war einfallslos.

Der Hauptgrund für die Niederlage war aber die Stärke des Gegners. Die Gäste stellten eindrucksvoll unter Beweis, warum sie derzeit der Dominator der Bayernliga sind. Sonthofen spielte wie aus einem Guss, ein Rädchen griff in das nächste. Vor allem in der Offensive war ein Klassenunterschied erkennbar. Die ERC-Angriffsreihen waren extrem sicher an der Scheibe und im Passspiel. Seine Stärksten hatte Sonthofen in Kleinheinz und Markus Vaitl.

Tore: 1:0 (6.) Thielsch (Müller, Schadt), 1:1 (12.) Vit (Vaitl – 5 gegen 4), 1:2 (14.) Vaitl (Vit, Newhook), 1:3 (34.) Kleinheinz (S. Tarrach), 1:4 (38.) Kleinheinz (Friedl, Waginger), 1:5 (39.) Vaitl (Vit), 1:6 (46.) Kleinheinz (Waginger), 1:7 (46.) Vaitl, 2:7 (52.) Masel.


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagsausgabe (26. November) des Nordbayerischen Kuriers.

Nicht bewertet

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