Spannende Tage für Spitzenschüler

Judith Albert besucht die Gesamtschule Hollfeld. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Ferienseminar sind nicht nur gute Noten, sondern auch noch Aktivitäten über die Schule hinaus. In Judiths Fall sieht das so aus: „Ich singe im Chor, gestalte Musikabende an unserer Schule mit und helfe meiner Mutter bei der Betreuung des Kinderchors“, sagt die Schülerin. Obwohl sich die Teilnehmer des Seminars vorher nicht kannten, versteht sich die Gruppe nach dem zweiten Tag bereits sehr gut. Das sagen die Jungs und Mädels übereinstimmend: „Wir hatten am ersten Tag einen Kennenlern-Workshop mit Jan Burdinski. Der war wirklich gut“ sagt die Hollfelderin Albert über die Arbeit mit dem Intendanten des Fränkischen Theatersommers. Obwohl sie bisher eher künstlerisch orientiert ist, findet sie den Besuch an der Universität Bayreuth „sehr interessant und abwechslungsreich.“ Nach dem Abitur will sie „auf jeden Fall studieren. Ich fände es schön, hier mal rauszukommen. Aber auch in Bayreuth könnte ich mir ein Studium vorstellen.“

Victoria Pühl besucht das Gymnasium Christian Ernestinum in Bayreuth. Wie Judith Albert ist sie musisch orientiert. Sie bestätigt das Urteil ihrer Hollfelder Kollegin: „Das Seminar ist sehr vielseitig, wir können in viele Bereiche hineinschnuppern.“ Anfangs sei sie überrascht gewesen, weil das Frühstück „schon um 7.30 Uhr serviert wird. Aber das ist ganz ok.“

Dass eine ganze Ferienwoche für das Seminar investiert werden muss, macht den Gymnasiasten offenbar nichts aus. Die Schüler kommen aus Coburg, Kronach, Bamberg, Bayreuth, Hof und Hollfeld. Untergebracht sind sie im Pegnitzer Schülerheim. Von hier aus unternehmen sie ihre Ausflüge, zum Beispiel besuchten sie das Musical Cats auf der Luisenburg und unternahmen eine Bootstour auf der Wiesent. Am Donnerstag waren sie den ganzen Tag zu Gast an der Uni Bayreuth, besuchten die Labors von Experimentalphysiker Prof. Werner Köhler, ließen sich von Studienberaterin Iris Schneider-Burr Einzelheiten zum Studium berichten und durften am Nachmittag ins Gentechniklabor von Walter Scharfenberg schnuppern.

Veranstaltet wird das Ferienseminar für vielseitig begabte Gymnasiasten vom Ministerialbeauftragten für Gymnasien. Nina Hartung, Lehrerin am Jean-Paul-Gymnasium in Hof, betreut die aktuelle Schülergrupe. Sie sagt: „Das Seminar soll eine Art Belohnung für gute Leistungen und vielseitiges Engagement sein. Aber wir möchten den Schülern zugleich Gelegenheit bieten, ihren Horizont zu erweitern.“

Nicht nur die jungen Frauen sind begeistert vom Programm. Die beiden Hofer Gymnasiasten Kristan von Waldenfels und Moritz Hick stimmen ebenso wie Judith Albert und Victoria Pühl darin überein, dass die Gruppe schnell zusammengefunden habe und sich gut verstehe. Am Samstag gestalten die jungen Leute noch ihre Seminarzeitung mit den wichtigsten Eindrücken dieser Woche. Um die Mittagszeit herum brechen sie dann alle nach Hause auf. Und nun beginnen ihre Ferien endgültig.

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