Skatepark: Alle Mühe umsonst

„Man hat uns junge Leute damals überhört“, sagt der 25-Jährige, wenn er an seine Zeit in Altenplos zurück denkt. Heute lebt er in Bayreuth, arbeitet als Koch.

Ende der 90er-Jahre waren Goldfuß und seine Kumpels einem Trend gefolgt: Sie skateten. Und das leidenschaftlich. „Stundenlang haben wir uns selber Rails, Rampen und Funboxen gezimmert“, erinnert sich Goldfuß. Der Jargon der Szene geht ihm, obwohl er sein Skateboard längst in die Ecke gestellt hat, noch immer leicht von den Lippen.

Lästiger Lärm

Doch lange konnten die Jungs sich an ihrem Rampen nicht erfreuen, denn egal, wo sie sie aufbauten, es hagelte stets Beschwerden. Anwohnern war der Lärm oft lästig. Deswegen fassten Goldfuß und die anderen einen Beschluss: Sie plädierten bei der Gemeinde für den Bau eines offiziellen Skateparks – für den sie sogar Sponsoren gefunden hatten. „Wir sammelten damals fast 200 Unterschriften im Ort“, sagt Goldfuß.

Vergebens. Kein Skatepark kam. Elisabeth Linhardt, zweite Jugendbeauftragte der Gemeinde, lud damals auch Goldfuß und seine Kumpels zum Gespräch ein. „Als sie unsere Vorschläge im Gemeinderat ansprach, war von dessen Seite kein Wille zu spüren“, sagt Goldfuß.


Was die zweite Bürgermeisterin und stellvertretende Jugendbeauftragte Elisabeth Linhardt zum Scheitern des Skateparks sagt, lesen Sie in der Mittwochausgabe (27. Juni) des Nordbayerischen Kuriers.

Nicht bewertet

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Kommentare

Niemand braucht eine Skateboardbahn! Richtig so, wie damals die Gemeinde gehandelt hat.
Niemand braucht das? Doch, Kinder brauchen solche Anlagen zum Skateboard fahren. Falsch wie die Gemeine gehandelt hat! Punkt.
<ironie>Genau! Kinder sind einfach lästig!</ironie> Als Kinder waren wir auch immer nur im Weg. Fußballspielen auf der Straße (Sackgasse): zu laut, wenn der Ball ans Garagentor donnert. Fußballspielen auf dem Fußballplatz: nicht gern gesehen, wir machen ja nur den Rasen kaputt. Brennballspielen auf der Straße: zu laut, wenn der Ball prellt. Verstecken spielen: zu laut, wenn wir die Straße runterrennen. Staudamm bauen: Bauer geschimpft, daß wir sein Feld fluten. Auf Bäume klettern, im Maisfeld verstecken: machen wir die Ernte kaputt... usw. usw.

Aber zum Glück kann man die Kids jetzt hinterm Computer aufräumen, da stören sie keinen - solange sie mit Kopfhörern spielen!
@ lothar: aus ihrer sicht vielleicht. aus meiner sicht braucht es auch keine rosinen - aber es gibt sie!
und es geht hier nicht nur um einen skatepark/-platz.
es geht vielmehr darum, dass man weis, es gibt keinen platz für die kids - seit jahren schon! und daran hat sich eben noch nichts geändert - DAS ist das problem!