Seniorenheim: Neues Zuhause mitten im Ort

Schon ab 2018 sollen in zentraler und ruhiger Lage 60 Bewohner ein neues Zuhause finden. „Die Bewohner sollen auch im Alter, unter Berücksichtigung ihrer Befindlichkeiten, noch voll im Leben stehen“, unterstreicht Herrmann mit Blick auf die Lage nahe dem Kurpark und der Läden in der Bahnhofstraße.

Errichtet werden soll ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von über 3300 Quadratmetern. Die 60 Pflegeplätze sollen sich auf fünf Wohngruppen aufteilen. Die Gruppen in den Obergeschossen sollen je zwölf und 13 Plätze erhalten. Im Erdgeschoss wird eine Gruppe mit neun Plätzen für Demenzkranke mit Zugang zu einem Garten vorgesehen. Demenziell veränderte mobile Menschen sollen sich dort ohne Einschränkungen frei bewegen können. Sie können Natur erleben oder auch gärtnern.

Die Versorgung des Senioren- und Pflegeheims befindet sich im Erdgeschoss. In das erste Obergeschoss kommt ein Speisesaal, der außerhalb der Essenszeiten auch für Therapiezwecke genutzt werden kann. Das zweite Obergeschoss bietet auf 124 Quadratmetern Raum für Therapien, wie Kochen, Musizieren oder Basteln.

Jedes Appartement bekommt ein eigenes Badezimmer mit Dusche, Waschbecken und WC. Die möblierten Zimmer verfügen über ein Pflegebett, einen Nachttisch und einen Einbauschrank. Jeder Bewohner kann aber auch eigene Kleinmöbel oder Dekoration, wie Bilder, mitbringen.

Antragsteller und Eigentümer ist die FWG Gemeinde-Seniorenhaus-GmbH.

Geführt wird das Gemeindeseniorenhaus Warmensteinach vom Pflegeteam Bilchert, bestehend aus Mutter Katharina Bilchert und den Töchtern Olga Bilchert und Wilma Gensch, alle drei erfahrene Kräfte der Pflegebranche. Das Pflegeteam soll in der Betreibergesellschaft die Geschäftsleitung, die Heim- und Pflegedienstleitung sowie die Buchhaltung und kaufmännische Steuerung übernehmen.

„Wir leben in Warmensteinach“, erklärte Olga Bilchert gegenüber dem Kurier. Eine entsprechende Einrichtung fehle vor Ort. „Es ist sehr schön in Warmensteinach und es ist zentral.“ So habe man sich gerne entschlossen, das Projekt anzugehen. Vor allem Katharina Bichert bringt hinreichend Branchenerfahrung mit, ist seit Oktober 2008 als Pächterin mit der Leitung des Seniorenheims Landhaus Bindlacher Berg in Bindlach betraut.

Rund um die Planung ist bei dem Projekt noch Immotec GmbH aus Offenbach im Boot. Die Immotec GmbH nahm als Projektentwickler auch frühzeitig Kontakt zu Bürgermeister Herrmann auf. Gemeinsam wurde ein geeignetes Grundstück gefunden. Die Planung fand hierbei in mehreren Schritten und in enger Abstimmung mit der Gemeinde und den zuständigen Behörden statt.

„Ich freue mich sehr, dass die Gemeinde Warmensteinach für 60 Senioren ein neues Zuhause schaffen kann. Ein Betreuungsplatz in der Nähe der ehemaligen Wohnung bedeutet, den Lebensabend in der Heimat und im Umfeld der Familie und Freunde zu verbringen“, zeigt sich Bürgermeister Axel Herrmann sehr angetan von dem künftigen Angebot.

Nicht bewertet

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Kommentare

Es ist sicher richtig, unsere Region auch für Senioren attraktiv zu machen.
Nur schade, dass es keine Zugverbindung für behindertengerechtes Reisen nach Bayreuth mehr geben wird.
Ein Seniorenheim ist sicher eine gute Idee. Aber muß diese häßliche 08/15 Architektur auch noch die Landkommunen verschandeln anstelle der schönen alten Gebäude ?
Offensichtlich fehlt dem Architekt der Bezug zum Fichtelgebirge und des Landkkeises. Dieses Gebäude könnte überall in Deutschland stehen.