Schwere Aufgaben für EV Pegnitz

Die Wölfe aus dem Erzgebirge erleben aktuell turbulente Zeiten. Vor wenigen Wochen meldeten sie Insolvenz an, zogen sich kurzzeitig aus dem Spielbetrieb zurück und haben erst vor einer Woche vom Insolvenzverwalter dank einiger Sponsoren grünes Licht für die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga bekommen.

Auch sportlich geht es beim Oberliga-Letzten wieder aufwärts, obwohl der Rumpfkader sein letztes Auswärtsspiel bei den Höchstadt Alligators mit 2:5 verloren hat. Hoffnung schöpft man vor allem aus dem 3:0-Final-Heimsieg gegen Deggendorf.

Viertelfinalsieg = Klassenerhalt

Die Marschroute für die Zwischenrunde ist klar abgesteckt: Schönheide möchte einen der ersten vier Plätze in seiner Gruppe belegen und danach das Playoff-Viertelfinale gewinnen, was gleichzeitig den Erhalt der Oberliga Süd bedeuten würde.

Nicht mehr zum zuletzt nur noch 15-köpfigen Kader gehören der Amberger Marco Pronath der nach Weiden zurückwechselte, und der Bayreuther Stephan Trolda, der sich dem EC Pfaffenhofen angeschlossen hat. Dafür ist heute möglicherweise mit Vitalijs Hvorostinins erstmals ein lettischer Stürmer spielberechtigt, der in Kanada, der Ukraine und in Neuseeland schon Meisterschaften gefeiert hat. Zuletzt wurde er zu einem der erfolgreichsten Torjäger in Lettlands erster Liga, was ihm auch eine Nominierung für die Nationalmannschaft einbrachte.

Rothemund kennt den Gegner

Schönheide ist für die Ice Dogs kein völlig unbeschriebenes Blatt, hat man doch im Erzgebirge schon Vorbereitungsspiele bestritten. Zudem hat Sven Rothemund vor seinem Wechsel zum EVP bei den Wölfen verteidigt.

Trainer Florian Müller will alle Cracks zum Einsatz bringen, um ihnen mehr Spielpraxis zu verschaffen, als es im engen Kampf um Platz acht möglich war: „Wir sehen diese Zwischenrunde nach dem vorzeitigen Klassenerhalt schon als Teil unserer Vorbereitung auf die nächste Saison und werden deshalb auch einige neue Varianten ausprobieren.“

Memmingen noch stärker

Sonntags-Gast Memmingen hat bisher eine herausragende Saison gespielt. Und obwohl personell bestens aufgestellt, hat der Meister für die Qualifikation noch einmal aufgerüstet: So wird der slowakische Verteidiger Jan Jarabek debütieren. Ferner wurde – wie gemeldet – aus Bayreuth der 24-jährige Stürmer Dominik Piskor geholt.

Pegnitz will sich gegen den Meister achtbar aus der Affäre ziehen und ein ähnliches Debakel wie beim 2:13 in Memmingen vermeiden. Die Gastgeber müssen allerdings auf jeden Fall auf Torhüter Maximilian Müller verzichten, der nach seiner Gesichts-Operation noch etwa zwei Wochen pausiert. Außerdem fehlt voraussichtlich Kapitän Sergej Hausauer, der im Spiel gegen Dorfen bei einem Foul eine Schädelprellung erlitt.

rr

Nicht bewertet

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