Schwere Aufgabe für SV 08 Auerbach

Das wohl schwerste der vier restlichen Auswärtsspiele steht für den Tabellenzwölften an. Die 300-km-Reise führt zu einem der vier Top-Teams der Staffel. Die „Falken“ wollen zurück in die 2. Bundesliga, müssen dabei aber auf eine Relegationsrunde bauen, da dem souveränen Tabellenführer TV Hüttenberg der direkte Wiederaufstieg wohl kaum zu nehmen sein wird. Rivalen der Hessen im Kampf um Platz zwei sind TuS Fürstenfeldbruck und HC Elbflorenz Dresden.

Die MSG hat nach acht Siegen am Stück in Fürstenfeldbruck mit 26:31 verloren und dann auch noch in Kirchzell eine 22:25-Derby-Niederlage hinnehmen müssen. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Odenwälder mit Verletzungspech zu kämpfen haben. So fehlten in letzter Zeit die Kreisläufer Lucas Lorenz (63 Tore) und Nils Arnold ( 23 Tore), wobei letzterer vor allem als Abwehrchef schmerzlich vermisst wurde. Noch schwerer wiegt möglicherweise der Ausfall von Daniel Zele (101 Tore). Der ungarische Rückraumkanonier sitzt den letzten Teil einer Drei-Spiele-Sperre ab.

Erfahrung aus der Zweiten Liga

Dennoch hat Trainer Ralf Ludwig (43) ein torgefährliches Team zur Verfügung, das über etliche Jahre Zweitligaerfahrung und viel handballerisches Können verfügt. So konnten sich beispielsweise Till Buschmann im rechten Rückraum mit 75 Treffern, die Spielmacher Benedikt Seeger mit 44 und Darren Weber mit 67 sowie U 21-Weltmeister Maximilian Schubert mit 85 Treffern in die Torschützenliste eintragen. Die meiste Torgefahr (107 Treffer) geht freilich von Rechtsaußen Felix Kossler (28) aus, der schon (für die TSG Friesenheim) in der Bundesliga gespielt hat. Mit Markus Podsendek hat die MSG zudem einen sehr starken Torhüter.

Wie die Erfahrungen aus dem Hinspiel zeigen, müssen sich die Auerbacher auf ein körperlich klar überlegenes Team (durschnittlich knapp 1,90 Meter groß) einstellen. „Das Wichtigste wird sein, einen ähnlichen Fehlstart wie im Hinspiel – als es schnell 0:8 stand – zu vermeiden und möglichst lange im Spiel zu bleiben“, lautete die Vorgabe des Auerbacher Trainers Tobias Wannenmacher.

Ohne Lux und Klima

Er hat diverse Sorgenkinder: Bei Maximilian Lux wurde zwar „nur“ eine Bänderdehnung diagnostiziert, doch spielen kann er in der 4700-Einwohner-Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg ebenso wenig wie David Klima (mit der A-Jugend von Haspo Bayreuth im Einsatz). Und Philipp Schöttner kann mit Knieproblemen derzeit nur sehr eingeschränkt trainieren. „Groß-Bieberau ist uns in spielerischer und körperlicher Hinsicht klar überlegen – deshalb müssen wir wieder zu einer mannschaftlich geschlossenen Einheit werden und alles geben, um eine Chance zu haben“, sagt Wannenmacher.

haw

Nicht bewertet

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