Schwache erste Halbzeit der Young Heroes

Kurzfristig fielen bei den Young Heroes die Nachwuchskräfte Benjamin Faatz und Johannes Krug aus, Marius Adler war mit der Bundesligamannschaft nach München gefahren. Gegen den Tabellenachten startete der Gastgeber mit einer großen Aufstellung, um physisch mit den robusten Gästen mithalten zu können. Jedoch ließ das Team von Trainer Darko Mihajlovic jede Energie vermissen. Auch offensiv agierte sie schlampig. 24 Ballverluste, 15 davon in der ersten Halbzeit, standen am Ende bei den Bayreuthern zu Buch. „Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen“, monierte der Coach. „Wir haben einfach zu viele Bälle weggeschmissen. 15 Turnover bis zur Pause – da kannst du nicht erwarten, ein Spiel offen zu gestalten.“

Die Ballverluste waren neben der mangelnden Physis der Hauptgrund für den frühen Rückstand. Nach sechs Minuten war der Vorsprung der Gäste bereits zweistellig. 13:25 hieß es nach zehn Minuten. Drei Minuten vor der Halbzeitpause waren es bereits 20 Punkte Rückstand. Eigentlich sollten die Akteure unter dem Korb angespielt werden, doch verlegten sich die Gastgeber vermehrt auf Distanzwürfe, die zu selten (elf Prozent) trafen. Zu allem Überfluss knickte Cedric Kral quasi mit der Halbzeitsirene so stark um, dass er nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen konnte.

Trotz hängender Köpfe und schlechter Stimmung gelang es nach der Pause deutlich besser, die Vorgabe von Mihajlovic umsetzen, den Ball „inside“ zu geben. Zudem agierten die sieben verbliebenen Young Heroes defensiv energischer. Das führte ab Mitte des dritten Viertels aber zu massiven Foulproblemen. Auch deshalb schafften es die Münchner lange, ihren Vorsprung bei ungefähr 20 Punkten zu halten.

Erst im Schlussviertel konnten die Bayreuther den Rückstand reduzieren. Als es drei Minuten vor dem Ende nur noch zwölf Punkte waren, keimte kurz Hoffnung auf, die der Gegner aber zerstörte.

Darko Mihajlovic meinte: „Oberhaching ist eben routiniert genug, einen solchen Vorsprung nicht mehr herzuschenken. Aber im zweiten Durchgang haben wir immerhin konzentrierter gespielt.“

Y. H. Bayreuth: Dejworek (19 Punkte), Fritsch (10), Johannes (11), Kral (2), Perschnick, Riesner (6), Seither (7), Trieb (11); Dreier: Fritsch, Johannes (je 1); Freiwürfe: 8/12.

Nicht bewertet

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