Schulhaus wird barrierefrei

Bereits vor den Ferien haben die Arbeiter mit den leiseren Arbeiten begonnen: Beispielsweise haben sie Heizkörper abgebaut. „Der Schulbetrieb sollte so wenig wie möglich gestört werden“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Pickelmann. In den Klassenzimmern und im Flurbereich werden neue Heizungen angebracht. Die Arbeiten erfolgen „von oben nach unten“, also vom Kameramuseum im ersten Stock, bis hinunter in den Keller der Grundschule, wo sich der Werkraum und ein Klassenzimmer befinden.

Behindertengerechte Toiletten

Das Schlagwort für die Renovierung der Schule ist Barrierefreiheit: So sollen unter anderem behindertengerechte Toiletten, ein Aufzug und Parkplätze entstehen. Außerdem soll der Weg, der von der Mehrzweckhalle zum Schuleingang am Gebäude entlang führt, ebenfalls barrierefrei werden. Das heißt, die Stufen werden entfernt und er wird verbreitert. Die Parkfläche an der Mehrzweckhalle wird ebenfalls behindertengerecht.

Glasaufzug an der Außenseite

Für den Glasaufzug an der Außenseite des Gebäudes sind Wanddurchbrüche notwendig. Der Aufzug wird an der ersten Fensterreihe links neben dem Schuleingang entstehen und alle drei Stockwerke miteinander verbinden. „Der Aufzug wird so gesteuert sein, dass Schüler während des normalen Schulbetriebs nicht ins Kameramuseum gelangen können, beziehungsweise, dass niemand am Sonntag während der Museumszeiten in das Untergeschoss der Schule gelangen kann“, erklärt Pickelmann.

Fenster mit Holzplatten abgedeckt

Die Fenster sind schon ausgebaut und vorerst mit Holzplatten abgedeckt.Die Stelle für den Aufzug hat einen praktischen Grund: Sie spart ein bisschen Arbeit, weil die Löcher für die Fenster bereits vorhanden sind und es schon einen Lichtschacht zum Kellergeschoss gibt. Letzterer muss aber noch verbreitert werden. In diesem Zusammenhang sollen gleich neue Fenster eingesetzt werden. Nach und nach soll so das ganze Gebäude weiße Kunststofffenster erhalten.

Ein Arbeiter verlegt die Abwasserrohre

An der Südseite wurden bereits vor einiger Zeit Fenster ausgetauscht. „Der Rest folgt irgendwann“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin. Derzeit wird in den Toiletten gearbeitet: Sowohl im Kameramuseum als auch im Erdgeschoss. Im Bereich der Schule werden die letzten Überreste von Lehrertoilette und Putzkammer entfernt. Im Obergeschoss ist das schon erledigt. Ein Arbeiter verlegt dort die Abwasserrohre. Daneben sind die Heizungsleitungen schon angebracht.

Zeit bis Ende Dezember 2018

Auf beiden Stockwerken entstehen behindertengerechte Toiletten. Im Museumsbereich, der einst zur Grundschule gehörte, wird der Raum etwas umstrukturiert. Aus einem Mädchen- und einem Jungen-WC sowie einer Putzkammer werden drei Toiletten. In die Planungen war auch der Behindertenbeauftragte des Landkreises, Klaus Scherer, eingebunden: Er forderte unter anderem eine barrierefreie Stellfläche in der Nähe des Haupteingangs. Diese soll auf dem Parkplatz der Lehrer entstehen.

Ob dann eine Stellfläche für die Lehrkräfte wegfällt oder ob sie schmaler werden, weiß die zweite Bürgermeisterin nicht. Sie berichtet aber, dass von der Bushaltestelle zum Eingang sowie zur Fluchttreppe aus dem Museum eine barrierefreie Anbindung über die Wiese entstehen soll. Bis Mitte oder Ende September sollen die Maßnahmen abgeschlossen werden. Zur Not hätte die Gemeinde aber Zeit bis Ende Dezember 2018. Bis dahin muss die Sanierung fertiggestellt und abgenommen sein. Die Frist hat sie durch das Kommunalinvestitionsprogramm (Kip) erhalten. Von diesem bekommt Plech 265 500 Euro für die Baumaßnahme.

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