Schulen: Hier wird gebaut

Die größten Baustellen

Grundschule Herzoghöhe: Sie bekommt über die Sommerferien eine neue Mensa. "Ganz fertig werden wir wahrscheinlich nicht bis Ferienende", sagt Hochbauamt-Chef Stefan Bouillon.

Da der Boden dazu sowieso offen ist, legen die Arbeiter am Haupthaus seitlich der Mensa die feuchten Stellen trocken, verputzen den Keller und schaffen einen neuen Fluchtweg.

Gymnasium Christian-Ernestinum: Der Erweiterungsbau wurde in der letzten Schulwoche schon eingeweiht. Restarbeiten gibt es aber noch. Die Turnhalle bekommt neue Toiletten, EDV- und Beamer werden in den Klassenräumen installiert.

Für 144.000 Euro entstehen die Außenanlagen. Der Löwenanteil geht für Granitpflaster, Entwässerung, Stahlgitterzaun und Feuerwehrzufahrt drauf, sagt Annegret Läkamp, stellvertretende Leiterin des Stadtgartenamts.

Es entstehen runde Plätze mit Sitzgelegenheiten, verbunden durch Wege. "Das soll locker und verspielt aussehen", sagt Läkamp. Den Zaun lockern Hecken aus Kornelkirsche auf. Erst im Herbst gepflanzt werden Obstbäume, Johannisbeersträucher, Rasen und Wildblumenwiese. "Die Obstbäume waren der Wunsch einer Biolehrerin für die Schulgarten-AG."

Fachoberschule/Berufsoberschule: Für 21.000 Euro bringen Elektriker die EDV in mehreren Räumen auf Vordermann. Die Chemieräume werden saniert. Der größte Brocken sind mit insgesamt 175.000 Euro die Vorbereitungen für den neuen Aufzug.

"Er macht die Schule zu 95 Prozent barrierefrei", sagt Hochbauamt-Chef Bouillon. Im Treppenhaus werden die Treppen so verkleinert, dass im Herbst der Aufzug Platz hat. 

Die gute Nachricht

"Vor wenigen Tagen hat die Regierung von Oberfranken den Neubau der Gewerblichen Berufsschule genehmigt", sagt Bouillon. Die Stadt musste ihr gegenüber nachweisen, dass dieser wirtschaftlicher als eine Sanierung ist.

Der Stadtrat habe den Neubau schon vor über einem Jahr beschlossen. Die ersten Unterlagen habe die Stadtverwaltung vor gut einem Jahr der Regierung geschickt.

"Jetzt kann das Auswahlverfahren für den Architekten beginnen", sagt Bouillon. Etwa 30 Millionen Euro werde der Neubau kosten. Vor 2018 wird nicht gebaut, sagt Bouillon. In diesen Ferien werden im Altbau EDV und Beamer installiert.

Weitere Baustellen

Sporthalle Ost: Da freuen sich die Haspo-Handballer: Die Stadt erneuert für mehrere Tausend Euro die Torlinien. Die Handballer hatten sich beschwert, dass sie nicht mehr zu erkennen seien.

Graf-Münster-Gymnasium: Der Physikraum wird saniert und im Keller der Raum für die Theater-AG gestrichen.

Kaufmännische Berufsschule: Für insgesamt 24.500 Euro bekommt die Verwaltung neue Böden, die Eingangstür ein Chipsystem, Klassen und Flure werden neu verkabelt und die Elektroinstallation in der neuen Küche erledigt.

Alexander-von-Humbold-Realschule (RS I): Die Klassenzimmer im zweiten Stock werden saniert, ebenso die Treppenanlage im Pausenhof. Dabei werden Rampen für Gehbehinderte eingebaut.

Richard-Wagner-Gymnasium: In Turnhalle und Umkleiden ersetzen LEDs die alten Röhren. Kostenpunkt: 50.000 Euro.

Wirtschaftsschule: Der marode Pavillon, in dem einst zwei Klassenzimmer untergebracht waren, kommt weg. "Wir hatten zwar einen Interessenten dafür, aber der Pavillon bricht sich mittlerweile schon selbst ab", sagt Bouillon. Das Dach sei schon weggesackt.

Musikschule: Für den Brandschutz wird außen eine Feuertreppe angebaut und Fenster werden zu Türen. Außerdem werden die Lehrer-Toiletten saniert.

Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium: Als eine der ersten Schulen bekommt das WWG W-Lan. Dazu neue Rauchmelder, Verkabelung für Whiteboards, den neuen Küchenbereich und eine neue Lautsprecher-Anlage. Bei der alten waren zuletzt keine Durchsagen mehr möglich, sagt Bouillon.

Luitpoldschule: Für die künftigen Whiteboards erledigt der Elektriker die Vorarbeiten.

Grundschule St. Georgen: Arbeiter bringen die Bodenplatten an, auf die das neue Gartenhaus kommt.

Lerchenbühlschule: Ein neuer Estrichboden im Klassenzimmer macht Schluss mit kippelnden Stühlen.

Hier wird geplant

Wer Graserschule, Albert-Schweitzer-Schule, WWG und RWG in den kommenden Jahren sanieren darf, entscheidet sich diese Sommerferien. In der letzten Runde des Verfahrens stellen sich Architekten dem Auswahlgremium vor. Darin sitzen zwei Vertreter der jeweiligen Schule und drei des Hochbauamts.

Enttäuschung

"Ich bin meines Wissens der erste Leiter des Hochbauamts, der die Schulen am Auswahlprozess beteiligt", sagt Bouillon. Das Problem: Alle Schritte in dem komplizierten Verfahren haben Fristen, die ausgerechnet in den Sommerferien enden.

Erst "auf mehrfaches Drängen" habe jede Schule Vertreter geschickt. "Ich bin etwas enttäuscht", sagt Bouillon.

Nachträgliche Ergänzung: Auf Bouillons Kritik haben zwei Schulleiter reagiert und sich beim Kurier gemeldet.

Bei ihr sei kein Drängen nötig gewesen, sagt Ursula Graf, Schulleiterin des Richard-Wagner-Gymnasiums. „Aus Sicht der Schulfamilie des RWG besteht großer Bedarf und auch großes Interesse an einer Sanierung“, sagt Graf. „Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass wir an der Architektenauswahl beteiligt wurden, da wir die Sanierung der Schule auch als Chance sehen, das RWG zu modernisieren und neu zu gestalten.“

Mit dem Termin in den Sommerferien sei das RWG sofort einverstanden gewesen. Auf Wunsch des RWG seien sogar nicht nur zwei, sondern sogar drei Vertreter der Schule anwesend gewesen: Schulleiterin, Stellvertreter und eine Mitarbeiterin im Direktorat.

Graserschul-Rektor Andreas Huber sagt, er verstehe nicht, wie Bouillon zu dieser Aussage komme. „Als ein Mitarbeiter des Hochbauamtes bei mir anrief, war ich sofort bereit, zusammen mit meiner Konrektorin bei dem Termin, natürlich auch in den Ferien, zu erscheinen.“

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