Schranken gehen nicht mehr zu

Fuhr ein Zug durch, blieben die Schranken oben. Die Lokführer mussten vor den Bahnübergängen erst stoppen, hupen und duften erst dann weiterfahren. Anwohner waren von diesem lauten Hupen genervt, Fußgänger und Autofahrer, die über die Gleise wollten, waren irritiert. Oft bildete sich ein langer Rückstau.

Wann man die Lage genau in den Griff bekommt, konnte am Dienstag auf Nachfrage niemand mit Sicherheit sagen. Laut Straßenverkehrsamt Bayreuth hätten aktuell gar keine Meldungen über einen Ausfall der Schranken an den oben genannten Bahnübergängen vorgelegen.

Ersatzteile noch nicht da

Eine andere Auskunft gab der Streckenbetreiber, die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE). Ronny Däweritz von der DRE sagte, die Ausfälle seien ihnen bekannt und noch aktuell. Die Ersatzteile seien bereits bestellt worden und hätten bereits am Montag geliefert werden sollen. Wenn die Teile am Dienstag, wie erhofft, geliefert worden wären, hätten sie noch am selben Tag von Technikern eingebaut werden sollen.

Eine sichere Aussage, wann die fehlenden Teile ankämen, konnte Däweritz allerdings nicht treffen. Also keine Gewissheit, wann wieder mit einem reibungslosen Ablauf an den Bahnübergängen zu rechnen ist. Sollten die Schranken auch am Mittwoch sich weder schließen noch öffnen lassen, seien die Ersatzteile nicht rechtzeitig angeliefert und eingebaut worden, so Däweritz.

Eventuell mutwillig beschädigt

Die Ursache, warum die Schranken nicht mehr schließen, könne noch nicht genannt werden, so Däweritz. Erst nach genauen Untersuchungen könne man mit Gewissheit den Grund für den Ausfall benennen. Möglicherweise seien die Schranken auch mutwillig beschädigt worden. „In der jüngeren Vergangenheit kam es drei Mal zu Ausfällen an unterschiedlichen Tagen, das ist schon ungewöhnlich“, so Däweritz.

Polizei-Pressesprecher Jürgen Stadter vermutet, dass eher Motorenschäden an den Schranken Auslöser für den Ausfall sind. Darüber, dass die Schranken möglicherweise beschädigt wurden, lägen der Polizei keine Erkenntnisse vor.

Wenn die Ersatzteile geliefert würden, benötigen die Techniker rund eine Stunde für deren Einbau, damit die Bahnschranken wieder funktionieren, sagt die DRE. Bis dahin müssen sich die Anwohner noch mit dem Hupen abfinden und die Autofahrer an den betreffenden Stellen Vorsicht walten lassen.

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Kommentare

Vorschlag: Herr Däweritz regelt, bei vollem Gehalt natürlich, an einem Übergang höchstpersönlich den Verkehr und sammelt gleichzeitig Feedback von Autofahrern, Anwohnern, Fußgängern und Zugreisenden.
Für mich ist die DRE eine "gchlamperte" Gesellschaft. Seit drei Monaten steht die Bahnhofsuhr in St. Georgen auf kurz vor 14.00 Uhr. Habe der DRE das per email mitgeteilt. Kam keine Antwort und an der Uhr ist nix passiert.

Vielleicht weiß der Herr Ronny Däweritz bescheid, ob da auch mal Ersatzteile für die Uhr kommen. Schon im letzten Jahr war die Uhr stehengeblieben und es dauerte trotz Hinweis Wochen bis etwas geschah.
Das ist allerdings wirklich seltsam:
„Ronny Däweritz von der DRE sagte, […] die Ersatzteile seien bestellt worden. […] Die Ursache, warum die Schranken nicht mehr schließen, könne noch nicht genannt werden.“
Bleibt doch bitte am Boden! Die Sicherheit für die Autofahrer ist doch trotzdem gewährleistet. Schließlich gibt es doch als Redundanz die rote Ampel und jeder weiß, was das bedeutet. Dass die DRE als kleiner Bahnbetreiber finanziell und personell nicht besonders gut ausgestattet ist, liegt ganz einfach daran, dass der Schienenvekehr vom Bund viel zu wenig gefördert wird. Und das Land Bayern benutzt diese Mittel für andere Großprojekte.
Herr Uwart die Bahnübergänge Carl Benz und Berneckerstrasse waren ausgeschalten!!! Keine Lichtzeichen(rote Ampel) und Schranken oben. Bei dem zwischen Laineck und Friedrichsthal waren 2 von 3 Schranken geschlossen.
Meines Wissens nach hält der Zug, wenn die Ampelanlage oder die Schranken nicht funktionieren, vorher an und fährt mit Schrittgeschwindigkeit über den Übergang. Das heißt, dass die Sicherheit der Autofahrer immer gewährleistet ist. Etwas ärgerlicher ist es für die Bahnfahrer wegen der Verspätungen. Aber man kann davon ausgehen, dass der Schienenregionalverkehr in Oberfranken auf einem technisch bescheidenen Level bleiben wird. Leider.

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