Schimmel in Asylunterkunft

Das Laufer Landratsamt hat nicht lange gefackelt. Die betroffene Einliegerwohnung mit Küche, Bad und WC liegt im Souterrain des Hauses im hinteren Wohnbereich. Dort wurde in drei Zimmern – eines davon sei nicht bewohnt – Schimmel festgestellt, bestätigte Rolf List vom Landratsamt Nürnberger Land. Das Staatliche Landratsamt habe den Vermieter daraufhin aufgefordert, die Räumlichkeiten fachgerecht instand zu setzen, so der Pressesprecher weiter.

Ärztliche Schweigepflicht

In einem der erwähnten Zimmer wohnte eine Mutter mit zwei Kindern, im anderen Raum eine Familie mit zwei Kindern. Beide Familien wurden inzwischen in andere Unterkünfte verlegt. Ob ein Einsatz des Rettungsdienstes im Asylbewerberheim mit gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang mit der Belastung durch Schimmel steht, wurde von der Behörde nicht kommentiert. „Darüber liegen uns wegen der ärztlichen Schweigepflicht keine Informationen vor“, hieß es aus Lauf.

Erbengemeinschaft ist Vermieter

Vermieter des Hauses in der Burgstraße ist eine Erbengemeinschaft aus Pegnitz. Deren Sprecher Karl Lothes erklärte, dass sich die Hauseigentümer nichts vorzuwerfen haben. Er vermute, dass die Bewohner nicht ausreichend gelüftet haben. Auch wenn Wäsche über der Heizung getrocknet wird, sei eine feuchte Wohnung die logische Konsequenz. Mit ordnungsgemäßem Lüften sei das Problem bald wieder in Griff zu bekommen, sind die Mitglieder der Erbengemeinschaft zuversichtlich.

Die Räume entfeuchten

Zusätzlich soll mit moderner Technik die Raumluft entfeuchtet werden. Das gewählte Gerät sei sehr leise und schalte sich automatisch ein, wenn die Raumluft zu feucht ist, so der Pegnitzer. Schon vor Bezug der so genannten Träger-Villa gab es in der Bevölkerung Befürchtungen wegen Schimmelbefalls im Haus. Das Landratsamt gab Anfang 2013 eine fundierte Überprüfung in Auftrag.

Fachfirma prüft

Eine Fachfirma prüfte die Räume optisch und geruchsmäßig auf Schimmel; ferner wurden die Raumfeuchte gemessen und die Wände auf von der Normalität abweichende Restfeuchte überprüft.

Die Befürchtungen der Bürger wurden schließlich mit diesem Gutachten entkräftet, so dass Mitte März 2013 die ersten Asylbewerber einziehen konnten.

Nicht bewertet

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