Sanierung: Favorit ist die Stadthalle

Gefrees soll schöner werden. Aber was soll in welcher Reihenfolge gemacht werden? Der Stadtrat setzte nun Prioritäten für die Städtebauförderung der kommenden Jahre. Ein Favorit ist dabei die Stadthalle.

Alljährlich muss der Stadtrat einen Förderantrag beschließen, mit dem Projekte bei der Regierung angemeldet werden. Die Verwaltung im Rathaus hatte dazu eine Liste erstellt. Doch die schaffte es nicht ganz ungeschoren durch das Gremium.

Stadthalle: Die Gefreeser Stadthalle ist inzwischen schon 50 Jahre alt und müsste schon seit Jahren dringend saniert werden. Zur Abstimmung stand nun, 2018 eine Machbarkeitsstudie für Umbau und Sanierung der Stadthalle zum „Kulturhaus“ zu machen. Das dauert einigen Stadträten aber zu lange. Bürgermeister Harald Schlegel hielt während der Sitzung dagegen: „Die Stadthalle ist eine ,freiwillige Aufgabe‘. Wenn wir die Studie machen, müssen wir sie auch zeitnah umsetzen. Aber auf uns kommen mit den nächsten beiden Pflichtaufgaben Millionenausgaben zu: Schulzusammenlegung, Kanäle.“ Besonders die Freien Wähler und die WG Land wollten die Studie für die Stadthalle schon nächstes Jahr gemacht haben. Letztlich wurde die Studie durch die Mehrheit von 2018 auf 2017 vorgezogen. Schlegel: „Ich höre immer mal wieder Kritik, dass andere Kommunen Stabilisierungshilfe bekommen und wir nicht. Aber wir sind, zum Glück, keine Konsolidierungsgemeinde. Wenn wir es wären, bräuchten wir über die Stadthalle gar nicht erst reden.“

Neugestaltung Rödergasse: Hierfür werden für nächstes Jahr 320 000 Euro eingeplant. „Darüber diskutieren wir schon längere Zeit, das ist ein zentraler Platz in der Stadt“, machte Schlegel die Bedeutung des Projekts deutlich.

Bachfreilegung: In Kornbach, Bereich Rödergasse/Bayergasse, sind dafür nächstes Jahr 50 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie vorgesehen. Auch wenn der Stadtrat etwas auf der Bremse stand, Schlegel warb für die Studie, die seiner Ansicht nach reichlich Aufschlüsse liefert: „Der Kornbachdeckel ist sanierungsbedürftig und würde 100 000 Euro kosten, wofür es keine Zuschüsse gäbe. Deswegen wollen wir eine Studie machen, um zu sehen, was geht und wo es vielleicht dann doch Zuschüsse gibt.“ Doch der Stadtrat sah auch noch einige offene Fragen. Karl Heinz Zeitler (WG Land): „Müssen die Anlieger mitzahlen? Und können sie es auch?“ Schlegel drängte trotzdem zur Eile: „Das haben wir auch schon bedacht. Die Stadt könnte beispielsweise Grundstücke kaufen. Und es gibt Anlieger, die was an ihren Grundstücken und Häusern machen wollen, die warten nicht ewig. Und wir müssen uns überlegen: Was wird aus der Mittelmühle?“ Nun soll doch nächstes Jahr die Machbarkeitsstudie erstellt werden.

Erneuerung Stadtpark: Stand in der Vorlage mit 100 000 Euro für das Jahr 2018. „Der Stadtpark ist die Visitenkarte“, so Bürgermeister Schlegel. Doch auch hier stand der Stadtrat auf der Bremse: Die Stadthalle habe Vorrang. Trotzdem blieb der Stadtpark letztlich im Jahresantrag drin.

Stadtentwicklungskonzept mit den beiden Schwerpunkten Städtebau und Einzelhandel: Soll 2017 für 60 000 Euro gemacht werden. Dieses wie auch die anderen beschlossenen Studien kosten zwar viel Geld, sind aber Voraussetzung für Zuschüsse, wenn etwas für die Zukunft praktisch umgesetzt wird.

Privatleute: Auch die Bürger können von der Städtebauförderung profitieren, wenn sie im Fördergebiet wohnen und etwas an ihren Häusern machen, das im Einklang mit den Zielen und Vorgaben der Städtebauförderung steht. Für Beratung auf diesem Feld stehen die nächsten vier Jahre jeweils rund 10 000 Euro bereit und für Zuschüsse an Privatleute je Jahr 30 000 Euro.

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