Sandler investiert 43 Millionen Euro

Gestern wurde Werk 5 eingeweiht – eine 43-Millionen-Euro-Investition. 250 Gäste waren geladen. Und denen erzählte Vorstandsvorsitzender Christian Heinrich Sandler von jeder Menge neuer Anwendungsfelder und innovativen Produkten, die das Unternehmen herstelle – und die jetzt eben viel früher als gedacht den Neubau nötig gemacht hätten. Mittlerweile zähle Sandler mit zuletzt 288 Millionen Euro Umsatz zu den 15 größten Vliesstoffherstellern weltweit.

100 Monteure

Vliesstoffstraße 53 heißt das, was da neu hingestellt wurde – und zwar „Just in Time“. Fast jedenfalls. Lediglich eine Woche sei man hinter dem Zeitplan gewesen, sagte Sandler. Trotz einer äußerst komplexen Montage und mehrerer, zum Teil parallel laufender und ineinandergreifender Gewerke. In Spitzenzeiten seien 100 Monteure vor Ort gewesen, davon ein Großteil von regionalen Handwerksbetrieben.

720 Mitarbeiter

Doch auch die eigene Belegschaft, die mittlerweile mehr als 720 Mitarbeiter umfasst, bezog Sandler in sein Lob mit ein. Ein solches Großprojekt lasse sich nur „mit einem engagierten und motivierten Mitarbeiterteam stemmen“. Nicht wenige hätten während der Bauzeit immer wieder die Nacht zum Tag gemacht, damit alles glatt geht.

40 neue Jobs

Durch das neue Werk wurden 40 neue qualifizierte Jobs geschaffen – in jeden Arbeitsplatz wurden also umgerechnet mehr als eine Millionen Euro investiert. Auf der neuen Vliesstoffstraße in dem knapp 23 000 Quadratmeter großen Werk 5 entstehen Hygieneanwendungen, die für das Unternehmen neben Anwendungen unter anderem für die Autoindustrie mittlerweile eine wichtige Säule sind. Sandler-Produkte in diesem Bereich stünden in dem Ruf, besonders weich und hautfreundlich zu sein, sagte der Vorstandschef. Sie werden in Babywindeln, Damenbinden, Slipeinlagen, Tampons und Inkontinenzeinlagen verwendet.

Lob von Aigner

Die Festredner lobten das unternehmerische Engagement Sandlers. Allen voran die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die das Familienunternehmen ein „wirkliches Stück der starken bayerischen Wirtschaft mit wirklich großer Weitsicht“ nannte. Im harten Anpassungsprozess der Textilindustrie hin zu technischen Textilien stehe es beispielhaft für einen gut gelungenen Wechsel. Ähnlich äußerten sich der Vorsitzende der Wirtschaftsregion Hochfranken, Bundestagsabgeordneter Hans-Peter Friedrich (CSU), und IHK-Präsident Heribert Trunk.

Nicht bewertet

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