Sandkerwa-Absage: Verein sagt Gespräch ab!

Update 5.5, 13:00 Uhr:

Ein Gespräch am Donnerstagabend, das von der Stadtspitze anberaumt wurde, lehnte der Sandkirchweihverein laut Medienberichten ohne Angaben von Gründen ab.

Auch aus den USA kam via YouTube ein Aufruf zur Rettung der Sandkerwa.

 

Update 4.5, 13:53 Uhr:

Überrascht von der Nachricht des Veranstalters "Bürgerverein 4. Distrikt" zur Absage der diesjährigen Sandkerwa reagierte die Stadtverwaltung Bamberg. In einer Stellungnahme der Pressestelle heißt es: "Die Stadt wird alles in ihren Kräften stehende tun, damit die beliebte Sandkerwa 2017 doch noch stattfinden kann. Deshalb hat Oberbürgermeister Andreas Starke unverzüglich reagiert und die Veranstalter zu einem klärenden Gespräch eingeladen, das noch am heutigen Tag stattfinden soll. 'Wir wollen nicht übereinander, sondern miteinander reden,' betonte der Oberbürgermeister.

 

Die private Betreibergesellschaft der Sandkerwa erklärte die Absage nach Informationen des Bayerischen Rundfunks mit der "aktuellen Sicherheitslage" und "finanziellen Risiken". Das teilte der Bürgerverein den Standbetreibern und Schaustellern der Sandkerwa in einer E-Mail mit.

Von dieser Entscheidung wurde auch die Stadt Bamberg überrascht. Oberbürgermeister Andreas Starke sagte: "Das war für mich genau so eine überraschende Nachricht wie für die Öffentlichkeit. Wir hatten bei der Stadt keinerlei Ankündigung dafür." Starke wolle mit den Betreibern sprechen, um die Gründe für die Absage zu ermitteln.

Der Bürgerverein erklärte, erst bei einer Pressekonferenz am Samstag die genauen Gründe für die Absage erläutern. Die Sandkirchweih - oder eben Sandkerwa - ist das traditionelle Bamberger Volksfest, das alljährlich im August in der historischen Altstadt stattfindet, und zwar "im Sand", also rund um die Sandstraße. Mit etwa 300.000 Besuchern jährlich gehört die Sandkerwa zu den größten Volksfesten Bayerns.

Das Bürgerfest in Bayreuth ist dagegen nicht in Gefahr.

red

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Kommentare

Hoffentlich überlebt der Metzger Liebold den Einnahmeausfall.
Wir machen genau das, was die Terroristen wollen. Wir kuschen!!!!
Das hat damit nichts zu tun. Es wollen alle nur daran verdienen, aber keiner will was zahlen. Die Sandkerwa ist ausgelutscht worden und die Bürger, die als Organisatoren Jahre mit Herz dahinter standen, haben keine Kraft mehr.
Kann man nicht ein paar vor Kraft nur so strotzende Neubürger engagieren für den Aufbau des Festes, wenn schon bei den Altgedienten die "Kraft" nachgelassen hat?
Ist eigentlich eine gute Idee.
Der Bamberger OB wundert sich warum die Betreiber nicht vor ihrem „an die Öffentlichkeit gehen“ mit ihm, dem Chef des Rathauses, Kontakt aufgenommen haben.

Aber Herr Oberbürgermeister, in welchem Traumland leben sie?
Natürlich wussten die Veranstalter, dass, wenn sie mit ihnen Kontakt aufnehmen, ihre gutmenschliche Denkdrüse die Probleme so verarbeitet, dass ein Exsudat zur Ausscheidung kommt, welches mit der ursprünglichen „Ursache -Wirkung-Kette“ nichts mehr zu tun hat.
Und auf diese Stufe wollten sich die Organisatoren nicht begeben.

Selbstverständlich wird die Sandkerwa stattfinden!
Wäre ja noch schöner wenn es nicht so wäre.
Aber, und das ist das Entscheidende, die aktuell Verantwortlichen konnten mit diesem cleveren Schachzug, die Verantwortung bei Ihnen abladen.

Und bitte überhaupt nicht aufregen Herr Oberbürgermeister.
Es wird in diesem „noch“ schönen Deutschland weitere Absagen geben, wie beispielsweise in Misburg.
Dort fällt zum ersten Mal seit dreißig Jahren das beliebte Schützen- und Stadtteilfest aus ...

Wenn man jedes Fest aus Sicherheitsgründen so betrachtet wie die Loveparade, dann wird es bald keine privat organisierten Feste in der Öffentlichkeit mehr geben.
Das ist genau das, was die Terroristen wollen! Und wir knicken wie immer ein...
Aber Sie haben ja die Lösung schon parat: wenn die Flüchtlinge helfen, kann das Fest ja stattfinden.
" Der Bürgerverein erklärte, erst bei einer Pressekonferenz am Samstag die genauen Gründe für die Absage erläutern. "
zu wollen!