Rüdiger Bormann spricht sich für das Kongresszentrum aus

Dass sich offenbar eine zweite Chance für dieses wichtige und zukunftsweisende Projekt ergebe, sei ein Glücksfall. Im Stadtrat war in dieser Woche bekannt geworden, dass öffentliche Förderung für ein Kongresszentrum nun wohl doch möglich sei. Der Bayreuther Unternehmer Jeff Maisel ist nun am Zug. Er soll erklären, ob er weiter an seinem Vorhaben, ein Kongresszentrum zu bauen, festhalten will. Partner dieses Kongresszentrums wäre die Stadt.

Uni würde Kongresszentrum nutzen

Bormann appellierte an die Stadträte, die Möglichkeiten zu Bau und Betrieb eines Kongresszentrums erneut sehr sorgfältig zu prüfen. Dass die Universität ein solches Tagungszentrum dringend braucht, steht laut Bormann außer Frage. Derzeit müssten Konferenzen und Tagungen entweder in Hörsälen stattfinden, was bei steigenden Studierendenzahlen und begrenzten Raumkapazitäten für immer mehr Probleme sorge. Oder Veranstaltungen in der Universität fänden zum Teil in anderen Städten statt. Bormann: "Gerade läuft ein Workshop der Uni Bayreuth in Nürnberg. Das kann es doch nicht sein: Das hilft weder der Universität noch der Stadt." Er könne jetzt bereits zusagen, dass die Universität zu den Nutzern eines Kongresszentrums gehören werde. Wenn es denn kommt. "Wir hier an der Uni hoffen es jedenfalls sehr", so Bormann.

Foto (Archiv): Ritter

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Kommentare

Jaja und dann stehts wieder des halbe Jahr leer rum, nein ein Kongresszentrum brachen wir nicht so was kann mann auch in der Oberfrankenhalle oder im Zentrum (Jugendkultur) machen aber dafür fehlt der Uni anscheinend der Blick ne
Wieder so einer :-(
Wir brauchen in BT eigentlich gar nix was die Stadt irgendwie voran bringen könnte. Wozu ein Kongresszentrum, ein Fachmarktzentrum, einen Flugplatz, eine Umgehung Aichig, einen umgebauten und (weitgehend) Busfreien Marktplatz. Das Rotmaincenter wollten damals auch sehr viele nicht. Die Liste könnte man beliebig fortsetzten. Nein Bayreuth muss auf Provinzniveau gehalten werden während um uns rum die Städte alles versuchten um uns den Rang ab zu laufen und dies ja auch zum Teil schon so getann haben!
Das Kongresszemtrum - totgesagte leben ja bekanntlich länger.

Wie wäre es eigentlich mal, wenn der Stadtrat sich nicht traumtänzerisch an jeden Strohhalm klammert, der sich für die Realisation dieses Vorhabens bietet, sondern einfach mal fehlenden Voraussetzungen schafft:

a. Die Potentialanalyse wurde nicht hinterfragt, verifiziert und erneuert.
b. Es wurden keine Marketing- und Vertiebsstrukturen geschaffen - wie ausdrücklich mit einem Vorlauf von mindestens drei Jahren gefordert.

Kommt man dann zu dem Ergebnis, dass das Potential zu einer vernünftigen Auslastung vorhanden ist, ist die Investition vertretbar. Wenn nicht, dann nicht.

Nicht träumen, einfach konsequent vorausarbeiten. Ist dass denn so schwer?

Tom61 spricht mir aus der Seele.
Wenn das Kongresszentrum gut geplant würde, könnte das eine wichtige Zukunftschance für BT sein. Es wäre so wichtig, im zunehmenden Konkurrenzkampf benachbarter Städte nicht durch kleinkariertes Denken weiter ins Hintertreffen geraten. Es ist peinlich, wenn - überspitzt gesagt - die Renovierung von Umkleidekabinen eines (bereits jetzt tollen) Freibads und frühzeitige Sanierung von Schulgebäuden als finanzielles Gegenargument für ein wirklich zukunftsweisendes Projekt herhalten müssen, das BT wahrscheinlich nie mehr so günstig bekommen würde. Im Vergleich zu sonstigen Haushaltsausgaben mit zweifelhaftem Langzeitnutzen relativieren sich die Investitionen deutlich.
Allerdings müsste das Projekt professionell umgesetzt werden, groß genug, multifunktionale Kongresshalle (z.B. mit guter Akustik als Konzerthalle nutzbar, gute Parkplatzsituation, Busanbindung etc.), professionelle Vermarktung. Anregungen hierfür kann man sich in anderen benachbarten Städten holen.
Ich habe den Verdacht, dass viele Gegner des Projekts noch nie einen Kongress besucht haben und nach dem Motto argumentieren: kenn' ich nicht, also braucht man es nicht.
Ich wünsche meiner Heimatstadt, dass man sich in den nächsten Jahren nicht in provinzieller Kleinkariertheit verliert, sondern langfristig strategisch für die Zukunft plant.
Von BtDoc:
„Wenn das Kongresszentrum gut geplant würde, könnte das eine wichtige Zukunftschance für BT sein.“

„Allerdings müsste das Projekt professionell umgesetzt werden, groß genug, multifunktionale Kongresshalle (z.B. mit guter Akustik als Konzerthalle nutzbar, gute Parkplatzsituation, Busanbindung etc.), professionelle Vermarktung. Anregungen hierfür kann man sich in anderen benachbarten Städten holen.“

Wenn, würde, könnte…

Aber genau das ist bisher nicht geschehen. Wie schon geschrieben: Es fehlt an den Voraussetzungen, diese müssen zuerst geschaffen werden.

In dem Kongressmarkt gibt es Überkapazitäten ohne Ende. Daher muss man schon sehr genau darauf achten, welche Nische man sich sucht.

Die "gute" Bahnanbindung wird wohl kein Argument für Bayreuth sein.
Für die Zukunft planen - richtig! Aber die Zukunft ist eben nicht Wachstum ohne Ende, im Gegenteil, es werden weniger Menschen und diese werden ärmer sein als heute!
Ein Kongreßzentrum wäre vor 10 oder 20 Jahren eine tolle Idee gewesen - jetzt, wo alle eines haben, ist es nur noch ein Kostenfaktor. In die Verkehrsinfrastruktur zu investieren wäre sehr viel zukunftsträchtiger - selbst der vielgerühmte neue Busbahnhof ist ja eine Lachnummer, denn ein Busbahnhof gehört neben den Bahnhof, und nicht so ungeschickt an die Innenstadt geklebt, daß Gäste erst mal am Bahnhof einsteigen und dann nach kurzer Fahrt wieder umsteigen und dabei warten müssen (zum Laufen, vielleicht noch mit Gepäck, ist die Strecke aber auch zu weit). Besser als es war ist es schon, aber eine Stadt, die Wert auf zahlende Gäste legt, plant besser. Von der Zuganbindung ganz zu schweigen. Auf einen eigenen Flugplatz könnte man prima verzichten - wenn die Anbindung von Nürnberg intelligenter gestaltet würde, nämlich mit einer direkten Linie vom Flughafen bis BT-Bahnhof...... Man könnte vieles tun, aber das Pferd am Schwanz aufzäumen und sich über Jahre finanziell festlegen mit einem unangebundenen Kongreßzentrum - hoffentlich ist unsere Oberbürgermeisterin klüger.
Zumindest solange die vorhandenen Tagungs- und Kongresskapazitäten bei weiten nicht ausgeschöpft sind, ist eine Investition nur ein Ausdruck der Hoffnung, dass ein zusätzliches Angebot in einem übersättigten Markt mehr regionale Nachfrage schafft.

Und das ohne die genannten Vorraussetzungen.

Sehr realistisch.
Aja, wenn die Uni ein solches DRINGEND BRAUCHT, dann haben wir ja hiermit weitere Investoren an der Hand. Für Ökonomen ja ein Kinderspiel oder?
Wer sein Geld in die Asylantenheime und in eine alte Lagerhalle trägt, in der die Weltskaterjugend trainiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn es dann nicht mehr für ein Kongresszentrum reicht.
Sicher ist das Geld knapp und man muss Prioritäten setzen, da man es in der Regel ja nur einmal ausgeben kann.

Beim Kongresszentrum hat sich aber bisher keine mal die Mühe gemacht, den Bedarf abzuklopfen.

Es gibt allein ein Gutachten von 2008, welches auf Basiszahlen von 2007 beruht. Diese kommt aber zu dem Schluss, das man drei Jahre vor Beginn der Investition in ein Kongresszentrum erst einmal die Markt hierfür bearbeiten muss.

Für die Leute, die nicht gewöhnt sind, solche Gutachten zu lesen, ist das Ergebnis des Gutachten folgendes:

Ein neues Kongresszentrum in Bayreuth kommt in einem Markt mit Überkapazitäten und es ist fraglich, ob man eine vernünftige Auslastung in diesem Wettbewerbsumfeld erreichen kann. Neben der fehlenden Verkehrsinfrastruktur (Bahn) ist besonders zu brücksichtigen, das Bayreuth dann sehr spät in einem Markt eintreten würde, der nicht nur verteilt ist, sondern in dem auch solche Überkapazitäten sind, dass diese teilweise fast verschenckt werden.

Daher ist auf jedem Fall ein hoher Marketingaufwand zu betreiben und das Jahre bevor man an den Bau des Kongresszentrum geht, damit man wenigsten versuchten kann, die bestehenden Bayreuther Kapazitäten (Arvena, Stadthalle) auszulasten.

Bei der bisherigen Planung des Kongresszentrums, hat man gerade mal 80 Leute mehr in den Saal gebracht als in das Arvena. Die Stadthalle hätte dann weit größere Kapazitäten.

Welche Vorteile hätte das geplante Kongresszentrum dann gehabt?

Es wäre neu gewesen. Dieser hätte sich dann aber auch in Vier-Jahres-Frist abgegriffen.


Der Stadtrat täte nun endlich gut daran, dem zu folgen, was er selbst beschlossen hatte.
Nachdem Gertmann hier immer wieder durch an Dummheit nicht zu überbietender Weise auffällt, spreche ich mich dafür aus, ihn von jeglichen Kommentaren zu entheben.
Nachdem Gertmann hier immer wieder durch an Dummheit nicht zu überbietender Weise auffällt, spreche ich mich dafür aus, ihn von jeglichen Kommentaren zu entheben.
Nachdem Gertmann hier immer wieder durch an Dummheit nicht zu überbietender Weise auffällt, spreche ich mich dafür aus, ihn von jeglichen Kommentaren zu entheben.