Rückzugsorte für bedrohte Arten

Heute sind sie zu wichtigen Rückzugspunkten für bedrohte Tier- und Pflanzenarten geworden. Dennoch wissen nur wenige Menschen, was ein „Hüllweiher“ ist. Dies mag darin begründet sein, dass ihre Zahl rapide abgenommen hat. Aufgrund des hohen ökologischen und kulturgeschichtlichen Stellenwertes hat der Landkreis Bayreuth daher schon vor rund 20 Jahren im Rahmen seines Natur- und Umweltschutzprogramms wichtige Maßnahmen zu deren Erhalt ergriffen.

Meist kreisrunder Weiher

Der aus dem Althochdeutschen abgeleitete Begriff „Hüll“ oder „Hüle“ bezeichnet eine Sumpffläche, Pfütze oder einen Tümpel. Ihren Ursprung haben Hüllweiher in Landschaftsformen, die durch die Lösungsverwitterung von Kalkstein entstehen, wie etwa Tropfsteinhöhlen und Dolinen. Bildet sich dann am Grund einer Doline eine wasserundurchlässige Lehmschicht, kann das Regenwasser nicht weiter versickern, und es entwickelt sich ein kleiner, meist kreisrunder Weiher mit einem Durchmesser von zehn bis 15 Metern.

100 Euro Prämie

Ottenhof gilt heute in diesem Metier als Vorzeigeort, wurden doch dort in den vergangenen Jahren nicht weniger als fünf solcher Hüllweiher in ihrem ursprünglichen, fantastisch eingegrünten Zustand erhalten und gepflegt. Die Ortsverschönerungskommission war sich in ihrem Urteil einig: „Ein großes Lob!“ 100 Euro Prämie, eine Urkunde und ein Gutschein für einen Baum waren der Lohn hierfür. Neben Pottenstein, das für seine Hochwasserfreilegung und die Renaturierung der Püttlach ausgezeichnet wurde, wurden von der Kommission weitere mustergültige Objekte lobend erwähnt, auch wenn sie nicht in die Richtlinien des Wettbewerbs passten.

Nicht bewertet

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Kommentare

ich finde 100 € sind noch kein Lob;
so um die 1000 sollte man da schon ausloben