Ringler setzte sich für Gemeinschaft ein

Der Jubilar, ein Urgestein und Sympathieträger seines Heimatortes Hohenmirsberg, zählt zu den engagiertesten Bürgern der Stadt Pottenstein.

Ehrennadel der CSU

Der CSU-Ortsverband Pottenstein, dessen Ehrenvorsitzender Lorenz Ringler ist, nahm den runden Geburtstag zum Anlass durch Ortsvorsitzende Birgit Haberberger dem Jubilar, gemeinsam mit Alt-Bürgermeister Dieter Bauernschmitt, die neue mit sechs Sternen versehene Ehrennadel für 60-jährige Zugehörigkeit zur CSU auszuhändigen.

Bankdirektor ab 1973

Beruflich legte Lorenz Ringler eine beachtliche Kariere hin. Eigentlich sollte er als einziger Sohn die elterliche Landwirtschaft übernehmen, nachdem er an der landwirtschaftlichen Fachschule die Voraussetzungen schuf, um Lehrlinge einzustellen. 1952 wurde er jedoch bei der Hauptversammlung der einstigen Spar- und Darlehenskasse Hohenmirsberg zum nebenberuflichen „Rechner“ gewählt, obwohl er noch keine 21 Jahre und damit zur damaligen Zeit noch nicht geschäftsfähig war.

Ausnahmegenehmigung

Mit Ausnahmegenehmigung wurde diese Hürde genommen. Nach der Übernahme als hauptamtlicher Mitarbeiter folgte der Abschluss der Bankkaufmannsprüfung, Verschmelzungen mit anderen Raiffeisenkassen zur Raiffeisenbank Pottenstein, deren Geschäftsführer und Bankdirektor er 1973 wurde. 1997 ging er in dieser Funktion in den Ruhestand.

Das kommunalpolitische Wirken des Jubilars begann in den 50er Jahren. Er war Mitbegründer des CSU-Ortsverbandes Pottenstein. Bereits ab 1949 gehörte er der Jungen Union im damaligen Kreisverband des Landkreises Pegnitz an. Im März 1960 wurde er in den Kreistag Pegnitz gewählt, den er bis zur Gebietsreform 1972 angehörte. In dieser Zeitphase war er Mitbegründer und erster Vorsitzender zunächst des CSU- Ortsverbandes Hohenmirsberg. Auf seine Initiative wurden weitere Ortsverbände in Haßlach, Haselbrunn, Prülsbirkig und Vorderkleebach gegründet, die später in den neuen CSU-Ortsverband Pottenstein mündeten, dessen Vorsitzender er wurde.

1966 wurde Lorenz Ringler in den Gemeinderat Hohenmirsberg gewählt und fungierte als zweiter Bürgermeister und später in der Großgemeinde Pottenstein auch als dritter Bürgermeister. Dem Stadtrat Pottenstein gehörte er ab 1972 insgesamt 30 Jahre an. Für sein partei- und kommunalpolitisches Wirken bekam er zahlreiche hohe Auszeichnungen. Eine Herzensangelegenheit war für Ringler dessen Einsatz als Seniorenbeauftragter der Stadt.. Dieses Amt wurde ihm vom damaligen Bürgermeister Dieter Bauernschmitt übertragen. Eigentlich wollte er diese Funktion, wie er erzählt, nach seinem Ausscheiden aus dem Stadtrat wieder aufgeben. Daraus wurde allerdings nichts. Daran schuld war ein Brief des heutigen Altlandrates Klaus-Günter Dietel, in dem stand: „Der Stadtrat hat sie einstimmig (in seiner Abwesenheit) zum Seniorenbeauftragten ernannt“. Darin wurde weiter die Bitte geäußert „das Amt doch weiter auszuüben“. Da konnte er nicht ablehnen, so der Hohenmirsberger.

Bis 2013 war er als Seniorenbeauftragter tätig. „Es hat mir sehr viel Freude gemacht, weil ich gesehen habe, dass die älteren Mitbürger daran Freude hatten.“ Und was wurde unter seiner Regie nicht alles unternommen: Viele Busrundfahrten – von der Besichtigung der Dresdner Frauenkirche bis zum Besuch der Luisenburg-Festspiele standen zu Buche. Während seiner zwölfjährigen Tätigkeit organisierte er rund 200 Veranstaltungen, darunter den legendären Seniorenfasching. Ohne die Hilfe seiner Frau Marie wäre vieles nicht möglich gewesen. Aber auch für die jüngeren Mitbürger hatte der Jubilar ein Herz. So wurde auf seine Initiative der katholische Kindergarten in Hohenmirsberg ins Leben gerufen, bei dessen Aufbauarbeit er als ehrenamtlicher Geschäftsführer fünf Jahre wirkte.

Zur Familie von Lorenz Ringler gehören neben Ehefrau Maria, Tochter Walburga und Sohn Klaus sowie die Enkelkinder Carolin und Bernd, die gestern alle Hände voll zu tun hatten, die Feierlichkeiten zum 85. zu steuern.

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