Reichshof: Auf dem Weg zur Kulturbühne

Vergangenes Jahr hat es der Verein Bayreuth Event und Festival schon vorgemacht. Ein paar Mal wurden die lange verschlossenen Türen des alten Kinos aufgesperrt – für Konzerte und Kabarett. Das soll künftig regelmäßig passieren. Deshalb haben die Vereinsmitglieder, an deren Spitze der CSU-Stadtrat Christian Wedlich steht, einen Bauantrag eingereicht. Der Kinosaal samt Balkon sollen wieder bestuhlt werden und 575 Zuschauer sollen Platz finden. Ein Lastenaufzug soll im Hinterhof gebaut werden um schweres Gerät auf die Bühne zu bekommen. Für Künstler sollen drei Container her, die als Umkleideräume dienen.

Schallgutachter sieht keine Probleme

Die Stadtverwaltung hat daraufhin prüfen lassen, ob das überhaupt möglich ist. Eine Bayreuther Ingenieurgesellschaft kommt in einem Schallschutzgutachten zu dem Schluss: Das Reichshof könnte täglich bis 22 Uhr mit einer Lautstärke bis 95 Dezibel bespielt werden. Danach müsste die Laustärke auf 80 Dezibel reduziert werden und die Veranstaltungen um 24 Uhr enden. Zehn mal im Jahr dürfte davon eine Ausnahme gemacht werden und die Lautstärke von 95 Dezibel bis Mitternacht anhalten.

So laut wie ein Lastwagen

80 Dezibel, das ist so laut wie ein Telefon das läutet, aber auch so laut wie ein Presslufthammer. 90 Dezibel laut ist es, wenn ein Lastwagen vorbei fährt. Vier Nachbarn des Reichshof haben die Baupläne daher nicht unterzeichnet. Grund genug für die Grünen im Stadtrat, zu fordern, dass der künftige Betreiber in den Lärmschutz investieren soll. Noch dazu, wo das Reichshof in Konkurrenz zur Stadthalle stehe. dort wiederum habe die Stadt selbst viel Geld in die Hand genommen, um mit den Anwohnern nicht aneinander zu geraten. Stefan Schlags prophezeit: „Wir werden eine Menge Streit bekommen“ und spricht von einer „Privilegierung bestimmter Leute“.

Es müsste ein Signal geben

Mit dieser Meinung stehen die Grünen aber weitgehend alleine da. Zwar spricht auch FDP-Stadtrat Stephan Huttner davon, einen Kompromiss mit den Anwohnern finden zu wollen. Und Ernst-Rüdiger Kettel (BG) gibt zu bedenken: „Welche Musikgruppe bekommt man so in den Griff, dass es um 22 Uhr ruhiger wird?“ Es müsse ein Signal geben, dass aus dem Reichshof nicht eines Tages eine Disko werde.

Das Korsett enger ziehen

Wie bei den Fraktionen von CSU, SPD und Junges Bayreuth überwiegt aber auch bei FDP und BG die Freude darüber, dass es mit dem Leerstand an prominenter Stelle bald vorbei sein könnte. Stefan Schuh (Junges Bayreuth) sagt: „Klar könnten wir dem Betreiber das Korsett enger ziehen, die Frage ist aber: Sollten wir das tun ?“

Der Verein als künftiger Preisträger

Helmut Zartner (FDP) geht sogar so weit: „Sollten uns einmal die Preisträger für den Kulturpreis ausgehen, dieser Verein hätte es verdient.“ Und er spricht von „kindischen und spießigen Hindernissen“, die die Grünen dem Betreiber vorsetzen würden. Der Tierarzt sagt: „Sonst gehen in Bayreuth um 19 Uhr die Lichter aus. Unsere spießige Stadt wird immer veralteter.“ Eine „unsägliche“ Behauptung, hält Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe dagegen. „Ich gehe davon aus, dass sie um 22 Uhr in Bayreuth nicht mehr unterwegs sind.“ Ein Trauerspiel nennt schließlich Helmut Parzen (CSU) die Diskussion. Ein „zartes Pflänzchen“ werde einmal mehr kaputt geredet. „In dieser Stadt kommst du einfach nicht weiter. Da können wir uns eingraben.“

Die Grünen sind dagegen

Ganz so weit kommt es dann nicht. Gegen zwei Stimmen der Grünen spricht sich der Bauausschuss dafür aus, dem Verein eine Baugenehmigung zu erteilen. Christian Wedlich, der die Diskussion von den Zuschauerrängen aus mitverfolgt hat, sagt: „Wir bekommen keinen Bonus. Unser Projekt wird bewertet, wie rechtlich üblich“, sagt er.

3 (4 Stimmen)

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Kommentare

Da freuen sich sicherlich die Anwohner: 95 db täglich bis 22 Uhr und 10x jährlich bis 24 Uhr wenn nicht länger. 95 db entspricht dem Lärm einer Handkreissäge in 1m Abstand!
Die ehrenvollen Künstler dürfen sich in drei optisch ansprechenden Containern umkleiden. Sehr edel und ein optisches Highlight!
...wie lange wohnen Sie schon in Bayreuth? Haben Sie ein Gerät, dass die Lautstärke messen kann? Weltgewandt, wie Sie sind,
muss ich auf einen Umzug auf's Land äußerst abraten: Kirchengeläut, Ortsfeste, Kirchweih, krähende Hähne, blökende Schafe,
wiehernde Pferde, etc. Nebenbei! Wir wohnen seit Jahrzehnten neben einer Kneipe mit Biergarten und diversen "Musikdarbietungen"...
Die Werte sind sicher die Werte im Gebäude, nicht außerhalb ansonsten kommt man nicht in die Nähe der Grenzwerte.
Nichts gegen ihre Ansichten, aber wir haben die Probeevents schon mitbekommen. Und haben uns beschwert beim Ordnungsamt.

Trotz Schallschutzfenster sind die Bässe praktisch durch die Wand gekommen.

Mal nichts verharmlosen hier! Wir wissen wovon wir reden!
Außerdem:
... Körperliche Reaktionen treten am Tag ab etwa 65 dB ein, in der Nacht bereits bei 40 bis 55 dB. Thomas Myck, Fachbereichsleiter Lärmminderung im Umweltbundesamt: »Der Schlaf wird bei dieser Lautstärke messbar gestört. Selbst wenn man nicht aufwacht, registriert der Körper solche Geräusche und schüttet Stresshormone aus. Bei einer Belastung über längere Zeit steigt nachweislich die Gefahr von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.« ... wenn man zitieren darf.
Man denkt anscheinend nur an die Taschen des Herrn Gottstein und des Stadtrates Wedlich und nicht an die Gesundheit der Anwohner ... typisch!!! Das Leben der Anwohner nehmen, aber einem Gebäude Leben einhauchen - ohne Worte. Sehr schade, dass ich bereits gewählt habe ... übrigens gibt es nicht noch ein nettes Plätzchen am Haus von Herrn Gottstein oder von Herrn Wedlich für solch eine Mega-Event-Location (600 Personen)? Würde den Herren sicher auch nicht gefallen oder?
Man ist spießig, wenn man seine Ruhe haben will? Ein Metzger (Parzen) und ein Tierarzt (Dr. Zartner)- beide wohnen sicher auch in der Innenstadt bzw. in der Nähe des Reichhofs - das ist eher ein Grundrecht (körperliche Unversehrtheit) und hat mal gar nichts mit kleinkariert zu tun. Und Eventlocations haben wir sicher schon genug, da braucht es nicht auch noch einen zwangsreanimierten Reichshof ;-)
Ruhe werden wir nach dem positiven Beschluss nicht bekommen, aber die Herren Wedlich und Gottstein auch nicht, das kann ich auch garantieren! Versprochen!
Solche Antibürger wie Sie haben in dieser Stadt nichts verloren!!!! Wegziehen und uns allen ist geholfen!!!!
Dann verbannt aber auch all die Autos, die mit aufgedrehten Soundanlage und getunten Auspuffanlagen aus der Stadt, die Touristenubsse, die mit laufendem Motor auf ihre Fahrgäste warten. Verbannt all die Menschen, die abends redend und vielleicht auch einmal lachend durch die Straßen ziehen. Die Kinder, die fröhlich lachend durch die Straßen laufen... Ich wohne auch in der Innenstadt und weiß, wovon ich spreche. Wer die Vögel zwitschern hören will und seine Ruhe, muss an den Waldrand ziehen. Und wahrscheinlich regt er sich dann über einen Frosch auf, der quackt. Geht doch nach Nordkorea, dort ist abends Ruhe.
Bloß nichts zulassen, alles verbieten und mit Regeln und Verordnungen belegen damit absolut nichts mehr in Bayreuth los ist.
Leute da war mal ein Kino und zig tolle Kneipen in der Stadt.... und heute ???
Zieht doch aufs Land, aber da läuten die Glocken und krähen die Hähne ... auch wieder Grund zu klagen und andere vor Gericht zu ziehen.
In Bayreuth ist nichts los? Na dann halten Sie sich wohl wenig auf in der Innenstadt? Also ich lebe hier und schlafe hier. Und die unzähligen Events auf dem Stadtparkett sind nett, aber auch mehr als genug.

Die Verschmutzung unseres Anwesens mit Müll und Fäkalien ist genug! Wegziehen aufs Land? Na da sind Sie wohl auch nicht zugegen? Da sind auch jede Menge Großevents? Kerwa hier und Konzert da?

Allgemein scheinen Sie wenig Ahnung von der "Welt" zu haben, nach dem Kommentar.
@catweazle
Den Namen haben sie sicher aus gutem Grund gewählt. Kommt aus dem Mittelalter in die Neuzeit und hat Angst vor Elektriktrik... tzatza.
Solchen Leuten verdanken wir es, dass Bayreuth eine Provinzstadt bleibt und niemals über die paar Wagnererlebniswochen hinauskommt.
Sie sollten echt mal über ihre Einstellung zu anderen Menschen nachdenken und weniger den Egoisten raushängen lassen.
Meine Frage. Bringt ein belebter Reichshof (es geht hier ja um kulturelle Veranstaltungen und nicht um Disco, oder?) wirklich soviel mehr an Lärm in Innenstadt als nicht ohnehin schon dort, zumindest in den Sommermonaten durch die zahlreichen Lokale mit Aussenbestuhlungen, vorhanden ist?
:D Genau richtig! Wir haben schon jede Menge Lärm in der Innenstadt, wir brauchen nicht noch mehr Quellen!

Wieso wollen die Anwohner der Rosenau denn keine neue Rosenau? Mal drüber nachdenken ... ah wahrscheinlich hat sich dort auch nie jemand an die "Regeln und Gebote" gehalten? Könnte doch sein?! Ein bisschen Sarkasmus muss an dieser Stelle sein ... oder? Oder liegt es an den randalierenden Studenten - leider ist es so - sollte man mal die Leute vom Wachdienst fragen? Die können dies durchaus bestätigen! Für Bayreuth ist in Bayreuth genug los. Wer Großstadtfeeling will, soll in die Großstadt reisen, viel Spaß!
Wer Ruhe will, soll aus der Innenstadt wegziehen. Wir wollen immer eine belebte und lebendige Stadt. Und dann sind da Leute (Stadtrat S. eingeschlossen), die das verhindern wollen. Was einer Universitäts- und Kulturstadt angemessen und was eher in eine Großstadt gehört, liegt nicht in der Entscheidung der paar wenigen Menschen, die in der Innenstadt leben. Hier muss auch mal das Individualinteresse hinter dem Gemeininteresse zurückstehen. Sonst: Siehe erster Satz.
Was hat denn eine Kleinkunstbühne mit Disco, den Veranstaltungen auf dem Stadtparkett oder den nachts herumgröhlenden Leuten zu tun? GAR NICHTS!!!
Hier geht es doch darum, dass ein kultureller Ort mitten in der Stadt entsteht mit Kabarett, Musik, Kleinkunst, Lesungen, Vorträgen, Varieté usw. Entsprechend wird auch das Publikum sein und die umliegenden Lokalitäten werden bestimmt auch davon profitieren. Es ist doch wunderbar, nach einer Veranstaltung mit Freunden oder Bekannten noch kurz einzukehren und den Abend so ausklingen zu lassen.
In Frankfurt-Höchst existiert seit 30 Jahren sehr erfolgreich das "Neue Theater".....es war ein ehemaliges "Lichtspielhaus" und liegt mitten in einem Wohngebiet.
Ärger? Fehlanzeige!!!
Und eine Konkurrenz zur Stadthalle, die ja irgendwann auch einmal fertig sein soll, ist das keinesfalls.
@franzensfranz: Ihr hier angeführtes „Gemeininteresse“ würde ich eher als Partikularinteresse einstufen, welches mit den Grundrechten Einzelner konkurriert und daher letztendlich immer den Kürzeren ziehen wird – die Anwohner werden in so einer Konstellation immer obsiegen.

Auch leben in der Innenstadt – gerade im Marktbereich - nicht „paar wenige Menschen“, wie Sie anmerken, sondern recht viele und es werden immer mehr. Diese beleben die Innenstadt, füllen die Kneipen und stützen den Einzelhandel - täglich. Der Trend wird sicher weiter anhalten, da die Hauseigentümer durch den Wegfall der einstmals so lukrativen Ladenmieten gezwungen sind, sich auf die Vermietung des Wohnraums zu fokussieren.

Nur zur Klarstellung: Ich bin durchaus für die Wiederbelebung des Reichshofs.

Geht man aber ohne nachbarschaftsverträgliches Konzept in die Reaktivierung, das Vorhaben scheitern

Hier versucht man ein Objekt zu reaktivieren, welches seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten leer steht und sich bald zu einer Ruine entwickeln dürfte. Sämtliche dem Objekt entsprechenden Genehmigungen inkl. der Parkplatzguthabens dürften erloschen sein.
Ich denke schon, dass das allgemeine kulturelle Angebot einer Stadt, für das entsprechende Örtlichkeiten nötig sind, ein Gemeininteresse ist. Man darf dabei nicht vergessen, dass Kultur (und wie sie auch aussieht) genauso wie Sport, Bildung, Straßen, Bahnanschlüsse etc ein wichtiger Standortfaktor und maßgeblicher Baustein von Lebensqualität ist.
Die Hauseigentümer werden ihre Läden auch nur dann vermieten können, wenn die Innenstadt lebendig ist. Wenn aber alle Aktivitäten von den Anwohnern im Keim erstickt werden - egal, ob Veranstaltungen, Veranstaltungsörtlichkeiten, Kneipen oder sonstiges - wird es auch keine Handel und auch bald kein Leben mehr in der Stadt geben - aber dann zumindest Ruhe für die Anwohner.
Und noch ein Punkt: Im Gegensatz zu Kneipen und Lokalen, wo es um kommerzielle Interessen einiger geht, ist beim Reichshof ein Verein aktiv, der mit wenigen Mitgliedern, großem Enthusiasmus und Engagement sowie keinem kommerziellen Interesse etwas dazu beitragen möchte, dass Bayreuth eine lebendige und lebenswerte Stadt ist - und auch in Zukunft bleibt.
@waalrast: Die von Ihnen angesprochene Positionierung der Kulturbühne Reichshof mit: „Kabarett, Musik, Kleinkunst, Lesungen, Vorträgen, Varieté“ aber ohne Disco und Musik finde ich sehr spannend. Den Vergleich mit dem Neuen Theater in FFM-Höchst auch, welches gerade mal 248 Plätze bietet.

Das Konzept würde sicher in die Bayreuther Kulturlandschaft gut passen, konkurriert aber direkt dann mir Zentrum und Liebesbier (http://www.liebesbier.de/events/) sowohl um Künstler als auch um Publikum. Wo ist dann der USP?
Interessant war es bestimmt als noch die Bundesstraße über den Markt führte und der OmnibusBahnhof nachts der Treffpunkt der Jugebd war. Ich bin froh das ich in meiner Jugend das Crazy Elefant am Markt erleben durfte und die Spätvorstellung im Reichshof heutzutage scheinbar unvollstellbar. Und ich bin in der Stadt aufgewachsen direkt an der Bismarckstrasse da war Lärm pur und keinen hats gestört
@franzensfranz: „Die Hauseigentümer werden ihre Läden auch nur dann vermieten können, wenn die Innenstadt lebendig ist.“ – Diese Aussage ist sicher zum großen Teil richtig.
Schaue ich mir aber die Preise bei der Neuvermietung von Läden an, ist mir klar, dass die Vermietung der Läden in der Priorität hinter der Vermietung der Wohnungen mittlerweile zurücksteht und ein wie auch immer gearteter gastronomischer Betrieb mindert mittlerweile den Wert der Immobilie und die Mietpreise der Wohnungen.

Dass ein kulturelles Angebot im Gemeininteresse ist, sehe ich ja auch unstrittig, ob eine Errichtung der Kulturbühne Reichshof dies aber ist, hängt vom dortigen Angebot ab. Schließt es eine Lücke, oder ist die vermeintliche Lücke besetzt?

Ihren Einwurf, dass sich es bei dem möglichen Betreiber um einen Verein handelt, der kein wirtschaftliches Interesse verfolgt, kann ich weder als Argument für noch gegen die Reaktivierung des Reichshofs sehen. Egal wer dahinter steht, die Kulturbühne Reichshof tritt als neuer Teilnehmer am Markt auf und steht dann im Wettbewerb um Künstler und Publikum. Schon allen daher wird mit gleichem Maß gemessen werden müssen.

Wie schon aufgeführt, mit einem nachbarschaftsverträglichen Konzept kann man aus der Kulturbühne Reichshof ein Erfolgsmodell machen, welches zu einer echten Belebung der Innenstadt führt. Dazu werden aber Investitionen notwendig sein.

Nun stochere ich aber endgültig im Nebel, da ich weder das aktuelle Konzept, noch die Ergüsse des Schallgutachters kenne und halte ein, damit ich keine weiteren Argumente liefere, die ein Zerreden des Vorhabens erleichtern.
Das Reichshof als Kulturbühne mit Charme und Flair wäre eine ganz tolle Sache für BT und ich bin heilfroh, dass sich Leute dafür so reinhängen!

@catweazle:
In die Innenstadt ziehen und dann versuchen, außenrum 'ne tote Zone zu etablieren ist weltfremd und egoistisch. Viele Menschen leben an wesentlich lauteren Orten entlang der Straßen im Stadtgebiet, wer absolute Ruhe sucht, wird am Stadtrand oder Land fündig - aber selbst da ist es ihnen anscheinend ja zu laut und wenn sie Pech haben, wird in der Nähe auch noch geodelt ... ;) Irgendwas ist halt immer ...

Aber eine Kulturbühne ist keine Diskothek, und das Kino war sicher schon früher da als die Grantler ...
@DrJekyll:
Soweit ich die Aussagen von catweazle verstanden habe, geht es ihm darum, dass seine Rechte bei der Reaktivierung des Reichshofs geachtet werden und nicht um die Erschaffung einer „toten Zone“ wie sie schreiben. Hier geht es um eine berechtigte Berücksichtigung von Interessen und deren Ausgleich.

Das Argument übrigens, wer zuerst da war ist völlig irrelevant. Auch der, der zuerst da war, muss sich an den vorgegebenen Rechtrahmen halten, darüber hinaus existiert das Kino schon seit mehr als 15 Jahren nicht mehr.
@Pistor:
... dass rechtliche Vorgaben eingehalten werden müssen ist doch klar. Ich habe die Kommentare von catweazle so verstanden, dass er gegen eine weitere Nutzung des Reichshof ist und gegen die bisherigen Veranstaltungen in der Innenstadt und dass ihn selbst am Land die Kerwas stören würden. Und wenn ich ihn nicht völlig falsch verstanden habe, handelt es sich in meinen Augen um einen Querulanten.
Es gibt viele Gründe für und gegen ein Wohnen in der Innenstadt und jeder muss selbst abwägen, was ihm wichtig ist. Wer strikte Ruhe möchte, sollte lieber an den Stadtrand oder aufs Land ziehen als in die Stadtmitte einer Kultur- und Studentenstadt, um sich dann beim Ordnungsamt zu beschweren ...
@DrJekyll: Wenn die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden, das sind in Beug auf den Lärm die Grenzwerte in Kern-, Dorf- und Mischgebieten tagsüber von 60 dB(A) und von22.00 Uhr bis 6.00 Uhr von 45 dB(A), dann sollte auch catweazle die Grundlage für jeden Anruf beim Ordnungsamt genommen sein. Daher auch mein Hinweis am Anfang zu catweazle, dass die im Artikel genannten Grenzwerte sich sicher für den Lärm innerhalb des Gebäudes sein müssten.

Ich sehe hier für den Verein Event & Festival e.V. momentan als wichtige Aufgabe, die Anrainer von ihrem Wiederbelebnungskonzept mit der Errichtung der Kulturbühne Reichshof zu überzeugen. Gelingt das nicht, kann man sich im Prinzip die Mühe für den Rest sparen.
"Der Reichshof" oder "Das Reichshof-Kino", aber nicht "Das Reichshof"!!!
Welchen Sinn würde folgender Satz machen: "Kinos in Bayreuth waren das Reichshof und das Filmpalast."?
@Pistor:
... dass rechtliche Vorgaben eingehalten werden müssen ist doch klar. Ich habe die Kommentare von catweazle so verstanden, dass er gegen eine weitere Nutzung des Reichshof ist und gegen die bisherigen Veranstaltungen in der Innenstadt und dass ihn selbst am Land die Kerwas stören würden. Das klingt für mich schon etwas nach Querulant ...
Es gibt viele Gründe für und gegen ein Wohnen in der Innenstadt und jeder muss selbst abwägen, was ihm wichtig ist. Wer strikte Ruhe möchte, sollte lieber an den Stadtrand oder aufs Land ziehen als in die Stadtmitte einer Kultur- und Studentenstadt, um sich dann beim Ordnungsamt zu beschweren ...
Ist doch alles bla bla bla. Das Problem ist doch nicht der Reichshof mit seinen Veranstaltungen sondern die Rotzlöffel/innen die nach Veranstaltungen gröhlend und Papierkorb stülpend durch die Stadt gehen. Dieses Problem gehört evtl. durch Polizeipräsenz (ha ha ha) gelöst und schon können auch Grüne wieder dem Schlaf der Gerechten frönen.
Montag, 13. November 2017 - 11:06