Regisseur sucht Kurzfilm-Drehbuch

Ab sofort und bis zum 15. April können Interessierte ihre Ideen für einen Kurzfilm in einer Länge von maximal 25 Minuten in Drehbuchform einreichen. Darin enthalten sein müssen die Handlung, Regieanweisungen und natürlich der Sprechtext der Figuren. Der Film ist auch das Ziel des Wettbewerbs: Das Gewinnerdrehbuch bekommt keinen Geldpreis, sondern soll bis Ende 2018 tatsächlich verfilmt werden. Das ist laut von Hohenberg für einen Künstler ein viel schönerer Preis als eine Geldsumme. Der Film auf Basis dieses Drehbuchs werde dann auf Filmfestivals vorgeführt und später kostenfrei veröffentlicht. Verkündet wird der Gewinner auf der Messe „Faszination Buch“ am 29. und 30. April in der Fichtelgebirgshalle.

An die Einreichung sind jedoch ein paar Bedingungen geknüpft: Zuerst einmal muss das Buch Grundlage einer Realverfilmung sein. Zeichentrick oder Stop-Motion-Sequenzen können leider nicht berücksichtigt werden. Genauso verhält es sich mit animierten Szenen, weil diese in diesem Fall technisch nicht realisierbar sind.

Region sollte mit einbezogen sein

„Schön wäre es, wenn die Region einbezogen wird, sei es die Landschaft, die Geschichte oder das aktuelle Geschehen“, sagt von Hohenberg. Zu guter Letzt muss das Drehbuch korrekt formatiert sein, dafür gibt es im Internet kostenfreie Programme, auf die von Hohenberg auf seiner Internetseite auch verweist.

Ansonsten haben die Kreativen freie Hand, was das Genre betrifft und auch die gespielte Zeit im Film. Die Einsendungen werden ausschließlich per E-Mail angenommen und zwar bei: drehbuch@filmregion.tv.

Teilnehmen dürfen alle, die Ideen haben, egal ob Laien, Filmstudierende oder professionelle Drehbuchautoren, ob von nah oder fern.

Eingereicht werden dürfen nur komplett ausgearbeitete Drehbücher, zusammen mit allen Kontaktdaten zum Autor und Urheber sowie eine Übertragung der kostenfreien Nutzungsrechte am Drehbuch durch die White-Lake-City-Filmproduktion. Diese wird auch die Verfilmung des Gewinner-Buchs übernehmen.

Kreativität der Region soll zum Ausdruck kommen

All das ist nur wegen der Unterstützung sämtlicher Filminstitutionen der Region möglich. Die Filmregion Ostoberfranken ist dabei federführend, flankiert von Filmregion e. V. und Movie Office Filmservice. Dabei sind auch das Landratsamt Wunsiedel und der Förderverein Fichtelgebirge. „Die Kraft und die Kreativität der Region müssen zum Ausdruck kommen, und alle sollen sich zeigen“, sagt Landrat Dr. Karl Döhler.

Für einige mag dieses Angebot ein wenig überraschend kommen. Für Tipps, Probleme und Fragen steht von Hohenberg gerne zur Verfügung, sie können per Mail an ihn gerichtet werden. Und wem die Zeit zu kurz ist, der kann auf der Buchmesse eines der Seminare von Michael von Hohenberg zum Thema „Wie schreibe ich ein Drehbuch?“ besuchen und die nächste Gelegenheit beim Schopf packen.

Diese Art von Wettbewerb sei völlig neu, abgesehen vom Short-Story-Wettbewerb von Heinz Späthling zur Buchmesse. Auch für den Regisseur ist es eine neue Erfahrung. Von Hohenberg sagt, er sei gespannt, welche Geschichten in den Köpfen seiner Heimat lauern und verfilmt werden wollen. Besonders weil Heinz Späthling so gute Erfolge zu verbuchen hat, glaubt von Hohenberg fest daran, dass auch sein Wettbewerb ein Erfolg wird. Ziel der Veranstalter sei es auch, das Fichtelgebirge als Filmregion zu empfehlen. Es sei ein weiteres Puzzleteil zum Thema „Hier geht was“, sagt von Hohenberg.

Zusätzlich werde er den Wettbewerb auch an mehreren Filmhochschulen ausschreiben. Auch damit will der Regisseur mehr Aufmerksamkeit auf das Fichtelgebirge lenken.

Nicht bewertet

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