Reformationsfest: Bäume werden gepflanzt

Pegnitz: Dekan Gerhard Schoenauer freut sich auf den ökumenischen Gottesdienst am Dienstag um 10 Uhr in der St. Bartholomäuskirche. Römisch-katholische, evangelisch-methodistische und evangelisch-lutherische Christen feiern zusammen das Jubiläum der Reformation. Das habe es in den letzten 500 Jahren nicht gegeben. „Was für ein einzigartiges ökumenisches Zeichen und was für eine Freude, dass dies so stattfinden kann“, so Schoenauer.

Eine Winterlinde wird gepflanzt

Im Anschluss an den Gottesdienst ziehen die Gläubigen gemeinsam zum Wiesweiher und pflanzen eine Winterlinde. Jeder darf von zu Hause Erde mitbringen und bei der Pflanzaktion helfen. Auch dies sei ein Zeichen der Verbundenheit. Die Winterlinde kann bis zu 40 Meter hoch und 1000 Jahre alt werden. „Der Baum soll uns und alle, die nach uns kommen, an diesen Tag erinnern, an unsere gemeinsamen Wurzeln. Er soll unter dem Motto wachsen: „Was zusammengehört, muss zusammenwachsen.“ In Pegnitz werde dieser Baum auch in Zukunft ein Ort für ökumenische Treffpunkte sein, kündigt der Dekan an. Mittags fährt ab Pegnitz ein Bus des Dekanats zum Kirchenkreistag in Coburg. Viele haben sich dafür angemeldet. Eine weitere Haltestelle ist in Creußen.

Plech: Auch hier war ursprünglich geplant, den 31. Oktober ökumenisch mit der Kirchengemeinde Neuhaus/Pegnitz zu feiern. Allerdings musste Pfarrer Jan Nikel mit Verweis auf einen familiären Termin (eine Hochzeit in Polen) vor einigen Wochen absagen, bedauert Pfarrer Christoph Weißmann. „Wir gestalten den Gottesdienst nun zwar in Anlehnung an den ökumenischen Gottesdienstvorschlag der evangelischen und katholischen Kirchen – aber leider ohne offizielle ökumenische Beteiligung.“ Das Thema des Gottesdienstes, den der Posaunenchor musikalisch gestaltet, lautet „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“.

Betzenstein und Hüll: Am 31. Oktober werden keine Gottesdienste gefeiert, teilte das Pfarramt mit. Der Familiengottesdienst zum Reformationsfest findet am 5. November um 10 Uhr statt. Es wirken der Posaunenchor, der Gospelchor und die Konfi-Kids mit. Die Kirchengemeinde Bronn plant am 31. Oktober um 9.30 Uhr einen Festgottesdienst, der vom Kirchenchor musikalisch gestaltet wird. Im Anschluss an den Gottesdienst werden die Konfirmanden zur Erinnerung an das Reformationsjubiläum im Kirchhof einen Apfelbaum pflanzen.

Auerbach: Hier ist der Festgottesdienst am Reformationstag der Höhepunkt in einer ganzen Reihe von Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum. „Wir hätten den Gottesdienst gerne ökumenisch gefeiert – das war leider nicht möglich, obwohl es dafür sogar einen Gottesdienstvorschlag der lutherisch/römisch-katholischen Kommission für die Einheit gibt“, berichtete Pfarrer Moritz von Niedner. Da viele Auerbacher Familien die Ökumene seit Jahren schon ganz praktisch leben, ist der Kirchengemeinde der ökumenische Geist gerade in diesem Festgottesdienst besonders wichtig. Evangelische und katholische Christen werden ihn daher gemeinsam gestalten. „Nicht das Trennende soll im Vordergrund stehen, sondern wir wollen gemeinsam das feiern, was uns verbindet: das Evangelium.“ Beim Abendmahl, das nach dem festlichen Gottesdienst gefeiert wird, sind wie immer Christen aller Konfessionen eingeladen. Die musikalische Gestaltung übernehmen Organistin Michaela Neukam, der Kirchenchor und der Posaunenchor. Der Gottesdienst in der Christuskirche beginnt am 31. Oktober um 9.30 Uhr.

Königstein: In der Kirchengemeinde in der nördlichen Oberpfalz beginnen die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum schon am Sonntag, 29. Oktober. Um 14 Uhr treffen sich Interessierte am Marktplatz zu einer Thesenwanderung zu zehn ausgewählten Thesen von Martin Luther. Am Reformationstag selbst feiert Pfarrer Konrad Schornbaum um 8.45 Uhr einen Festgottesdienst in Königstein, und um 10 Uhr einen Festgottesdienst mit Heiligem Abendmahl in Eschenfelden.

Velden: Besondere Musik ist auch in der über tausend Jahre alten Marienkirche (Velden ist ehemalige Urpfarrei)  im Pegnitztal zu hören. Der Festgottesdienst beginnt am 31. Oktober um 9.30 Uhr. Am Nachmittag steht auf dem Parkplatz vor der Kirche das „Bibelmobil“, das jede Menge Informationen und Aktivitäten bietet. Eine Aktion plant der Jugendtreff der Kirchengemeinde, zu der auch die evangelischen Christen aus dem Raum Neuhaus/Pegnitz gehören. Die Jugendlichen freuen sich auf jeden, der einen Hammer betätigen kann.

INFO: Die ebenfalls angefragten Kirchengemeinden in Birk/Seidwitz, Creußen und Lindenhardt haben der Redaktion keine Informationen zukommen lassen.  

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Montag, 13. November 2017 - 11:06