Recycling der Polizei

Die Polizei ist blau geworden und die grünen Uniformen haben ausgedient. Nun kann man überlegen, diese einfach wegzuwerfen. Andrea Lutz mochte sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden. Diese Uniformen gebe es seit den 1970er Jahren und auch Andrea Lutz begleitete das polizeiliche Grün nun schon seit rund 20 Jahren. "Da hängt man schon dran, wenn man etwas 20 Jahre lang angehabt hat." Wegwerfen kam also nicht in Frage.

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Also: Was Hübsches daraus machen. Durch einen Kollegen kam Andrea Lutz mit Pia Kopf in Kontakt. Als Pixelhexe näht sie Kleidung und Gebrauchsgegenstände. Zum Nähen kam sie ihrer vielen Kinder wegen, erzählt sie lachend. Sieben Kinder sind es, die Pia Kopf hat. "Da fällt viel an, was man mit der Nähmaschine verarbeiten kann und muss." Und jetzt näht sie nicht nur für ihre Familie, sondern auch für die Polizei. Aus Hemden werden Kissen, aus Uniformhosen werden Schürzen, aus Hutbändern Schlüsselbänder, aus einer Hemd-Manschette ein Tampon-Etui, aus Regenjacken Turnbeutel.

Die Aktion ist für Polizeibeamte gedacht, verkauft werden können die Stücke - insbesondere, wenn sie das Polizeiabzeichen, ein Hoheitszeichen, tragen - nicht. Außerdem, glaubt Andrea Lutz, würde sich jemand für ein polizeigrünes Hemden-Kissen auch nicht interessieren, ohne einen beruflichen Bezug zur Polizei zu haben. Aber so ein Kissen mit Schulterklappe und Polizeiabzeichen zum Dienstjubiläum des Kollegen - das hat schon 'was...

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