Raphaela Richter ist U-21-Weltmeisterin

Mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen war die Vertreterin des Radon-Magura-Factory-Teams angereist. Lediglich ein Ausfall konnte den Titelgewinn noch verhindern, aber das kann man in diesem Sport nie ausschließen.

Deswegen können solche Voraussetzungen mitunter zu einer verkrampften und somit unsauberen Fahrweise führen. Zunächst hatte es den Anschein, als könnte auch Raphaela Richter davon betroffen sein, denn in der ersten Wertungsprüfung war die Französin Julie Duvert, die den vorangegangenen Lauf in Valberg gewonnen hatte, gleich um sieben Sekunden schneller. Davon zeigte sich die Eckersdorferin aber unbeeindruckt und antwortete mit den Bestzeiten in den übrigen zwei Stages des ersten Tages. In der Summe ging sie bereits mit einem Polster von 25 Sekunden in die Nacht.

Im Gesamtergebnis fast zweieinhalb Minuten Vorsprung

Allerdings musste man für den zweiten Tag mit einem Konter der Französin rechnen. Dafür sprach nicht nur die Erfahrung vor zwei Wochen, als Raphaela Richter nicht mehr hatte zulegen könne, sondern auch der flache Charakter der vier noch ausstehenden Prüfungen. Diesmal ließ das BSB-Talent jedoch gar keine Zweifel aufkommen und markierte gleich zwei Bestzeiten, die zugleich die neuntschnellste Zeit im Elitefeld bedeuteten. Nach zwei weiteren Bestzeiten in den abschließenden Stages hatte sich ihr Vorsprung nach 49:02,49 Minuten auf fast zweieinhalb Minuten summiert.

Auch in der Gesamtwertung fiel die Entscheidung über den U-21-Titel somit eindeutig aus, zumal die zweitplatzierte Britin Martha Gill beim Finale nicht über den fünften Platz hinaus kam. Raphaela Richter gewann mit 1100 Punkten (je 300 für die Tagessiege, 250 für die zweiten Plätze) vor Gill (840) und Duvert (770).

5 (4 Stimmen)

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