Raphaela Richter fährt sechsmal Bestzeit

Das galt nicht nur für die Größe des Teilnehmerfeldes, in dem von den 380 vorangemeldeten Fahrern schließlich insgesamt über 300 in den acht Wertungsklassen an den Start gingen. Nach zahlreicher als sonst waren auch die Komplimente für die Organisatoren: „Danke, war geil“, fasste die Überschrift des Berichts auf der Internetseite enduro-one.com die Eindrücke zusammen. Rennleiter Chris Decher sowie Streckenchef und Abteilungsleiter Peter Genser gaben die Anerkennung weiter an die mehr als 100 freiwilligen Helfer, die überwiegend gar nicht dem Verein oder auch nur dem Ort angehörten: „Ohne deren Engagement wäre die Ausrichtung einer so großen Veranstaltung nicht denkbar gewesen“, betont Genser.

Deutsche Meister an der Spitze

Sportlich wurden die Favoriten den Erwartungen gerecht. Sowohl bei den Damen, als auch in der Pro-Klasse der Herren siegten die erst vor drei Wochen gekürten Deutschen Meister im Mountainbike-Enduro. Am deutlichsten dominierte Raphaela Richter von der Bikesportbühne Bayreuth (Radon Magura Factory), die in sämtlichen sechs Wertungsprüfungen die besten Zeiten vorweisen konnte. In der Summe hatte sie in 9:57,63 Minuten schließlich einen klaren Vorsprung von 1:07,47 vor der Gesamtführenden der Enduro-One-Serie, Tanja Naber (Haibike Enduro Crew).

Nicht so eindeutig beherrschte der Deutsche Meister Christian Textor (Team Bulls Gravity) die Konkurrenz in der Pro-Klasse. Fünfmal war er zwar der Schnellste, aber auch Stage drei belegte er nur den fünften Platz Mit der Gesamtzeit von 8:38,40 lag Textor daher nur knapp 20 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Andre Kleindienst (Bergamont Hayes Factory Team), der die Gesamtwertung anführt. Dahinter folgte mit einem Abstand von lediglich 2,46 Sekunden als Dritter bereits Bastian Richter (BSB / 29er Racing Team), der damit das beste Ergebnis seiner drei Auftritte in der Serie erreichte und in der Gesamtwertung trotz eines weniger absolvierten Rennens Fünfter ist. Die Plätze sechs für Marco Holzschuher und acht für dessen jüngeren Bruder Timo rundeten das gute Ergebnis der BSB Bayreuth ab.

Knappstes Ergebnis: 0,59 Sekunden Abstand

Die knappste Entscheidung im Rennen über Steinfelder, Wurzel- und Steilpassagen bis hin zum imposanten Sprung am Zielhang gab es in der Klasse Super Senior: Sieger Harald Krebs (ohne Verein) trennten ganze 0,59 Sekunden vor Carsten Geck (KSV Baunatal). Beide haben nun je zwei erste und zwei zweite Plätze auf dem Konto und liegen an der Spitze der Gesamtwertung mit je 110 Punkten gleichauf.

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