Radweg im Ahorntal geplant


Die Planungen laufen schon seit etwa zwei Jahren, berichtete Hofmann. Die Umsetzung sei sehr schwierig, weil viele Aspekte in der Talaue zu berücksichtigen sind. Beim Verlauf des Weges sprechen beispielsweise der Naturschutz, das Wasserwirtschafts- und das Straßenbauamt ein gewichtiges Wörtchen mit, weil zahlreiche FFH-Flächen und Natura-2000-Bereiche betroffen sind. „Wir haben es hier mit sehr sensiblen Bereichen zu tun. Deshalb müssen wir jeden Schritt mit den sogenannten Trägern öffentlicher Belange abstimmen“, so der Bürgermeister.
Von Kirchahorn bis zur Ludwigshöhle existiert seit einigen Jahren ein befestigter Flurbereinigungsweg, den auch Radfahrer nutzen können. Dieser bleibt bestehen. Der darauf folgende Abschnitt bis Oberailsfeld soll allerdings asphaltiert werden. Unterhalb der Klaussteinkapelle wird künftig der Ailsbach überquert. Dann soll der Weg an der Böschung der Staatsstraße verlaufen. Unterhalb der Burg Rabenstein gibt es eine Engstelle bei einem überhängenden Felsen, auch im weiteren Verlauf wird nicht alles problemlos zu lösen sein. Südlich der Burg wird der Weg wohl in die Talaue verlegt werden müssen, so Hofmann weiter. Beim Parkplatz unterhalb des Rennerfelsens muss dann wohl oder über die Straße überquert werden. „Solche Passagen versucht das Staatliche Bauamt zu verhindern“, weiß der Bürgermeister, „aber in diesem Bereich gibt es keine andere Möglichkeit“. Dann weitet sich das Tal. Der Trassenverlauf rechts der Straße bereitet dort keine größeren Schwierigkeiten mehr. „Interessant“ wird es wieder in Oberailsfeld. Hier existieren vier Varianten, wie man von der Talaue in den Ort kommt. Drei davon sind mit neuen Brückenbauten verbunden, was die Kosten nach oben schnellen lassen würde. Wenn man beispielsweise die alte Straße in einen Radweg integrieren müsste, würden kurz vor Oberailsfeld zwei weitere Querungen der Staatsstraße notwendig werden. Deshalb favorisieren der Bürgermeister und das Staatliche Bauamt den Bau des Radweges an der bestehenden Flussbrücke. Von dort würden Radfahrer problemlos nach rechts in die Dorfstraße einbiegen können. Die Kosten für den gesamten Radweg und diese Variante werden auf etwa 250.000 Euro geschätzt. Weil die Brücke bei Oberailsfeld mittlerweile auch sanierungsbedürftig ist, würde sich das Straßenbauamt wohl finanziell mit einem hohen Anteil beteiligen. Die staatliche Förderquote liegt nach Aussage von Hofmann bei 80 Prozent. Der Bürgermeister rechnet zurzeit mit einem Eigenanteil von etwa 30.000 Euro für den die Gemeinde aufkommen müsste. Er will am Donnerstagabend das Plenum um grünes Licht für diese Variante bitten, damit weiter geplant werden kann. Hofmann wagte noch keine Aussage darüber, wann mit dem Baubeginn gerechnet werden könnte.

Nicht bewertet

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