Radweg bis Ende 2018 fertig

Ein Zug ist hier schon seit 25 Jahren nicht mehr gefahren. Und die Schienen liegen auch schon einige Jahre nicht mehr. Aber bis man hier mit dem Rad fahren kann, sind noch einige offene Fragen zu klären. Klar ist: Den Radweg zahlt der Freistaat. Unklar ist, wie viel der Bau kosten wird. „Die Gesamtkosten für die rund fünf Kilometer lange Strecke werden wesentlich davon bestimmt, inwieweit die vorhandenen alten Bahnbrücken verwendet werden können. Dies wird derzeit untersucht“, so Kurt Schnabel, Leiter des Staatlichen Baumamt Bayreuth. Die Fäden für das Projekt laufen zwar im Landratsamt Bayreuth zusammen. Aber die wichtigste Rolle spielt das Staatliche Bauamt. Es wird den Radweg bauen. Und dafür auch die Trasse vom bisherigen Eigentümer DRE kaufen. „Die Verhandlungen werden vom Landkreis Bayreuth geführt und stehen kurz vor dem Abschluss. Angaben über Kaufpreis können daher erst nach Abschluss des notwendigen Notarvertrages gemacht werden“, so Amtsleiter Kurt Schnabel.

Strecke wird entwidmet

Parallel dazu läuft die Entwidmung beziehungsweise Freistellung der einstigen Bahnstrecke. Die läuft über die Regierung von Mittelfranken. Die DRE hatte den entsprechenden Antrag im März gestellt. „Die Regierung von Mittelfranken wird die erforderliche öffentliche Bekanntmachung des Freistellungsantrages der Deutschen Regionaleisenbahn im elektronischen Bundesanzeiger zeitnah veranlassen, sobald noch fehlende Antragsunterlagen bei der Regierung eingegangen sind“, so Benjamin Zahn, stellvertretender Pressesprecher. Dann können andere Eisenbahnverkehrsunternehmen und der Träger der Regional- und Landesplanung Stellung zu dem Freistellungsantrag nehmen. „Die Freistellung kann dann voraussichtlich bis Jahresendeerfolgen, falls sich aus dem Anhörungsverfahren keine Hinderungsgründe ergeben“, so Zahn zu den nötigen Formalien.

Damit der neue Radweg nicht im Nirgendwo anfängt und endet, haben die beiden Gemeinden auch ihren Vorstellungen für Anschlussverbindungen eingebracht.

„Der den Markt Weidenberg betreffenden Aufgabenbereich liegt zwischen Weidenberg und Sophienthal“, so Bürgermeister Hans Wittauer auf Nachfrage: „Wir sind bereits sehr weit fortgeschritten. Die an der Trasse liegenden Grundstückseigentümer, welche eventuell geringe Flächen abtreten müssten, haben bereits Zustimmung signalisiert, so dass nach erstellter Planung, welche über das Staatliche Bauamt läuft, die Verträge unterzeichnet werden können. Das Staatliche Bauamt ist nach meinem Wissensstand bereits mit der Planung befasst.Wir haben für unseren Bereich die Hausaufgaben bis dato gemacht.“

Konkrete Vorschläge

Warmensteinach hat eine eigene Präsentation vorgelegt über die „Zubringer- und Verteilerfunktion der Gemeinde“ im Radwegenetz. Grundannahme dabei: „Die vorhandenen Radrouten BT30 und 31 ermöglichen beeindruckende Blicke in die Fichtelgebirgslandschaft, sind jedoch auf Grund der Oberfläche (Forststraßen) und der Steigungsverhältnisse nur für geübte Radler geeignet.“

Doch es gibt bereits konkrete Vorschläge, wie Verbindungen zum Radwegnetz im hohen Fichtelgebirge aussehen könnten – etwa durch das Löchleinstal und über das Moorbad nach Fleckl. Und am Eisenberg vorbei durchs Mausbachtal Richtung Neugrün.

In die Auswahl dieser Routen ist auch der Forstbetrieb Fichtelberg eingebunden. Die genauen Routen stünden noch nicht fest, so dessen Leiter Winfried Pfahler, „aber wird sich im Wesentlichen im Wald- und Forstwege handeln. Was dann daran noch baulich gemacht werden muss, wird man sehen“.

 

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