Qualvoller Tod für eine Uhr und Zigaretten

Die 19 bis 24 Jahre alten Beschuldigten sitzen nicht zum ersten Mal auf der Anklagebank. Ihre Verurteilung wegen Raubes mit Todesfolge hatte der Bundesgerichtshof aufgehoben. Zwar sollen die Angeklagten nicht geplant haben, den alten Mann umzubringen.

Indem sie den gefesselten Schwerverletzten hilflos seinem Schicksal überließen und keinen Rettungswagen riefen, hätten sie aber möglicherweise doch einen Mord begangen, damit ihr Raubüberfall nicht ans Licht kommt.

Im ersten Prozess waren die vier Männer und eine Frau im Alter von 19 bis 24 zu Strafen zwischen sechseinhalb und zehn Jahren verurteilt worden. Anklage und Verteidigung hatten Revision eingelegt.

Die Staatsanwältin hatte im ersten Prozess eine Verurteilung wegen Raubmordes beantragt. Die Tat sei „absolut skrupellos und brutal“ gewesen. Der 81-Jährige sei mit Fausthieben, Tritten und einem Elektroschocker malträtiert worden.

Die Beschuldigten hätten mit einem prall gefüllten Tresor gerechnet und den Rentner misshandelt, damit er das Versteck seines Tresorschlüssels verrät. Tatsächlich soll der Panzerschrank nichts Wertvolles enthalten haben - laut Anklage starb der Rentner für eine Armbanduhr und Zigaretten.

dpa

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Montag, 13. November 2017 - 11:06