Proteste gegen Pläne aus München

Eine Nachricht aus München versetzte weite Teile Oberfrankens damals in Aufruhr: Die Bayerische Staatsforstverwaltung überlegte, die Oberforstdirektion Oberfranken von Bayreuth nach Nürnberg zu verlegen.

Wie der „Nordbayerische Kurier“ berichtete, reagierten gleich mehrere Behörden in der Region mit Protest. Die Bayreuther Stadtverwaltung fasste eine umfangreiche Denkschrift mit Argumenten gegen die Verlegung der Oberforstdirektion zusammen.

Die CSU-Kreisverbände Bayreuth-Stadt und Bayreuth-Land reagierten mit einer außerordentlichen Sitzung, in der sie gegen die Pläne aus München protestierten. Auch die Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags wollten sich dafür einsetzen, dass die Behörde in Bayreuth blieb.

Sie waren gerade erst von einer Informationsfahrt durch Oberfranken in die Landeshauptstadt zurückgekehrt und hatten erkannt, dass Bayreuth für diese Behörde eine hervorragend zentrale Lage hatte. Die Oberforstdirektion Oberfranken befindet sich tatsächlich auch heute noch in Bayreuth.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier von einer abenteuerlustigen Vierjährigen. Das Mädchen aus dem Stadtteil Birken war beim Spielen plötzlich verschwunden.

Die besorgten Eltern informierten die Polizei. Die Beamten leiteten eine umfassende Suche ein. Sogar ein Lautsprecherwagen kam zum Einsatz, mit dem die Polizisten die Straßen abfuhren und die Bevölkerung um Mithilfe baten – ergebnislos.

Knapp vier Stunden später traf ein Polizeibeamter das Mädchen dann eher zufällig auf dem Gelände des Volksfestes an. Die Vierjährige hatte den Weg dorthin offenbar ganz alleine gefunden.

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