Prellmühler Lebenszeichen im Abstiegskampf

Dementsprechend euphorisch war der Prellmühler Übungsleiter nach der Partie: „Was meine Jungs heute gezeigt haben, war absolut überragend. Von A bis Z eine Topleistung. Das Schöne war, dass wir nicht nur gekämpft und gebolzt haben, sondern auch richtig gut gespielt.“ So sei der Sieg, der noch höher hätte ausfallen können, nie in Gefahr geraten, ergänzte der Coach.

Das Spiel begann mit zehnminütiger Verspätung. Die Gäste trudelten nach einem Stau auf der A9 erst knapp eine halbe Stunde vor Spielbeginn ein. Die hektische Anreise tat dem Spiel der Bayreuther aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Von Beginn an war der FSV die agilere Mannschaft. Über Koßmann und Hannemann spielten die Gäste gefällig nach Vorne. So fiel die Bayreuther Führung nach zwanzig Minuten nicht unverdient. Angerer stand am Ende einer Bayreuther Ballstafette und blieb frei vor Schall eiskalt.

Kurz später hatte Röthlingshöfer sogar die Chance zum 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Schall. So wie das Selbstvertrauen beim FSV stieg, nahm das der SpVgg in gleichem Maße ab. Kaum ein Ball fand bei der Schödel-Elf den Mitspieler. Nach einer Tiefschlafphase in der Selbitzer Defensive erhöhte Kellner noch vor der Pause auf 2:0, dem Angerer beinahe den dritten Treffer hätte folgen lassen, aber an Schall scheiterte.

Zur Halbzeit wechselte Henrik Schödel aus. Brachte im Mittelfeld mit Wich für Schmidt frisches Personal. Und der Selbitzer Youngster hatte auch gleich die erste Chance im zweiten Durchgang. Sein leicht abgefälschter Freistoß wischte ganz knapp über den Querbalken. Das sollte es für längere Zeit aber auch gewesen sein. Das Selbitzer Spiel war zerfahren und von einfachen Ballverlusten geprägt. Erst in der 70. Spielminute prüfte Gezer FSV-Torwart Petrovic, der auf dem Posten war. In der Schlussphase versuchten die Hausherren noch einmal alles. Im vierten Spiel binnen zehn Tagen fehlte den Frankenwäldlern aber die Frische, um dem Spiel noch einen Wende zu geben. Bayreuth spielte die Führung souverän nach Hause.

SpVgg Selbitz: Schall – Schuberth, Damrot, Schmidt (46. Wich), Caliskan (61. Hager), Gezer, Pohl, Lang, Strootmann, Schödel, Findeiß (54. Edelmann).

FSV Bayreuth: Petrovic – Röthlingshöfer, Elsner, Hannemann, Menzel (78. Hahn), Koßmann, Kellner, Schmidt-Hofmann, Schwarzer, Angerer, Ziegler (89. Scheich).

SR: Hofmann (Heroldsbach),

Zuschauer: 220.

Tore: 0:1 Angerer (20.), 0:2 Kellner (38.).

Nicht bewertet

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