Powerfrau und Mutmacherin

Laura Höhmann hat keine Pausen. Vielleicht muss man eher sagen, Laura Höhmann gönnt sich keine Pause. Sie macht nicht nur täglich Kraft- und Ausdauer-Training, sondern studiert mit 23 Jahren auch im Master Betriebswirtschaftslehre. Sie steht „sehr früh“ auf und liebt es, schon mittags sagen zu können, „etwas geschafft“ zu haben. Ihr Leben besteht aus Tempo, Leistung und Drill. Denn ihr Motto scheint zu sein: Arbeite an dir, quäle sich, gib Gas, iss gesund.

 

Blog entstand während eines Praktikums

Während eines Praktikums im Mai vergangenen Jahres im Bereich Tourismusmanagement war sie für die sozialen Medien des Unternehmens verantwortlich und hat gemerkt, dass ihr die Arbeit Spaß macht. Und so entstand die Idee ihres Blogs. Zunächst nur auf Instagram, später auch auf ihrer eigenen Website erzählte sie von ihrem Leben. „Helloseptemberxoxo“ heißt der Blog deshalb, weil die 23-Jährige im September geboren wurde und „xoxo musste ich leider dran hängen, weil es die Domain so schon gab“. Bis heute wissen ihre Eltern nicht genau, worum es auf dem Blog geht. Aber ihre Schwester ist ihr größter Fan. „Sie sagt mir immer, wie toll sie den Blog findet“, sagt Höhmann. Sie freue sich über die Anerkennung.

Viele Ideen für ihre Blogbeiträge über Ernährung, Sport und aktuelle Trends entstehen durch Diskussionen mit ihren engsten Freunden. „Wir reden viel über solche Themen“, sagt sie. Es ist ihr wichtig, dass ihre Leser – zumeist junge Frauen zwischen 20 und 30 Jahren – lernen, sich selbst zu lieben und eine positive Lebenseinstellung zu haben. „Bleibt so, wie ihr seid“, schreibt sie häufig.

 

"Ja, ich war magersüchtig"

Im Februar gestand sie auf ihrem Blog: „Ja, ich war magersüchtig.“ Alles fing mit einer Freundin an, die wegen Magersucht in ein Klinikum eingewiesen wurde. Sie selbst kann zu dem Zeitpunkt nicht nachvollziehen, wie jemand freiwillig auf Essen verzichtet. Und sich so offensichtlich selbst Schaden zufügt. Doch unbemerkt beginnt sie, Mahlzeiten und Süßes wegzulassen. Erst verzichtet sie auf Kekse. Dann lässt sie Hauptmahlzeiten aus. Später beginnt sie, akribisch darüber Buch zu führen, was sie wann gegessen hat. Oft war es nicht mehr als zwei Äpfel am Tag, Toastbrot, Cornflakes. Ihre Eltern – beide berufstätig – merkten das erst, als sie immer dünner wurde, denn sie machte extrem viel Sport. Erst als ihre Eltern drohten, sie in eine Klinik einzuweisen, merkte Höhmann, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung und das richtige Maß beim Training sind.

Ambitionierte Sportlerin

Sport spielt im Leben der jungen Blondine mit dem ansteckenden Lachen auch weiterhin eine große Rolle: Früher hatte sie ein eigenes Pferd, doch mit dem Umzug nach Bayreuth musste sie sich eine neue Sportart suchen. „Ich laufe unglaublich gerne und trainiere auf den nächsten Halbmarathon.“ Zunächst schaffte sie nur 2,3 Kilometer am Stück, denn „damals war die Kondition noch nicht so gut“. Nun geht sie sechs Mal pro Woche ins Fitnessstudio oder joggt auf dem alten Landesgartenschau-Gelände, am Röhrensee oder im Studentenwald. Nach dem Training wichtig: Ihre Blackroll, ein Gerät zur Selbstmassage, und Magnesium. „Es kann auch alles Einbildung sein, aber das hilft mir gut gegen Muskelkater.“

Höhmann ist eine junge Frau mit vielen Widersprüchen: Sie arbeitet sehr streng an sich, wirkt immer so, als würde sie hinter ihren eigenen Erwartungen herhinken. Und dennoch ist die Hauptbotschaft ihres Blogs: Selbstliebe.

Nicht bewertet

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Kommentare

Da scheint danebengegriffen worden zu sein.
Das sagt die junge Gesprächspartnerin zum obigen Artikel:

Liebster Kurier,

für diesen Artikel hätten wir uns nicht treffen müssen.
Schließlich bezieht der Großteil sich ja doch nicht auf das Interview.

Ich werde mich in keinster Weise davon beirren oder gar verunsichern lassen und gehe weiter positiv durchs Leben.

Gelernt habe ich für mich:
„Die Zusammenarbeit mit der Presse reicht mir fürs Erste!"

Ja, vielleicht stört sich die junge Vorzeigedame am allerletzten Absatz, der offensichtlich die Meinung der Redakteurin aussagt.
Aber als junger Mensch, der sich in der Öffentlichkeit so präsentiert hat sie ja noch die Chance, mit Kritik umgehen zu lernen.
Solche Kommentare kommen zustande, wenn man Selbstliebe nicht von Egoismus unterscheiden kann.
Ich bezog mich auf die Reaktion der jungen Frau:
"Gelernt habe ich für mich: „Die Zusammenarbeit mit der Presse reicht mir fürs Erste!"
Nachdem ich jetzt auch auf ihrer Seite war, nehme ich meinen Kommentar zurück.
Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, dass die junge Frau der Redakteurin genau so rüberkam wie im Artikel beschrieben.
Dass ein interviewbasierter Bericht auch die Meinung des Redakteurs und damit auch kritische Passagen beinhalten kann, muss die Dame halt noch lernen.
So ist es.
Kann jemand den Bericht von Frau Höhmann "rüberladen". BIn nicht in Facebook und dergleichen. Kann ihn deshalb nicht einsehen. BITTE!
Helloseptemberxoxo googeln
@ DANKE!!!
meinte natürlich @ grossvater

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