Pottensteiner Salz ist jetzt rostfrei

Die Maßnahme habe etwas mit dem Spargedanken zu tun, damit, Steuergelder und damit das Geld der Bürger mit Bedacht auszugeben, so Eckert. Daher der Entschluss der Kommune, zu handeln, solange sich noch handeln lässt. Ein neuer Silo inklusive der Entsorgung des Altmaterials dürfte mit rund 40.000 Euro pro Silo zu Buche schlagen. Macht bei zwei Silos schlappe 80 000 Euro. Im Vergleich dazu ist die aktuell laufende Sanierung geradezu ein Pappenstiel, kostet sie doch maximal 20.000 Euro.

Ganz schön bejahrt

Die beiden Silos haben Rost angesetzt. Kein Wunder, haben sie doch schon einige Jahre auf dem Buckel. Eckert: „Der eine stammt aus dem Jahr 1980, der andere ist von 1996, den haben wir 2004 vom staatlichen Bauamt erworben, er war vorher in Fichtelberg stationiert.“ Witterungseinflüsse, die UV-Strahlung und natürlich das Salz selbst haben den Behältern zugesetzt.

Rost auch an den Rohren

Und nicht nur ihnen. Bei der Begutachtung fiel auf, dass auch das Einblasrohr, über das das Salz in den Silo „gepustet“ wird, und die Rohre, die den Überdruck ableiten, stark in Mitleidenschaft gezogen sind. Sie wurden nun ausgetauscht.

Neues "Kleid" für den Behälter

Nicht jedoch die Silos selbst, sie erhalten lediglich ein neues „Kleid“. Dort, wo es notwenig ist. Darum kümmert sich Hubert Scheidig, Geschäftsführer der KTU-Handelsgesellschaft aus Kupferberg, mit seinen Mitarbeitern. „Ein Silo mit einer reinen Stahlwand bringt nichts“, sagt er. Weil der schnell korrodiert, also rostet.

Glasfaser besser als Stahl

Wesentlich beständiger ist dagegen eine Beschichtung aus Glasfaserkunststoff, getränkt mit Härter, Leim und Paraffin. Schicht um Schicht wird da aufgetragen, bei einem neuen Behälter „sind das sicher 50 bis 60“.

Das reicht jetzt für viele Jahre

Die Grundierung an den beiden Silos in Pottenstein ist bereits aufgebracht, jetzt geht es langsam ins Finale. Dann erfüllen die Silos wieder für viele Jahre ihren Zweck, ist Scheidig überzeugt. Übrigens: Die aus verzinktem Stahl bestehende Trägerkonstruktion für die Silos ist noch so weit in Ordnung, „die hält noch 15 Jahre“, sagt Scheidig.

Etwa 200 Tonnen Salz pro Winter

Der Winter kann also kommen. Zumal die Silos schon mit Salz bestückt sind. 50 Kubikmeter fasst der eine, 40 der andere. Das entspricht dem Inhalt von vier Silozügen, die das Salz anliefern. „Je nachdem, wie der Winter ausfällt, reicht das in der Regel für ein Drittel der kalten Jahreszeit“, so Bauhofleiter Eckert. Alles in allem braucht die Stadt pro Winter im Schnitt zwischen 180 und 200 Tonnen Salz.

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Montag, 13. November 2017 - 11:06