Plus acht Prozent bei Wahlbeteiligung

Die Bayreuther strömen zur Wahl. Seit dem frühen Morgen, als die Wahllokale geöffnet haben, ist der Zustrom groß. "Das Wetter scheint die Leute einzuladen, nach draußen zu gehen", sagt Armin Ambros am Sonntagnachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung. Das bedeutet - im Vergleich zu anderen Wahlen in den Vorjahren, bei denen die Wahlbeteiligung deutlich geringer war - fast Akkordarbeit für die rund 2000 Wahlhelfer, die in den 71 Wahlbezirken im Einsatz sind. Und das trotz einer Zahl von fast 16.000 Menschen, die in Bayreuth Briefwahl beantragt hatten.

Bereits am Morgen waren fünf Prozent mehr an den Urnen als 2013

Bereits am Morgen zeichnete sich ab, dass die Wahlbeteiligung hoch sein wird, sagt Ambros: "Wir haben um 10.30 Uhr stichprobenartig die Wahlbeteiligung bei 16 der 71 Wahllokale abgefragt." Das Ergebnis: 9,81 Prozent der Wahlberechtigten hatten bis zu dem Zeitpunkt ihre beiden Kreuzchen schon gemacht. "2013 hatten wir zu dem Zeitpunkt 8,7 Prozent Wahlbeteiligung", sagt Ambros. Klingt nach wenig, ist aber eine hohe Beteiligung, weil die Briefwahl mit dazu gerechnet werden muss: "Damit lagen wir um 10.30 Uhr bei einer Wahlbeteiligung von 38,59 Prozent - und hatten zu dem Zeitpunkt eine um rund fünf Prozent höhere Wahlbeteiligung als 2013."

Aktuell sind es acht Prozent mehr

Die Abfrage, die um 15.45 Uhr gemacht wurde, brachte noch einmal eine Steigerung, sagt der Leiter des Wahlamtes: "Wir sind aktuell bei 67,67 Prozent", sagt Ambros auf Anfrage unserer Zeitung. Nimmt man allein die Urnen-Wähler, liegt die Wahlbeteiligung in den 16 Wahlbezirken, die zur Stichprobe ausgewählt worden waren, bei 38,89 Prozent. "Zusammengenommen liegen wir etwa acht Prozent über der letzten Bundestagswahl, damals hatten wir 59,38 Prozent." Er gehe davon aus, sagt Ambros, dass sich das Bild in den 16 Wahllokalen"auch auf die anderen Wahllokale übertragen lässt". In den kommenden beiden Stunden könnte die Wahl noch einmal Fahrt aufnehmen: "Da tut sich sicher noch was. Wir haben auch mehr Anfragen hier im Wahlamt als sonst - von Leuten, die sich erkundigen, die nachfragen, weil sie ihre Wahlbenachrichtigung verloren haben oder andere Fragen haben." Ein insgesamt erfreulicher Trend, "Schließlich hat die Wahlbeteiligung bei den vergangenen Wahlen immer eher abgenommen", sagt Ambros.

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