Platz für Kinder in der neuen Krippe

Aus Statikgründen hat man sich für eine Holzbauweise entschieden, erklärt Architkekt Bernd Detsch vom Architekturbüro Holzmüller und Detsch. "Nochmal aufstocken geht jetzt aber nicht mehr", sagt er, das würde das unterste Gebäude nicht tragen.

Material hat sich gestapelt

Eng mit der Zeit wurde es, weil es Lieferschwierigkeiten bei den Holzelementen gab. Um das wieder auszugleichen, mussten jetzt manchmal mehrere Firmen gleichzeitig in der Krippe arbeiten. "Im Außenbereich hat sich deshalb das Material teilweise gestapelt", hat Bürgermeister Martin Dannhäußer - die Stadt ist Bauträger des Projekts - beobachtet. Wegen der gegenwärtigen Auftragslage - es gab nur wenige Angebote auf die Ausschreibungen - wird der Neubau etwa zehn Prozent teurer als ursprünglich geplant. "Etwa 530000 Euro werden es werden inklusive der Ingenieurskosten, die aber nicht förderfähig sind", sagt Dannhäußer.

Vergangene Woche wurde der Estrich aufgebracht und die Wand- und Dachverkleidung installiert, sagt Detsch. Nun wird der Estrich einmal aufgeheizt und anschließend der Bodenbelag verlegt. In den Sanitärbereich kommen Fliesen, ansonsten wird Parkett verlegt. "Die Gruppenräume sind Krabbel- und Barfußbereich, da ist das ideal", so der Architekt. Überhaupt wird im Innenbereich Wert auf sogenannte "warme Elemente" gelegt und so bleiben einige Wände der Holzkonstruktion als Sichtholz bestehen. Andere werden in Trockenbauweise verkleidet. Sicherheitshalber hat Detsch an den Holzwänden Hinweisschilder befestigt, damit die Bauarbeiter dort keine Notizen hinterlassen. "Auf einer anderen Baustelle ist mir das passiert, da stand auf einmal mit schwarzem Edding etwas am Sichtholz", sagt er.

Speisenaufzug wird installiert

Bis Anfang Dezember soll der Innenausbau fertig sein und dann kommt die Möblierung: Tische, Stühle, Betten, Garderobe und der Speisenaufzug werden noch installiert. Im Außenbereich soll noch der Grund- und Oberputz aufgebracht werden. Die Außenanlagen werden im nächsten Jahr gemacht.

"Bis April wird die Krippe voll sein", sagt Dannhäußer. Sie ist auf zwölf Plätze ausgerichtet. Anfang Januar kommen die ersten Kinder, nach und nach die nächsten, nicht alle auf einmal. Mit dieser Gruppe ist der Bedarf an Krippenplätzen in Creußen zu rund 70 Prozent gedeckt, sagt er. Dann gibt es im katholischen und im evangelischen Kindergarten Rosental insgesamt vier Krippengruppen. Kindergartengruppen werden in Creußen sechs, Hortgruppen drei geboten.

Nicht bewertet

Anzeige

Montag, 13. November 2017 - 11:06