Planungsfehler: Gericht stoppt Windpark

Im April 2015 erlaubte das Landratsamt Bayreuth den Bau auf Eckersdorfer Gebiet. Seit November 2014 gilt in Bayern die sogenannte 10-H-Regel. Demnach muss der Abstand eines Windrads von Wohnungen mindestens zehn Mal so weit sein, wie die Anlage hoch ist. Bei dem 199 Meter hohen Windrädern im Windpark Vogelherd wären das 1999 Meter. Alle Windräder, die nicht bis November 2014 genehmigt waren, müssen diese neue Abstandsregelung berücksichtigen. Andrea Balzer wohnt im Thurnauer Ortsteil Lochau. Sie sagt, nur 800 Meter von ihrem Haus entfernt, entstehe eines der insgesamt acht Windräder. Das Landratsamt Bayreuth hält dagegen: Der Antrag zum Bau wurde bereits 2013 gestellt und man habe schon vor Inkrafttreten der 10-H-Regel einen Vorbescheid erteilt. Balzers Rechtsanwalt Stefan Kollerer bestätigt: „Die Windräder bei Eckersdorf könnten die 10-H-Regel umgehen, die zwei Anlagen bei Thurnau aber nicht.“

Anwohnerin aus Lochau klagt

Balzer hat geklagt. Vor dem Verwaltungsgericht in Bayreuth hat sie verloren. Am 8. Februar läuft der Berufungsprozess vor dem bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München. Wo die 10-H-Regel gilt, ist nicht die einzige Streitfrage, die das Gericht klären will. Es geht auch um die Frage, ob das Landratsamt Bayreuth bei der Genehmigung der Windräder nicht ein Auge zuviel zugedrückt hat. Schon vor dem Prozess verhängt das Gericht einen Baustopp. zur Begründung heißt es: „Es spricht vieles dafür, dass die angefochtene immissionsschutzrechtliche Genehmigung vom 22. April 2015 rechtswidrig sein dürfte.“ Die Prüfung der Umweltbelastung genüge den gesetzlichen Anforderungen nicht.

Keine schützenswerten Tierarten

Warum nicht? Der Eckersdorfer Gemeinderat Matthias Schaub (FWG), der sich im Gemeinderat von Anfang an gegen den Windpark ausgesprochen hat, beschreibt es so: Ein Umweltgutachten des Investors Primus Energie mit Sitz in Regensburg habe keine schützenswerten Tierarten festgestellt. Daraufhin habe ein hinzugezogener Experte die Messmethoden in Frage gestellt. Manche Vogel- und Fledermausarten seien nicht bemerkt worden, weil das Gebiet zu kurz beobachtet worden sei.

Nachgebessert statt verworfen

Weil sowohl Investor als auch Landratsamt daraufhin um die Aussagekraft des Gutachtens gebangt hätten, habe man nachgebessert, sagt Schaub. Anstatt ein neues zu erstellen. Ein Verfahrensfehler, findet Schaub, den offenbar auch der bayerische Verwaltungsgerichtshof sieht. Rechtsanwalt Kollerer sagt: „Man hatte es eben eilig. Sei es wegen der 10-H-Regel oder der Einspeisevergütung.“

Gemeinde äußert immer wieder Bedenken

Eckersdorfs Bürgermeisterin Sybille Pichl (FWG) blickt gespannt auf das Urteil. Der Gemeinderat habe schließlich immer wieder seine Bedenken, was den Naturschutz betrifft, geäußert. Unter anderem hatte man zum Schutz der Fledermäuse geschrieben: „Alleine in Neustädtlein sind durchschnittlich 700 bis 800 Wochenstubentiere anwesend. Daher ist im Rahmen der naturschutzrechtlichen Prüfung der Windräder auf jeden Fall eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchzuführen.“

"Die Firma hat uns ausgebootet"

Auf den Investor ist man in Eckersdorf aber nicht nur sauer, weil Primus diese Warnung nicht ernst genommen habe. Pichl sagt auch: „Die Firma hat uns rüde ausgebootet.“ Entgegen vieler Lippenbekenntnisse habe der Investor nie die Absicht gehabt, die Gemeinde an den Kosten und Gewinnen der Windräder zu beteiligen. Ziemlich schnell habe der Investor sich die Grundstücke der privaten Eigentümer gesichert und der Gemeinde damit jegliche Einflussmöglichkeit genommen. Pichl sagt: „Wir haben darauf vertraut und wurden bitterlich bestraft.“ Über 100 Bürger hätten damals Interesse gezeigt, sich an den Windrädern zu beteiligen. Mittlerweile hat Primus den Windpark verkauft. Eigentümer ist jetzt die Firma Trianel mit Sitz in Aachen. Pichl sagt, sie habe Eigentümer und Investor Anfang Dezember noch einmal um eine Stellungnahme gebeten und bis heute keine Antwort erhalten.

Firma antwortet nicht

Auch zwei Anfragen des Kuriers hat Primus unbeantwortet gelassen. Das Landratsamt Bayreuth bittet um Verständnis, dass es sich nicht zu Dingen äußern wolle, die ein Gericht zu klären habe.

Aus der Anordnung des Verwaltungsgerichtshofs zum Baustopp bei Eckersdorf geht aber hervor, dass Primus Energie mit Sitz in Regensburg der Klägerin Andrea Balzer vorhält, sich zu spät gegen den Bau der Windräder gewehrt zu haben. Und dass der Firma jetzt „erhebliche Vermögensschäden“ entstünden. Balzer soll seit Juli 2016 gewusst haben, dass mit dem Bau der Räder begonnen wurde. Die Baustellenzufahrt verlaufe schließlich durch ihren Wohnort Lochau. Der Verwaltungsgerichtshof hält dagegen, dass Balzer erst mit dem Bau der Türme im November 2016 sicher vom Baubeginn wissen konnte, nicht aber mit Beginn der Erdarbeiten.

Foto zeigt Bauarbeiten nach dem Baustopp

Kurier-Recherchen fordern zudem ein pikantes Detail zutage. Auf einem Foto, das dem Kurier vorliegt, ist zu sehen wie am 29. Dezember Rotorblätter mit Hilfe eines Krans an einem der Windräder angebracht werden. Den Baustopp verhängte der bayerische Verwaltungsgerichtshof am 20. Dezember. Nach Aussage von Rechtsanwalt Kollerer hätte Primus spätestens am 25. Dezember von dem Baustopp wissen müssen. Kollerer zufolge habe das Unternehmen dem Gericht schriftlich versichert, dass es seit dem Baustopp lediglich zu Sicherungsmaßnahmen gekommen sei. Ein Mast habe verlängert werden müssen, damit er stabil stehe und sich keine Spannungsrisse bildeten. „Rotoren montieren hätten sie nicht dürfen“, sagt Kollerer. Bis Montag muss der Anwalt zu dem Schreiben des Investors Stellung beziehen.

Tod der Rotmilane ungeklärt

Schon im vergangenen Jahr sorgte der Windpark Vogelherd für Schlagzeilen. Im März wurden dort, wo heute die Masten der Windräder stehen, zwei tote Rotmilane gefunden. In der Nähe der toten Tiere wurde Mäusegift gefunden. Gerüchte machten die Runde, wonach ein Befürworter des Windparks in den Tieren eine Gefahr gesehen haben und die Tiere deshalb vergiftet haben könnte. Nach einem Dreiviertel Jahr stellte die Staatsanwaltschaft Bayreuth die Ermittlungen ein. Zwei Gutachter konnten keine Verletzungen und kein Gift in den Körpern der Tiere nachweisen. Der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel sagte: „Die Todesursache lässt sich nicht ergründen. Wahrscheinlich war akutes Herzversagen, ausgelöst durch Stress, die Todesursache.“

3.7 (3 Stimmen)

Anzeige

Kommentare

"Der Eckersdorfer Gemeinderat Matthias Schaub (FWG), der sich im Gemeinderat von Anfang an gegen den Windpark ausgesprochen hat". Und jetzt raten sie mal wo der besagte Gemeinderat wohnt....richtig in Busbach! Typisch Eckersdorf. Gemeinderäte werden dort dann aktiv, wenn es um ihre eigenen Anliegen geht. Siehe die neue Hortgruppe. Wer hat sich am lautstärkten dagegen ausgesprochen? Richtig - eine Gemeinderätin in unmittelbarer Nachbarschaft!
... weil Schaub sich von Anfang an die Mühe gemacht hat, sich zu informieren. Spricht das für oder gegen ihn--??
Viele Jahre war großes Gejammer über die bösen Stromkonzerne. Sicher nicht ganz zu Unrecht. Aber speziell die Windkraftbetreiber, die sich gern das Ökomäntelchen für ihre Vogel - und Fledermaushäcksler umhängen, sind keinen Deut besser, es geht nur um Kohle,
und das Schlaraffenland hat ihnen die Politik gebaut, mit der chaotischen, völlig unstruktu
rierten "Energiewende ".
Ganz recht, unstrukturiert und chaotisch trifft es als Beschreibung. Nun werden, so scheint es, in Eckersdorf wohl gerade wieder vollendete Tatsachen geschaffen.
Es ist gerade einmal acht Tage her, dass der Bundesrechnungshof dem verantwortlichen Minister Gabriel (SPD) ein vernichtendes Zeugnis ob seiner Finanzierung der "Energiewende" mit Steuerzahlergeld ausgestellt haben. Es folgte darauf hin aber kein medialer Sturm oder eine Hyperaktivität der sich selbst so gern als Korrektiv der Politik, oder "Vierte Gewalt" im Staate sehenden Journalisten, nein, wie schon bei der Installation der "Energiewende" gibt es wohlwollendes kollektives Beschweigen. Die nötigen Informationen darf man sich als Interessierter, der gerne wüsste, was mit unserem Steuergeld so alles an wen umverteilt wird, selbst zusammensuchen.
Und dann sollen wir ja auch noch Fake News (TM) von Wahrheit unterscheiden lernen, gell.

Journalismus ist seit langem eine große Enttäuschung.
Ich würde nur gerne mal wissen, ob die Windkraftgegner überhaupt der Meinung sind, dass wir eine Energiewende brauchen, oder wenn ja, wie sie diese dann durchführen wollen. Nur lästern und mit Übertreibungen dagegen halten ist nicht zielführend. Auffällig ist nur, dass die meisten Windkraftgegner auch bei vielen anderen Gelegenheiten auf Opposition gegen die aktuelle Politik machen. Ob das nicht der echte Hintergrund ist, seinen Frust freien Lauf zu lassen. Obwohl es Deutschland vergleichsweise gut geht, ist hier der Unzufriedenheitsgrad höher als bei anderen Nationen. Geht es uns zu gut?
Gute Frage, ob es "uns" zu gut geht, dass wir solch einen energiepolitischen Marx und Murks veranstalten. Schauen Sie mal zur Abwechslung auf die Energiepolitik der restlichen G-20-Länder.
Bei den Windmühlen in Busbach-Alladorf-Lochau geht es nicht um die Umwelt, sondern ums Geld. Rentabel wären die Dinger ohne Steuersparnis und jahrelange Subvention ja wohl nicht. - Zudem war von Anfang an klar, dass dort gebaut werden würde, egal, welche guten Argumente dagegen sprachen. Jeder hat sehen können, was dort angerichtet wird.
... Ich hätte die Energiewende gerne marktwirtschaftlich-kapitalistisch: Der Investor trägt das Risiko, muss seinen Strom zu Marktpreisen loswerden. Dann kann er meinetwegen auch den Gewinn einstreichen. So gäbe es weder Busbach - Alladorf noch andere Steuersparmodelle und die Industrie wäre gezwungen, sich weiter zu entwickeln.
Lieber glubberer, wenn damals vor 60 Jahren nicht die Kernenergie vom Staat finanziert eingeführt worden wäre, also nicht marktwirtschaftlich-kapitalistisch, dann bräuchten wir nicht diese Altlasten beseitigen. Und diese Altlasten belasten unseren Staat und damit uns Bürger noch viele Jahrzehnte bis hin zu Jahrtausenden. Wir könnten heute so tun, als wäre mit der Kernenergie alles in Ordnung. Aber sind wir nicht auch dafür verantwortlich, was wir unseren nachfolgenden Generationen hinterlassen? Die dezentrale Energiegewinnung ist eine geniale und machbare Lösung, nicht nur um endlich die Kernenergie loszuwerden, sondern auch um die Klimakatastrophe möglichst klein zu halten. Man muss sich nur mit ihr auseinandersetzen.
Die restlichen G-20-Länder haben also Ihrer Meinung nach den richtigen Weg eingeschlagen?
Frage geht an DerekButter.
"Die" restlichen wäre zu allgemein. Das, was ich gesehen und gelesen habe, scheint mit vernünftiger als der "Deutsche Weg". Woanders gibt es auch "regenerative" Energieerzeugung, ohne die immense Umverteilung von unten nach oben. Das sollten gerade die Parteien, die die immer weiter aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich konstatieren, bemerkt haben. Von der Zerstörung von Kulturlandschaften mal ganz abgesehen.
Kurz gesagt: der Energiemix macht's. Ich habe das hier im Forum bereits bis zum Erbrechen dargelegt und mit Fakten hinterlegt.
Schauen Sie sich mal in Nordbayern um und vergleichen die riesige Anzahl von WKA mit der Tatsache, dass Windenergie an der Gesamtbruttostromerzeugung in Bayern 2015 gerade einmal 3,2% ausgemacht hat. Das ist einfach irre.
(Zahlen stammen aus: energieatlas.bayern.de, Daten und Fakten)
Da glauben doch wirklich immer noch welche, dass man mit Windädern in Schwachwindgebieten eine Energiewende zu schaffen.
Wie soll ein Industriestaat mit Energie beanspruchenden Betrieben mit schwankender Ökoenergie auskommen? Speichermöglichkeiten gibt es immer noch nichts brauchbares.
Bei diesen sinnfreien Windparks sahnen ein paar wenige ab und diese gutgläubigen Flächenbesitzer lassen sich des Geldes wegen diese Vogelhäcksler vor die Nase stellen.

Trotz gerichtlich angeordneten Baustopps einfach weiter zu bauen. Das ist bezeichnend für die Mentalität der Windrad Desperados, die ohne Rücksicht auf Verluste das schnelle Geld machen wollen. Kläglich ist auch die Rolle der Landratsämter Bayreuth und Kulmbach. Da müssen ihnen Münchner Richter erst aufzeigen, wie sie beim Schutz unserer oberfränkischen Kulturlandschaft und Artenvielfalt total versagt haben.
Da sieht man, was die völlig kranke Energiewende hervorgebracht hat... Billionenkosten für die Bürger und flächendeckende Umweltzerstörung. Die Geldmacher sind genau die gleichen geblieben, nur verdienen sie jetzt noch mehr.
Wie hat sich der Stromverbrauch der hier schreibenden in den letzten Jahren entwickelt? Dank sparsamerer Geräte gesunken? Oder dann noch mehr Geräten gestiegen? Und der Konsum, für dessen Herstellung ebenfalls Energie verbraucht wird?
Ja, uns geht es zu gut. Und das gibt es nicht ohne Konsequenzen.
Und da ist ein Windrad nicht schön, aber immerhin reversibel. Anders als ein Atomkraftwerk oder die Klimafolgen der Kohleverbrennng.
Und: ja, man hätte die Energiewende sinnvoller gestalten können, zum Beispiel das Zurückrudern und dann doch nach Fukushima komplett sein lassen. Hätte viel Geld und auch Zeit gespart...
Lange nicht nur ich sehe bei den "Erneuerbaren" eine völlig unausgereifte Technologie. Solange die Speicherbarkeit und kurzfristige Verfügbarkeit nicht technisch machbar ist, sollte ein Industrieland nicht seine Jetons auf diese Quellen allein setzen. Schauen Sie auf den Erntefaktor von WKA, beschäftigen Sie sich mit Grundlast. Es war eine rein politisch-ideologische Entscheidung, nach Fukushima alles umzuwerfen. scheinbar können "wir" Deutsche nur in Extremen denken.

Der nächste Humbug ist gerade mit der Förderung von E-Mobilität durch Steuerzahlerknete in der Pipeline gelandet. Teuer und ineffizient ohne Limit. Verteilung von unten nach oben.
"E-Autos verbrauchen viel mehr Strom als angegeben" (Quelle heise.de, 22.01.2016)

Der Beitrag ist ein Jahr alt. Wetten, dass kaum einer etwas davon in den Qualitätsmedien gelesen hat? Reden Sie mal mit E-Autobesitzern in diesen kalten Tagen. Es ist zum Brüllen komisch. Aber sie wollten es ja im Sommer nicht glauben, als die Politik mit den Scheinchen wedelte.
Ich hab auch noch ein paar ernstgemeinte gute Wünsche für die Zukunft. Aber sie müssen machbar sein.
Immer nur neu produzieren und konsumieren, damit man vermeintlich Energie spart und Gutes tut, ist bestimmt nicht zukunftsorientiert. Auch wenn mir der neue Riesenfernseher mit dem geringen Energieverbrauch Spaß macht.
@kernig, genaus so ist es. Ich weiß nicht, welchen Ausdruck ich gebrauchen müsste, um all den Kritikern der Energiewende gerecht zu werden. Seit 50 Jahren wird in Deutschland auf höchstem Niveau geforscht und entwickelt, auch in der regenerativen Energieerzeugung, Energieeinsparung und Energiespeicherung. Und Deutschland ist immer noch führend in dieser Technologie. Und dann kommen solche "Hanseln" und erklären uns, dass die Sonne nur tagsüber scheint und öfters auch kein Wind weht. Dass die Wissenschaftler schon von selbst darauf gekommen sind, und zwar schon früher, wo diese "Hanseln" noch in den Windeln steckten, das können sich diese Oberschlauen scheinbar nicht vorstellen. Gerade Deutschland hat früher mit viele Innovationen gerade im Maschinenbau und in der Elektrotehnik die Welt bereichert. Was wäre denn daraus geworden, wenn diese Oberbedenkenträger schon damals mit Hilfe des Internets ihre Kritiken hätten verbreiten können. So, das musste einmal geschrieben werden!!!
Jaaa, so mögen wir das heute. Faktenarm, ach, was sage ich, faktenfrei, aber heftigster Ökopopulismus mit den abgedroschensten Phrasen aus dem Baukasten der Grünen Heilsbringer. Einer Partei, die übrigens von 92% nicht gewählt wurde.
Ein selbsternannter Techniker macht einen auf rhetorischer Trump. Sonne, Wind, Mond und Sterne, alle sind auf der richtigen Seite. Keiner versteht uns.
Herrlich!
Herr Butter, wahrscheinlich haben Sie es immer noch nicht gemerkt, dass wie beide uns auf unterschiedlichen Ausbildungs- und Berufsqualifikationen befinden.
Aber sicher! Ich argumentiere mit Fakten und Sie mit zusammengesammeltem Politsprech einer Splitterpartei und deren gelehrigen Adepten in Regierung und Medien. Das ist der entscheidende Unterschied.
Sie dürfen uns aber gerne mal handfeste Beweise für die Machbarkeit der dezentralen Energieversorgung vorlegen. Oder wie man "Kernenergie los wird". Oder wie sie die viele "regenerative" Energie speichern wollen, die wir momentan erst steuerzahlerfinanziert subventionieren und anschließend bei Überproduktion ins Ausland verramschen, so dass diese Nachbarländer langsam Mengenprobleme kriegen? Oder wo Sie die Energiemengen, die seit Jahrzehnten in Form von Benzin und Diesel gebunden und verbraucht werden, in Form von elektrischem Strom hernehmen wollen, wenn die geplante Million E-Autos wirklich auf den Straßen wäre. Und wo Sie die alle betanken wollen mit Schnelladestationen.
Die sogenannte Energiewende kostet den deutschen Steuerzahler jetzt bereits Fünfundzwanzigtausendmillionen im Jahr.
Wenn Sie hier glauben süffisant auf eine eigene, vermeintlich "bessere" Qualifikation abheben zu müssen, dann würde ich Sie auch gerne fragen, was Sie da so sicher macht und woher Ihre Informationen über meine Ausbildung denn genau stammen. Überprüfen Sie auch gerne mal Ihre Investitionen in die eigene Bildung. Denn jemand, der zu diesem Thema Energieversorgung ernstgenommen werden möchte, sollte sich wirklich solcher schlimmen Aussagen wie "regenerative Energien" enthalten. Es sei denn, Sie hatten zu dem Zeitpunkt, als das Thema "Energieerhaltungssatz" dran war, gerade Ziegenpeter. Oder Anti-AKW-Demo.
Herr derekButter, ich bin sicher nicht der Einzige hier, der eine sachliche Diskussion mit Ihnen für Zeitverschwendung halten. Wie sie mit polemischen Worten einfach Argumente wegbügeln, ohne dass es Ihnen bewusst ist, zeigt, dass Sie wissenschaftliche Streitgespräche um eine Sache nicht kennen. Sie steuern immer auf eine politische Aussage zu. Vielleicht ist es Ihnen auch noch nicht bewusst geworden, dass besonders komplexere wissenschaftliche Zusammenhänge nicht durch politische, demokratische Prozesse gelöst werden können. Fehlendes Wissen lässt sich nur bedingt durch googlen ersetzen.
Haben Sie auch etwas Sachliches auf Lager, außer "notwendig", "alternativlos" und Ähnliches? Sie plappern , dass es einen Hund graust. Keine Fakten, keine Zahlen, nichts. Leeres Gerede. Wollen Sie Ihre Ausführungen ernstlich als Sachargumente bezeichnen? Es geht hier übrigens um EnergiePOLITIK.
Sie schrieben oben über Ihre Bildung. Zeigen Sie sie. Sonst werden Sie weiterhin hauptsächlich als Netztroll wahrgenommen.
Zur Verdeutlichung lesen Sie einfach mal den vorletzten Satz Ihres letzten Beitrages. Oder fragen Sie mal jemanden, der sich mit Energiepolitik auskennt. Denn sie sind diesbezüglich völlig inkompetent.
Das ist wieder so ein bösartiger Beitrag. Man sollte sich von solchen Menschen fernhalten.
Ja. Jetzt müssten Sie nur noch darlegen, welche Klangfarbe die Stimme hat, die Sie ständig auffordert, unbedingt meine Beiträge faktenarm zu kommentieren.
Soll ich solche Sätze kommentieren?
"Sie plappern , dass es einen Hund graust." "...werden Sie weiterhin hauptsächlich als Netztroll wahrgenommen."
"Denn sie sind diesbezüglich völlig inkompetent."
Wenn ich das täte, würde ich Sie nur animieren, noch einiges drauf zu legen. Sie haben sich mental nicht im Griff!
"Sie haben sich mental nicht im Griff!"
Ordinäre persönliche Angriffe und Beleidigungen sind leider das Einzige, was Sie beherrschen.
Aber so offenbaren Sie wenigstens Ihr wahres Gesicht.
@Uwart und Kernig
Ihr Denkfehler hat in Deutschland Tradition. Der Glaube man könne Fakten, Tatsachen und Kräfteverhältnisse getrost ignorieren, da alleine der Glaube an die gerechte Sache und Willenskraft den Erfolg brächten kam vor Hundert Jahren in Knobelbechern daher jetzt trägt er in Ökosandalen.
An den Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten zählen nur Tatsachen oder Fakten. Auch in den Entwicklungsabteilungen von Unternehmen. Deshalb ist es umso schwerwiegender, dass VW mit seiner Schummelsoftware diesen Weg verlassen hat. Aber offensichtlich ist der Druck von Kapitalgeberseite zu groß geworden. Ich meine, dass damit dem hohen Ansehen Deutschlands in der Entwicklung von hochwertigen Produkten großer Schaden zugefügt wurde.
Ihr Vergleich ist völlig unangebracht.
Der Glaube an eine Sache oder Ideologie ist die Grundlage jeglicher Politik. Derzeit glaubt man ausschließlich an die Macht des Geldes und der Wirtschaft. Da ist ein Gegenpol durchaus angebracht, finde ich.
Und Fakten möchte ich gern anführen: Statistiken zum Stromverbrauch pro Haushalt in Deutschland, die Entwicklung der letzten Jahre. Dazu vergleichend Stromverbräuche in Entwicklungsländern und die Prognosen dazu. Fakten zuhauf. Machen wir so weiter, weil wir diese nicht ändern können oder wollen? Mit voller Fahrt an die Wand, würde ich sagen...
Fossile Energieträger sind nunmal endlich - über das "wann" kann man diskutieren. Die Klimaveränderung im Verhältnis zum Verbrauch fossiler Stoffe ist in Fachkreisen ebenfalls unumstritten, dort diskutiert man nur über den Umfang der Veränderungen, nicht über die Tatsache an sich. Ich verstehe das "weiter so" sehr gut, wir wälzen uns im Wohlstand, das wird auch noch ein paar Jahre gut gehen. Da möchte man sich nicht einschränken. Besonders vorausschauend ist das aber nicht.
Ein sehr besonnener Beitrag! Sowohl der Stil als auch die sachliche Argumentation sollte manchem ein Vorbild sein.
@ Kernig: Wenn man auf den Stand der Entwicklungsländer beim Stromverbrauch pro Haushalt zurück möchte, so würde Ihre Argumentation schlüssig sein. Woran liegt denn der Anstieg? Ich fang mal an mit Gegenargumenten: Größere Wohnflächen, die beheizt und beleuchtet werden müssen; bessere Ausstattung mit das Leben erleichternden Haushaltsgeräten, viel mehr Computer und anderen IT-Technik pro Kopf; verstärkter Einbau von Wärmepumpenheizungen in Neubauten (2005>2010: + 130%). Wenn man auf diesen Standard verzichten möchte, dann muss das politisch entschieden werden. Viel Spaß dabei.
Auch bitte beachten: Die Entwicklungsländer liegen nochmal wo, rein klimatisch gesehen? Welchen Heizungsbedarf gibt es denn da so? Und warum nennt man die eigentlich "Entwicklungs"länder? Äpfel und Birnen?

Nächstes Beispiel zu erhöhtem Energieverbrauch ist die Elektrifizierung der Bahnstrecken und der dadurch entstandene gewaltige Mehrverbrauch. Will dass nun doch keiner mehr?

"Keine Neuzulassungen von Benzinern und Dieseln ab 2030", also in der übernächsten Modellgeneration.
"Dekarbonisierung der Industrieländer" bis 2050.
Alles technisch-physikalisch und in punkto Ressourcen momentan und absehbar undurchführbar. Nichts weiter als eine blinde Wette auf das Prinzip Hoffnung.
Ich habe ja schon immer gesagt, dass die Grünen technologiefeindlich sind, so schön deren Slogans auch klingen mögen.
Die Energiewende war und ist rein ideologisch motiviert, technisch momentan unlösbar unpraktikabel und medial kaum hinterfragt worden.

Letztes Beispiel "E-Mobilität": macht Sinn im innerstädtische Kurzstreckenverkehr (positiv: Deutsche Post > Streetscooter). Aber in Flächenländern, klimatisch kalten oder heißen Einsatzorten momentan unpraktikabel, da technisch nicht gelöst. Wenn 1 Mio. E-Cars bis 2020 in Deutschland fahren sollen, was ist mit den Ladestationen, bspw. im Urlaubsreiseverkehr, an sehr kalten oder heißen Tagen, nachts, wenn die Dinger alle "betankt" werden und (Achtung, "Uwart") dann die Sonne mal ausnahmsweise nicht scheint und Flaute ist. Technisch-physikalisch nicht gelöst. Keiner kann die Naturgesetze aushebeln, auch die Grünen nicht.

Und lesen Sie mal das hier: "Dienstwagen der Bundesministerien - Kaum Elektroautos im Regierungsfuhrpark" (04.03.2016, tagesspiegel.de)

oder auch das

"E-Mobilität in Stuttgart - E-Fahrzeuge sind noch Exoten" (stuttgarter-zeitung.de, 10.01.2017)

Die Stadt Stuttgart, mit einem Grünen Oberbürgermeister Fritz Kuhn seit dem 7. Januar 2013, hat es auf 13% E-Cars im städtischen PKW-Fuhrpark geschafft. In vier Jahren. Uiuiui, das ist ja ehrfurchteinflößend.
Wenn ich den Kindern das Popeln abgewöhnen will, so sollte ich selbst erstmal den Finger aus der Nase nehmen.
Liebe User Uwart und Kernig jetzt bitte mal die Fakten auf den Tisch.
1. Wie heißt die Speichertechnologie mit der ausreichend Windstrom gespeichert werden kann, um z. B. bei einer winterlichen Hochdrucklage zwei bis vier Wochen ohne Windstrom überbrücken zu können.
2. Wo steht der funktionsfähige Prototyp dieser Technologie?
3. Warum wird diese Speichertechnologie nicht eingesetzt?
Nur wenn diese Fragen geklärt sind, dann macht der Ausbau der Windkraft Sinn. Ansonsten ist Windkraftausbau einfach nur die Lizenz zum Geld drucken für im wahrsten Sinn des Worte windige Geschäftemacher.

Nur wenn diese fragen

@Mobile, glauben Sie, dass hier die Kommentarfunktion die richtige Plattform ist, um die wesentlichsten Punkte der Energiewende zu klären? Hier eine Adresse:
http://www.diw.de/de/diw_01.c.10839.de/ueber_uns/menschen_am_diw_berlin/kemfert_claudia.html
Trotzdem möchte ich ganz kurz meine Meinung dazu abgeben: Es wird viele klassische und neuartige Speichertechnologien geben. Das ist eben der Vorteil einer dezentralen Energiewirtschaft, dass auch mit kleinen Speichern in der Masse viel erreicht werden kann. Für den Übergang werden immer noch konvetionelle Gaskraftwerke benötigt. Vielversprechend ist die Gewinnung von synthetischen Methan aus überschüssigem Wind- und Fotovoltaikstrom, das dann in das Gasnetz eingespeichert wird. Diese "Power-to-gas" hat in Testanlagen die Fähigkeit für den Großeinsatz nachgewiesen. Auch die E-Autos und das alte Konzept der NT-Speicherheizung kann wieder mit eingesetzt werden. So ein Paradigmenwechsel erfordert natürlich seine Zeit, je nach Technologie. Das Entscheidende ist aber, dass eine Computer-Systemsymulation die Energiewende begleitet und dazu fähig ist, auch neue Konzepte auf Eignung untersucht. Mit so einen Programmsystem können alle denkbaren Szenarien, sowohl auf Erzeugerseite, der Verteilung, der Speicherung und des Verbrauchs simuliert werden und bei der Entscheidungsfindung einen wesentlichen Beitrag liefern. Ich bin noch lange nicht fertig, aber wie schon gesagt, hier ist nicht der richtige Platz.
Die Rückverstromung per Power-to-gas" hat einen Wirkungsgrad von maximal 30%.
"„Nichts ist teurer als mit Hilfe von Power-to-Gas gespeicherte Energie aus Solar- oder Windkraft wieder in Strom umzuwandeln“, sagt Olaf Wollersheim vom Karlsruher Institut für Technologie."
Herr Butter, der Wirkungsgrad ist nur ein Element der vieldimensionalen Struktur der Energiewende. Danach dürfte es keine Kohle-Dampfkraftwerke geben, weil diese auch nur einen Wirkungsgrad von 40 % haben, gegenüber einer Kraft-Wärmekoppelung von 80 %. Die Kohle war und ist immer noch billig, sodaß solche Kraftwerke noch wirtschaftlich betrieben werden können, aber nur deswegen, weil die Folgelasten aufgrund des CO2-Ausstoßes der Allgemeinheit überlassen werden, so wie beim Atommüll bei KKW.
Dass "Power-to-gas" trotz billigstem, weil überschüssigen Wind- und Fotovoltaikstrom nach dem heutigen Stand noch zu teuer ist, liegt auch daran, dass diese Entwicklung sowohl erst in den Anfängen steckt und dass die Strombörse den Preis festlegt, ohne auf die Erzeuger- und Verwendungsart Rücksicht nimmt. Aber gerade die Power-to-gas-Erzeugung könnte im Gesamtsystem Energiewende ein multifunktionale Aufgaben übernehmen, das viele Vorteile für die Umweltbilanz und die Versorgungssicherheit brächte. Schon aus diesem Grund wäre eine Übergangssubvention sinnvoll.
"Entwicklung, die in den Anfängen steckt", "könnte", "brächte". Und dann das Zauberwort "Übergangssubventionen",
"Uwart", Sie bestätigen auch hier alle Klischees.
Grünsprech.
@DwerekButter
Jetzt habe ich wieder einmal einige sachliche Argumente zu ihren 30%-Wirkungsgrad bei Power-to-gas" erwidert und wie reagieren Sie? Nur wieder Polemik. Wahrscheinlich haben Sie fachlich nicht verstanden, was ich Ihnen sagen wollte. Sie könnten (schon wieder ein Konjunktiv!) einmal Rückfragen, aber dazu sitzen Sie auf viel zu hohem Ross.
Ich behaupte, dass Sie praktisch nie fachlich argumentieren, sondern hauptsächlich mit ausgesuchten übernommenen Meinungen dagegen halten. Wozu sollte ich weiter versuchen, Sie in die Komplexität der Energiewende einzuführen.
Sie müssen mich hier in nichts einführen. Vergebliche Liebesmüh.
Die "Energiewende" ist jährlich momentan 25 Milliarden Euro teuer. Sie wird nicht funktionieren. Nicht nach planwirtschaftlichen Prinzipien und nicht mit technisch-physikalischen Konjunktiven.
Praxis schlägt Theorie. Fakten und Zahlen schlagen Träume. Nun auch mit amtlichem Siegel des Bundesrechnungshofes.
Lesen Sie Ihre "Süddeutsche Zeitung" vom 12.01.2017.
Hier wird wieder Zeug zusammengegoogelt, um das eigene Weltbild mit Zahlen zu stützen. Jeder findet im weltweiten Netz Beiträge, Zahlen und Statistiken, die die eigene Meinung stützen. So weit so legitim.

Ich vermisse jedoch - trotz natürlich noch ungelöster Fragen - die Bereitschaft zu grundsätzlichen Veränderungen, denn nur damit kann es überhaupt gelingen. Dass das Projekt "Energiewende" bislang nicht sonderlich professionell vorangetrieben wurde, dem werden viele vermutlich beipflichten. Kohle, Öl und Kernenergie haben jedoch langfristig keine Zukunft.

Energie- und Resoureceneinsparung wurde auch schon angesprochen: Löblich! Schön, dass man erkannt hat, dass man der Umwelt einen Gefallen tut, wenn man den alternden Kühlschrank so lange verwendet, bis er nicht mer reparabel ist und sich eben nicht gleich das neueste, vermeintlich energiesparendere, Modell kauft und dafür das alte "entsorgt".
Vielleicht tut es auch mal ein relativ vernünftiges Familienauto ohne viel Schnickschnack und mit moderater (Verbrennungs-)motorisierung anstelle z. B. eines schweren und leistungsstarken SUV, der dann nach ein paar Jahren schon wieder durch ein neues Modell ersetzt wird. Oh ja, da wird sich der ein oder andere jetzt persönlich angegriffen fühlen.
Immer diese Neiddebatten aber auch. Und wie ketzerisch von mir. Das passt ja gar nicht zur Wachstumsphilosophie, dem Märchen vom ewigen Wachstum. Also Leute: Kauft, kauft, kauft!

Und eine Randnotiz: Hier sind ja ein paar Spezialisten für "abgedroschene Phrasen" aus irgendwelchen "Baukästen" unterwegs. Wenn ich beruflich und familiär nicht so eingebunden wäre, dann würde ich mir gerne die Zeit für eine umfangreiche Datensammlung nehmen. Auf dieses Bullshit Bingo wäre ich echt gespannt!
Eigentlich würde ja schon reichen, wenn Sie darlegen, welcher Art Ihre berufliche Tätigkeit ist. Wir verdienen unsere Semmeln mit Dienstleistungen in einer eher energieintensiven Branche, die ihre Energieeffizienz in 30 Jahren geviertelt hat. Hauptmotivation dafür: Kostendruck.
Denn eine Erfahrung, und daher meine persönliche Frage an Sie, habe ich in einem halben Jahrhundert meines Daseins erlangt: Frag die Frösche nicht, wenn der Teich trockengelegt werden muss.
Der Satz "Wo weniger konsumiert wird, wird auch weniger produziert" wird solange seine Relevanz haben, bis wir möglicherweise in planwirtschaftliche Zeiten (die sogenannte Energiewende ist meiner Meinung nach Planwirtschaft) zurückfallen.
Wenn aber bisher, so konstatiere ich, keinerlei Bereitschaft in nenneswerter Größenordnung bei "der Bevölkerung" festzustellen ist, dass wir alle in den gleichen Klamotten herumlaufen, alle in den gleichen "G-Wiz" die gleichen Jobs, die alle gleich bezahlt werden, ansteuern und unseren Ladies die gleichen billigen Straßschmuck-Imitate um den Hals legen, wird es wohl individuelles Konsumverhalten geben.

Bei einem anderen gesellschaftspolitischen Thema wird doch so gern auf Gelassenheit gepocht. Ich meine, solange "unsere" Staatssekretärin Annette Kramme (SPD) noch ihr Zamperl auf Steuerzahlerkosten in der Mercedes-S-Klasse hinterherkutschiert bekommt, ist kein Grund für Alarmismus gegeben.

Auch liegen Wollen und Handeln ja sehr oft (Bonus-)meilenweit auseinander:
"Grünen-Wähler fliegen gern - aber mit schlechtem Gewissen" (Quelle: rp-online.de, 14.01.2017)

Herr Butter, Sie argumentieren wie immer rein politisch und wirtschaftlich in der Gegenwart. Über Umweltprobleme verlieren Sie kein einziges Wort, obwohl dies doch der einzige Grund für die Energiewende ist. Und wie die Zukunft ausschaut, wenn alle Ressourcen verbraucht und die Umweltschäden gigantisch werden, scheint Sie nicht zu treffen. Ach ja, die Umweltprobleme z.B. durch die Erderwärmung ist doch nur ein modernes Märchen, wie auch Experte Trump meint.
Phrasen, Phrasen. Und schon wieder Quatsch: Es gibt bekanntermaßen auch außerhalb von Google längst sowohl eine Umweltpolitik als auch eine ökologisch bewußte Wirtschaft.
"....auch außerhalb von Google längst sowohl eine Umweltpolitik als auch eine ökologisch bewußte Wirtschaft."
Sehr richtig. Nur warum beschäftigen Sie sich nicht damit und versuchen, sich ein Gesamtbild zu verschaffen? Wenn Sie das tun und dann ihre Erkenntnisse hier wiedergeben, bin ich selbstverständlich bereit, Punkt für Punkt darüber zu diskutieren.
Sie sollten sich auch mit vernetztem Denken bei mehr Mehrsystem-Strukturen beschäftigen, die man bei der Energiewende vorfindet. Das kann sehr spannend sein.
@ "Uwart": Für uns beide sollte als Diskussionsbasis genügen, dass die Gleichung gilt: 2.900 Windkraftanlagen = 1 KKW Grafenrheinfeld. Und dass 2015 sämtliche bayerischen WKA (und das sind Stand 2014: 755 Vogelschredder) geradeeinmal 3,2% zur Gesamtbruttostromerzeugung beigetragen haben. Das müssen Sie erstmal schlucken.

PS. Haben Sie gestern "Hart aber fair" geschaut?
@DerekButter, ich habe nicht hart aber fair angeschaut. Aber "quer" mit Harald Lesch!
Vielleicht sollten Sie erst einmal verinnerlichen, dass die Energiewende hin zu dezentraler Energiegewinnung einen Paradigmenwechsel bedeutet. Dazu gehört auch die Abkehr von Großkraftwerken. Dafür gibt es genügend Gründe, die ich hier nicht aufführen will. Es tragen ja nicht allein die WKA mit zur Stromgewinnung bei, sondern auch andere regenerative Quellen. Es ist eben zu einfach gedacht, nur die Großkraftwerke durch neue Energiequellen zu ersetzen. So gehört auch das Einsparen von Strom dazu, und daran erkennt man ja auch, dass man mit einer Vielzahl von Kleinbeiträgen etwas erreichen kann. Der Anteil der WKA ist natürlich heute höher als 3,2 %. Wenn man endlich auch den überschüssigen Strom aus Wind und Sonne sinnvoll im System verwenden würde, sähe es schon heute ganz anders aus. Ich selbst möchte mittelfristig mein Haus ausschließlich regenerativen Strom und Solarwärme beheizen, das wäre optimal für die Umwelt.
Das Wort "Vogelschredder" ist höchst polemisch. Natürlich gibt es Standorte für WKA, die wegen der Vögel gemieden werden müssen. Dazu muss man mit dem LBV verhandeln und nach Lösungen suchen. Auch der LBV ist für die Energiewende!
Ich muss natürlich nicht erst mal schlucken, weil mir das nicht neu ist.
Ich weiß auch, dass für die nächsten Generationen es fast schon überlebenswichtig ( Kriege,Flüchtlingsbewegungen) sein wird, dass wir heute die Energiewende anstoßen. Leben wir nicht im Überfluss und täten uns selbst einen Gefallen, wenn wir wieder mehr in Bescheidenheit leben würden? Simplify your life! Aber das ist doch "linksgrüne" Ideologie, oder nicht?


Summa summarum: Alternativlos? Weiter so? Mit Vollgas gegen die Wand, weil die anderen machen es ja auch so?

Was ich fast noch weniger verstehe: Woher der Zwang, in fast jedem Beitrag einen Bezug zu rot und/oder grün herzustellen. Ist bei der CSU die Welt noch in Ordnung?
Nun, es ist kein Zwang, sondern Ursache ("Erneuerbare" Energien Gesetz, beschlossen 2000 unter Rot-grüner Bundesregierung) und den hier beschriebenen Wirkungen.
Auch wenn Sie sonst viel Aufwand betreiben, hier machen Sie es sich jetzt zu einfach. Es geht mir darum, dass Sie regelmäßig Personen aus dem linken oder grünen Spektrum herauspicken, um mit Hinweis auf deren evtl. kritikwürdige Aussagen oder auch Taten Ihren Standpunkt zu stärken.

An vereinzeltes Lob von Ihnen in diese Richtung kann ich mich nicht erinnern, ebenso wenig an Kritik an z. B. CSU-Politikern oder deren Handeln.

Da die Welt aber leider kompliziert und nicht in Schwarz und Weiß aufzuteilen ist, werden bei "Linksgrün" ebenso kritikwürdige Personen "ihr Unwesen treiben" wie z. B. bei den Parteien mit dem "C" im Namen.

Deshalb bin ich kein großer Freund von selektivem Googeln von "Fakten", denn auch das Weglassen von "Fakten", die die gegenseitige Meinung stützen würden, ist manipulativ oder zumindest ignorant. Und ja, das konnte man leider auch schon bei etablierten Parteien oder in der Presse beobachten. Wichtig dabei ist, dass man lernfähig ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich selbst bin übrigens kein Stammwähler von bestimmten Parteien.
Die meisten Vorschläge kamen und kommen nun mal unwiderlegbar aus dieser politischen Ecke. Sie sind oft, nicht immer, unausgereift, basieren sie doch auf Technologien und Annahmen, die noch gar nicht praxistauglich sind. Es ist viel mehr Ideologie, gut gemeint natürlich, das bestreitet keiner, als Wissenschaft dahinter versteckt.
Mir ist es persönlich Wurscht, wer die besten Ideen einbringt, wenn diese praktikabel und am wenigsten durch Lobbyisten beeinflusst sind.
Dies gilt im Übrigen für alle Politikfelder.
"Die meisten Vorschläge kamen und kommen nun mal unwiderlegbar aus dieser politischen Ecke."
Dann würde ich mir mehr mutige Vorschläge - jenseits von "Weiter so!" - aus den anderen politischen Ecken wünschen.

"Sie sind oft, nicht immer, unausgereift, basieren sie doch auf Technologien und Annahmen, die noch gar nicht praxistauglich sind."
So ist das halt mit Zukunftstechnologien. Auch hier gibt es eine Bandbreite von Einbildungen bis zu Visionen. Das ist da wie an der Börse und bekanntermaßen lauschen nicht wenige Anleger den Börsennachrichten wie andere Gläubige der Predigt in der Kirche ;-)

"Mir ist es persönlich Wurscht, wer die besten Ideen einbringt, wenn diese praktikabel und am wenigsten durch Lobbyisten beeinflusst sind."
Leider sind die Politiker selbst nicht selten die Lobbyisten, denn auch diese haben eine Vergangenheit und hätten gerne auch eine lukrative Zukunft, gerne auch in der sog. freien Wirtschaft.