Pfarrfasching mit Männerballett

Eine Idee dazu stammte von einem jungen Pfarrgemeinderatsmitglied. Sie wünschte sich den Fasching als Veranstaltung des Jubiläumsjahres der St. Josefskirche Gefrees. „Der erste Fasching fand vor rund 40 Jahren statt“, erzählt Ruth Ramming, eine der Organisatorinnen. Was indes sicher für besondere Vorfreude sorgen dürfte: Der Höhepunkt früherer Jahre ist wieder dabei; wurde doch das Männerballett reaktiviert.

Vier aus der alten Formation

Daniel Tscheuschner, Manfred Kroll, Arthur Müller und Hermann Mattes sind aus der alten Formation erhalten geblieben. Mit Uwe Goller ist auch eine personelle Verstärkung an Bord. Während der Jüngste im Team, der neu hinzugewonnene Sven Böhner nun wohl wegen Krankheit passen muss. Dass die Truppe wieder zusammenfand, darum hat sich Ruth Ramming gekümmert. „Wir haben jeden gefragt“, verrät sie. Weitere Jüngere zu gewinnen, gelang ihr allerdings nicht. „Wir machen das der Ruth zuliebe“, sagt jedenfalls Arthur Müller, der mit Hermann Mattes die starke Kornbacher Fraktion im Ballett bildet.

Proben seit einigen Wochen

Und so trifft sich das Sextett seit einigen Wochen regelmäßig zum Training im Pfarrsaal. In der vorletzten Einheit am Donnerstag kamen sogar schon einige originelle Ausstattungsstücken, wie weiße Umhänge zum Einsatz. „Die Kostüme bleiben eine Überraschung“, sagen die Ballettmitglieder.

Und so stellen sie sich auf zum Einmarsch. Aus dem Lautsprecher klingt Roy Blacks „Ganz in Weiß“. „Die Hände geben, rechtes Bein nach außen“, gibt Ruth Ramming klare Kommandos. Sie hat sich schon immer um die Choreografie gekümmert und sich auch diesmal passende Schrittfolgen ausgedacht.

Saalpfosten in der Choreografie

„Nun an den Pfosten“, denn auch die eigentlich störende Stütze mitten im Pfarrsaal wird eingebunden. „Seit-kreuz, Seit-kick“, leitet sie an und macht die korrekte Ausführung auch vor. Das spornt die Truppe natürlich zusätzlich an. Beim dritten Durchlauf geht es fast synchron. Das Ballett ist mit Ehrgeiz bei der Sache, das wird deutlich. „Am Samstag sitzt der Auftritt“, versprechen die vier Probenteilnehmer, bevor sie erst einmal eine Pause machen. Zu viel vom Tanz soll allerdings auch nicht verraten werden. Lieber erinnern sie sich zurück.

Bikinis aus Kokosnüssen

Denn schon bei der Vorbereitung ging es oft spektakulär zu. Einmal gehörten halbe Kokosnussschalen als natürlicher Bikini-Ersatz zum Kostüm. Also wurden Nüsse besorgt, bevor die berechtigte Frage aufkam, wie sich diese denn sauber teilen lassen. Helmut Steidl hat sie dann bei der Metzgerei Schlenk durchgesägt. Da auch mehr als genügend Kokosmark übrig blieb, „gab es das noch Wochen später bei den Sitzungen des Pfarrgemeinderates“.

Das Ehepaar Steidl

Helmut Steidl und seine Frau Hilde waren bei allen Faschingsveranstaltungen die wichtigsten Stützen und stehen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Büttenreden wird es übrigens weiter geben. In die Bütt gehen diesmal Irene Böttcher, Beate Schrader und Werner Grübert, die unter anderem das Zeitgeschehen auf die Schippe nehmen. Geplant ist auch eine Maskenprämierung. Stolz sind die Organisatoren dank vielfältiger Unterstützung aus der Geschäftswelt auch auf eine Tombola mit 150 Preisen. Das Motto des Abends entstand übrigens beim Durchsehen alter Plakate: „Hippies, Minis, Rock’n Roll, heut’ machen wir die 50 voll“, heißt es. Um 20 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr, beginnt der Fasching im katholischen Pfarrsaal.

Nicht bewertet

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