"Peinlich": Wieder hapert es beim Catering

Am Freitag hatte die Dr.-Kurt-Blaser-Schule des Heilpädagorischen Zentrums der Diakonie Bayreuth zu einem Inklusions-Kulturabend auf die Landesgartenschau eingeladen. Kinder und Jugendliche standen auf der Bühne der Jungen Landesgartenschau. Die Veranstaltung begann um 18.30 Uhr -  gegen 18 Uhr schloss der dortige Imbiss.

"Planlos", schimpfen Facebook-Nutzer

"Ich möchte hier nicht unterstellen, dass man davon ausging, dass Familien mit behinderten Angehörigen keinen Durst haben", schreibt eine Teilnehmerin auf Facebook. "Traurig, wenn man so planlos an Events ran geht", kommentiert ein anderer. Auch an einem Eiswagen, der ganz in der Nähe der Bühne stand, gab es nichts zu kaufen. Dabei, schreibt ein Facebook-Nutzer, hätte sich dessen Betreiber "dumm und dämlich verdienen können".

Das hätte nicht passieren dürfen, gibt Matthias Polster, Inhaber des Catering-Unternehmens Polster zu. "Das hat uns wahnsinnig gewurmt." Schuld an der Misere sei eine irrgelaufene E-Mail: Die Gartenschau-Verantwortlichen hätten zwar eine Mail an den Caterer geschrieben, um ihn über die Abendveranstaltung zu informieren. Die sei aber nie angekommen. Hätte er vom Kulturabend gewusst, hätte er den Imbiss und den Eisstand selbstverständlich länger offen gehalten, sagt Polster.

Um behinderte Menschen bemüht

Dass es anders kam, sei "doppelt peinlich. Jetzt denken alle, wir hätten uns nicht gekümmert, weil es um Behinderte ging. Dabei bemühen wir uns sehr um diese Zielgruppe." Die Restaurants sind barrierefrei, das Personal im Umgang mit Rollstuhlfahrern geschult, "und dann das".

Mehrzahl der Imbisse schließt um 18 Uhr

So leid es Polster tut, dass es außgerechnet den Menschen, die nicht problemlos 600 Meter bis zum nächsten Imbiss laufen können, an Essen und Getränken fehlte: Garantieren, dass abends jeder Gast in wenigen Schritten an einen Snack kommt, kann er nicht. Die Mehrzahl der Imbisse schließt gegen 18 Uhr. Denn um 17 Uhr macht die Kasse dicht. Außer den Dauerkartenbesitzern kommt dann niemand mehr rein. Entsprechend wenige Besucher seien abends unterwegs.

Länger geöffnet hat das Restaurant neben der Blumenschauhalle. "Den letzten Besucher werden wir aber nie erwischen, das ist dann irgendwann eine Kostenfrage", sagt Polster.
 

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Kommentare

Anfänger! Mit dem Catering steht und fällt jede Veranstaltung.
Da weis doch keiner was der andere macht.
Mal fallen Veranstaltungen einfach aus, mal sind diese plötzlich früher. Die Seebühne ist viel zu wenig genutzt und wenn es endlich mal ein lauer abend ist, ist auf der Bühne nix los und es gibt keine Getränke mehr. Amateure, packt ein und lasst das Profis machen!
Die Fichtenhornbläser haben am Freiteg 10 Minuten früher angefangen und dann nur 5, statt 45 Minuten gespielt. Anscheinend war ihnen die Hitze zu groß.
Wir waren letzte Woche ca 27 Grad , ein Eiskiosk am hintersten Ende war offen alle anderen zu ?!? das ist schon ein Armutszeugnis.
Warum werden nicht die von Volksfest, Bürgerfest, Märkten, Kerwas usw. bekannten Imbissbetriebe eingesetzt?
Toll, Herr Polster und Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH. Sie haben es echt drauf, Bayreuth in die Schlagzeilen zu bringen. Mir tun nur die zahlenden Gäste leid. Von denen werden sich nicht nur einzelne veräppelt vorkommen.
Sehr geehrter Herr Polster,
einfach mal in das Veranstaltungsprogramm schauen würde helfen, wenn der Umgang mit moderner Kommunikationstechnik (irrgelaufene E-Mail) Probleme bereitet.
Warum ein Ossi?????
Weil es auf die Herkunft nicht ankommt! Gute und schlechte Dienstleister gibt es hier wie da - in diesem Zusammenhang die 26 Jahre nach der Wende komplett sinnentleerte Ost-West-Debatte führen zu wollen, ist echt überflüssig.
Kann von mir aus auch ein Marsmänchen sein, Hauptsache der stemmt das. Aber so unfähig wie dieser Catere sich gibt, muss etwas geschehen.
Wann handelt die LaGa GmbH endlich.
Schenkt dem Herrn Polster und der Redaktion vom Kurier ein Programmheft. Da hätten beide drauf kommen können, dass da drinsteht, wann wer welche Veranstaltung macht.
Schenkt dem Herrn Polster und der Redaktion vom Kurier ein Programmheft. Da hätten beide drauf kommen können, dass da drinsteht, wann wer welche Veranstaltung macht.
Kritische Berichterstattung ist dieser Artikel wieder mal nicht.