Pegnitzer Skater bauen sich eigene Anlage

Die Idee kam Stephen Schaak, Sprecher der Pegnitzer Skater, Anfang der Woche im Schwimmbad. „Der Gedanke war auf einmal da“, sagt er. Und ließ ihn nicht mehr los. Brauche es doch gar nicht so viel, um eine funktionstüchtige Bahn zu errichten. Also nichts Dauerhaftes. Sondern ein Provisorium, das für eine Saison taugt und vielleicht auch nach dem Winter noch ein wenig hält.

Rund 100 Paletten sind nötig

So um die 100 Paletten, jede Menge Schrauben und Winkeleisen, dazu Pressspanplatten – „noch besser sind Siebdruckplatten, aber da wird’s dann teuer“ – für die Auflage: Mehr ist nicht nötig, um sechs oder sieben Rampen auf dem Gelände an der Realschule zu bauen, so Schaak. Dort, wo bis vor kurzem die alte und ziemlich ramponierte Anlage stand, der Randalierer letztlich den Rest gaben.

Die Stadt darf es nichts kosten

30 Paletten haben Schaak & Co. schon an Land gezogen, Horst Scheiwe, Chef des Unternehmens Erena, hat sie spendiert. Doch das ist erst der Anfang der Materialsammlung: „Wir sind da schon auf Sponsoren angewiesen“, sagt Schaak. Vor allem, was Rohre sowie die erwähnten Platten und Winkel angeht. Das bestätigt auch Jugendpfleger Kauper: „Das Ganze muss kostenneutral laufen.“ Jetzt Geld in die Hand zu nehmen und dann mal deutlich mehr für den neuen Skatepark, könne man dem Stadtrat schlecht verkaufen - „und das ist ja auch so, das geht nicht“.

Suche nach Winkeln und Rohren

Das ist auch Schaak und seinen Mitstreitern bewusst. „Das müssen wir selbst auf die Reihe kriegen“, sagte er gestern im Kurier-Gespräch. Er hofft, dass sich die eine oder andere Schreinerei und der eine oder andere Metall verarbeitende Betrieb angesprochen fühlt und gebrauchtes oder nicht mehr benötigtes Material zur Verfügung stellt – „wir brauchen ja keine Neuware.“

Motto: Sieben Tage, ein Skatepark

Das Ziel ist hoch gesteckt. Und hängt mit dem Motto zusammen, das Stephen Schaak ebenfalls im Schwimmbad eingefallen ist. Es lautet: „Sieben Tage - ein Skatepark“. Das sei nicht so utopisch, wie es zunächst vielleicht klingen mag, sagt Schaak. Entscheidend sei die Materialfrage. Bekommen die Skater das, was sie brauchen, könne das alles sehr schnell gehen. Die aktuelle Vorgabe lautet: „Wir sammeln vom kommenden Montag bis Freitag und bauen das Ganze dann am Wochenende zusammen.“ Wie gesagt: Sieben Tage, ein Skatepark.

Bauhof kann das abnehmen

Und wie schaut das versicherungstechnisch aus? Schließlich kann ja nicht jeder einfach so eine Skateanlage auf öffentlichem Grund errichten. „Das ist geklärt“, sagt Jugendpfleger Kauper. Der städtische Bauhof habe die Kompetenz, die Höhe und Breite der Rampen sowie die Abstände zwischen ihnen und eine seriöse Bauweise zu beurteilen und abzusegnen. Der Bauhof wird sich wohl auch um die Beschaffung von Bauschutt kümmern, mit dem die Zwischenräume in den Paletten ausgefüllt werden, um sie für die zu erwartende Belastung stabil zu machen.

Spatenstich für neuen Park noch in diesem Jahr?

Und was machen die Pläne für den neuen Skatepark? „Da steht wohl noch immer der Zuschussbescheid der Regierung aus“, so Wolfgang Kauper. Trifft dieser ein, könne der Stadtrat eine Grundsatzentscheidung treffen und dann die Detailplanung beginnen. Er hofft fest „auf einen Spatenstich noch in diesem Jahr“.

Hier kann man spenden

Wer Material oder Baumarkt-Gutscheine spenden will, kann sich an Stephen Schaak unter der Telefonnummer 09241/8098844 oder per Mail unter der Adresse kontakt@smart-computing-services.de wenden.

5 (2 Stimmen)

Anzeige