Parkplatznot an der Uni Bayreuth: Anwohner ärgern sich über Falschparker

Auch derzeit häufen sich die Klagen über Falschparker, die Feuerwehrzufahrten und Fußgängerwege blockieren. Sehr beliebt sind offenbar auch Autos, die zwei Plätze belegen sowie Roller- und Mopedfahrer, die mit ihrem Zweirad einen Autostellplatz beanspruchen.

Lenz Nölkel hat sich an den Kurier gewandt und mit Fotos die Situation dokumentiert. Er berichtet: „Oft genug kommt die Polizei vorbei und verteilt Strafzettel mit bis zu 35 Euro (Parken in einer Feuerwehrzufahrt). Doch gegen die Parkplatznot wird wenig unternommen und um rechtzeitig in den Kurs zu kommen, muss man parkplatztechnisch oft in den sauren Apfel beißen. Gerade am Vormittag gibt es keine Chance auf einen Parkplatz, außer man erscheint vor 8 Uhr, doch selbst dann wird es langsam eng.“

„Einfach nur übel"

Auf der Kurier-Facebook-Seite stimmen Betroffene in diese Klage ein. Florian Bodenschatz etwa schreibt: „Einfach nur übel . . . Gebäude und Hörsäle wurden an die gestiegenen Studentenzahlen angepasst. Die Parkplätze wurden dabei anscheinend total vergessen und zum Teil sogar als Baugrund für neue Gebäude verwendet. Kein Wunder, dass zum Semesterstart das Chaos auf den Parkplätzen ausbricht.“

Auch Alex Herold meint, die Parkplatzsituation sei „schlimm. Klar kann man argumentieren, was müssen Studenten mit dem Auto in die Uni fahren, sie haben ja ein Semesterticket. Nur soviel dazu: Meine Zugverbindung wurde dieses Semester wegrationalisiert, so dass es sogar billiger kommt, mit dem Auto zu fahren.“

Tina Thompson meint: „Die Parkplatzprobleme wird es immer geben. Es mussten mehr Gebäude gebaut werden, um die vielen Studenten unterzubringen. Es ist für uns Mitarbeiter auch nicht leicht. Aber aufpassen wegen Feuerwehrzufahrten und Co., es wird in den nächsten Wochen verstärkt kontrolliert.“

Christian Huttner sieht die Situation differenziert: „Klar kann man mit dem Bus fahren und die Anbindung von der ZOH zur Uni ist auch super, problematischer ist aber häufig die Anbindung zur ZOH. Und das treibt viele Leute in die Bequemlichkeit.“

Patrick Tauscher hat einen Tipp für Parkplatzsucher: „Ich parke immer am Kreuzer. Und selbst beim RW neu bekommt man Parkplätze .. um 8 Uhr zum Beispiel.“

Kurze Stellungnahme

In einer kurzen Stellungnahme der Universität heißt es auf Nachfrage des Kuriers zu diesem Thema: „Im Zuge der Baumaßnahme des TAO-Gebäudes sind selbstverständlich auch Parkplätze vorgesehen. Auf dem derzeitigen Campus sind keine weiteren Parkplätze in Planung.“

Nicht bewertet

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Kommentare

eine Parkgebühr für den Campus würde viel helfen, denn etliche der jungen Leute haben nichts anderes gelernt als für mehr als 100 m zu Fuß das Auto zu nehmen.
Mann oh Mann wird hier wieder pauschalisiert und draufgehauen.

Die Uni wurde vergrößert, die Studentenzahlen bewusst gesteigert, nur die Parkplätze eben vergessen. Die große Masse kommt in Bayreuth -nicht- mit dem Auto. Nur ist eben auch nicht jede Wohnung an den ÖPNV angebunden. Etliche Bayreuther Studenten wohnen im Landkreis, t.w. weil sie von dort stammen, t.w. weil sie in der Stadt keine Wohnung gefunden haben. Das geht Berufspendlern auch nicht anders.
Ich kann auch von einem jungen Menschen erwarten, dass er sich in der Früh sein Fahrrad schnappt, zum nächsten Bushalt oder zum nächsten Bahnhof fährt, wo ein Bus/Zug nach Bayreuth abfährt.
Aber manch junge und verwöhnte Schnösel ist nichts anderes gewohnt als das Auto. Dass Unwelt und Klimaschutz auf der Strecke bleiben, ist solchen Studenten leider völlig gleichgültig.
Amerika macht's vor: wer nachweisen kann, daß er außerhalb wohnt, bekommt seine Plakette billiger ;)
Bei der Bahnanbindung müssen viele Studenten aus dem Umland verständlicherweise auf PKWs setzen. Die Uni ignoriert's weil es würde ja nur Geld kosten auf den Parkplätzen Parkhäuser zu bauen oder einfach neue Parkplatze erschliessen zu lassen. In dieser Hinsicht ist leider kein Weitblick zu erwarten...
Auf den Bahnstrecken nach Kirchenlaibach und Weidenberg gilt das Semesterticket auf Wunsch des Studierendenparlaments seit 1,10.2013, dem offiziellen Beginn des Wintersemesters nicht mehr!
Korrektur: 1.10.2013
Ich finde das Ganze ist Jammer auf einem hohen Niveau. An anderen Universitäten gibt es nicht mal annähernd so viele Parkplätze wie hier (z.B. Erlangen-Nürnberg, Würzburg, Tübingen....). Und die paar Parkplätze, die es gibt sind meist kostenpflichtig. Nichtsdestotrotz ändert das nichts an der Tatsache, dass Studenten sich einfach in Feuerwehreinfahrten stellen, nur weil sie zu faul sind vom Kreuzsteinbad zum Campus zu laufen. Erschreckend finde ich auch, dass keiner darüber nachdenkt, was für Folgen das haben kann. Es werden nämlich primär auch die Feuerwehreinfahrten gewählt, die sich neben den naturwissenschaftlichen Gebäuden befinden. Falls in diesen Gebäuden wirklich mal was passiert, kann die Feuerwehr nicht durchkommen. Mit dem Wissen, dass fast jeder Lehrstuhl auch verschiedene Gasflaschen/ gefährliche Chemikalien lagert, möchte ich mich dann nicht in der Nähe aufhalten.
Wenn man die betreffenden Autofahren darauf anspricht (sofern mal jemand anzutreffen ist), bekommt mal als Antwort: "Die anderen machen das ja auch." oder "Ich weiß schon, dass das hier eine Feuerwehreinfacht ist, aber was solls."

Ich finde das nur unverantwortlich!!!
Noch unverantwortlicher dürfte wohl sein, dass es auch der Uni egal ist. Frei nach dem Motto: ich will ja nur lernen und forschen und der Rest ist mir egal!
Immer schön auf die Studenten schimpfen.
Egal was es ist.
Als es 8.000 Studenten waren, haben die Parkplätze nicht gereicht. Jetzt sind es ein paar Studenten mehr, aber auch ein paar Parkplätze WENIGER!
Ich habe noch nicht erlebt, daß sich irgend jemand hingestellt hat und gesagt hätte:
Ich bin froh, daß wir die Uni haben!
Wo würde Bayreuth ohne sie stehen. Keine Studenten, mehrere tausend Arbeitsplätze weniger, mehrer tausend Einwohner weniger ..
Immer schön drauf, auf die Studenten!


In Bayreuth fahren nur Studenten Auto.
In Bayreuth parken nur Studenten falsch.
In Bayreuth gehen nur Studenten abend feiern.
In Bayreuth fahren nur Studenten schwarz.
Wenn man aufm Unigelände net bauen kann (hab keine Ahnung ob es geht oder nicht) könnte man dann nicht ein wenig ausserhalb der uni ein gelände erschliessen und von dort ein park&ride machen?? Es ist halt auch leider nicht ersichtlich, wieviele der Autostudenten eigentlich den Bus nutzen könnten und wieviele dort parken, die von auswärts jeden Tag kommen und quasi Pendler sind.
@runnershigh:

In Bayreuth fahren nur Studenten Auto.
Müsste richtigerweise lauten: In Bayreuth fahren die allermeisten Studenten überwiegend mit dem Auto!!!

In Bayreuth parken nur Studenten falsch.
Müsste richtigerweise lauten: In Bayreuth parken die allermeisten Studenten falsch, weil sie bestehende Verbote zumeist nicht interessieren!!!

In Bayreuth gehen nur Studenten abend feiern.
Müsste richtigerweise lauten: In Bayreuth ist die abendliche Party für die allermeisten Studenten wichtiger als das tägliche Studium selbst!

In Bayreuth fahren nur Studenten schwarz.
Müsste richtigerweise lauten: In Bayreuth fahren sehr viele Studenten schwarz weil diese ja meinen, Vorrechte zu haben, die mit Beginn eines Studiums automatisch Geltung erlangen!

Und wie stand schon 2001 im Spiegel zu lesen:
"Studienanfänger: Ein Drittel zu dumm?"
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/studienanfaenger-ein-drittel-zu-dumm-a-138291.html
Sorgen Sie, alibt, doch einfach dafür, daß die Uni dicht gemacht wird.
Damit lösen sich innerhalb kürzester Zeit anscheinend ALLE Probleme, die Bayreuther Bürger haben, vollständig auf.
Aber damit lösen sich nicht nur die angeblichen Probleme, damit löst sich dann auch die Stadt mehr oder weniger auf.
Ziehe ich die Studenten, die sich in Bayreuth mit Erstwohnsitz melden müssen, die Beschäftigten der Uni von der aktuellen Einwohnerzahl ab, bleiben wohl kaum noch 50.000 Einwohner.
Aber dann würden die Bayreuther auch wieder klagen!
"Ziehe ich die Studenten, die sich in Bayreuth mit Erstwohnsitz melden müssen, die Beschäftigten der Uni von der aktuellen Einwohnerzahl ab, bleiben wohl kaum noch 50.000 Einwohner."

Bayreuth Einwohner: 72.000
Studenten: 12.500
Angestellte der Uni: 1.800

Danach müsste wohl alle Studenten einen Erstwohnsitz und jeder dritte sogar 2 Erstwohnsitze in Bayreuth haben, damit deine Rechnung aufgeht.
Tja, wenn ich so rechne, komme ich zu einem ähnlichen Ergebnis.
Nur rechne ich anders, als SIE!!
Da die Angestellten der Uni nicht alle Singles sind ...
Da viele Jobs in Bayreuth auch an der Größe und dem Umsatz hängen
(12.500 Studenten x 500 € x 10 Monate) = 62,5 Mio € ...
Einige sind Studenten nach dem Studium einfach hier geblieben und haben u.U. ein Unternehmen gegründet haben ...
Aber die meisten Bayreuther sehen es ähnlich wie Sie, Felisor, die Uni ist eine einzige Pestbeule in dieser Stadt und die Studenten sind wie ein Wundsekret.
Braucht keiner, will keiner haben.
> Da die Angestellten der Uni nicht alle Singles sind ...

Viele aber, gerade in der Verwaltung, aus Bayreuth kommen und auch hier bleiben wollen, werden sie sich auch wieder einen Arbeitsplatz in der Region suchen.

> (12.500 Studenten x 500 € x 10 Monate) = 62,5 Mio €

Die aber beiweitem nicht in der Region alleine ausgegeben werden.

> Einige sind Studenten nach dem Studium einfach hier geblieben und haben u.U. ein Unternehmen gegründet haben

Einige Studenten stammen auch direkt aus Bayreuth...

> Aber die meisten Bayreuther sehen es ähnlich wie Sie, Felisor, die Uni ist eine einzige Pestbeule

Habe ich das geschrieben? Aber anders als Sie habe ich es zumindest nicht nötig, mit völlig absurden Zahlen irgendwelche Horrorszenarien zu kreieren...
Irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass gerade diejenigen besonders heftig gegen Studenten hetzen, die selbst noch eine Universität von innen gesehen haben. Letzteres ist auch nicht schlimm, nur muss doch nicht die Masse der Studenten in einen Topf geworfen werden. Sie sind keine schlechteren Menschen als alle anderen - und bessere auch nicht.
@Fernbayreuther: Um es klar zu sagen. Auch ich halte nichts von derartigen Vorurteilen. Finde ich nicht gut. Sie können sicher auch anders.
Marco ist einer von denen, die austeilen können, dann muss er auch mal einstecken. Und mit Vorurteilen kennt er sich auch bestens aus.

Aber es stimmt schon, Vorurteile und Klischees sind für eine vernünftige Diskussion keine Basis. Das können wir (fast) alle besser.

Faule die mit ihrem Auto am liebsten bis vors sprichwörtliche Sofa fahren würden gibt es in allen Schichten mehr als genug und natürlich nicht nur bei den Studenten. Das entschuldigt natürlich nicht wie dort auf diesem Gelände teilweie geparkt wird. Warum läßt man nicht rigoros abschleppen??

Aber auch die Uni sehe ich in der Pflicht. Sie wächst und wächst und wächst, aber für ausreichend Parkplätze will man anscheinend nicht sorgen. Im Gegenteil die Zahl der Parkplätze sinkt sogar weil immer mehr Gebäude auf dem Gelände entstehen.

Tja meine Herren da muß ensprechend handeln. Es müssen keine Parkhäuser sein. Schon 2 bis 3 geschossige offene Parkdecks würde die Zahl der Parkplätze erheblich steigerncund allen wäre geholfen.
Jeder Tante Ema Laden in der Stadt muß Stellplätze nachwiesen, aber auf dem Unigelände bei fast 15 000 Menschen (mit dem Inventar an Personal) braucht man das wohl nicht?
Auch ich bin dafür, dass auf dem Unigelände in Zukunft verstärkt abgeschleppt werden sollte. Generell sollten wir aber versuchen, die Studenten dahingehend zu erziehen, umweltschonende öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen.
Studieren sie mal in Bamberg. Dort ist der PÜD unterwegs. Die Probleme sind dort kleiner. FW Zufahrten etc. müssen frei bleiben. Wer nicht hören kann muss fühlen. Eine Uni habe ich übrigens von innen gesehen.
und mal ganz ehrlich ...
die ganze Hetzkampagne ist ja doch - so makaber es ist - eine eher akademische Diskussion. Denn kein Bayreuther käme auf die Idee, auf dem Campus zu parken. Es geht also allein um diejenigen, die in einigen wenigen Straßen in Birken wohnen.
Aber reflexartig, wenn es gegen Studenten geht, springen fast alle auf.
So wie Gerlinde gegen alle Radfahrer hetzt ...
Für mich hat das die Qualität von Rassismus!
Ich ärgere mich immer wieder, wenn ich lesen muss, wie angeblich "die Bayreuther" denken.
Die Bayreuther, die ich kenne wissen "ihre" Uni und die damit verbundene Belebung der Stadt sehr zu schätzen - die übliche Verallgemeinerung einiger unverbesserlicher Kommentarschreiber (es sind ja immer die selben - und wer weiß schon, wo sie ursprünglich herkommen) mit "den Bayreuthern" trifft so sicher nicht zu. Analog zu o.g. Statistiken darf man ruhig mal feststellen, dass 15 Dauermotzer in der Masse der übrigen Bayreuther statistisch untergehen - aber leider wird halt oft wer am lautesten schreit mit der allgemeinen Meinung verwechselt. Mich ärgert das immer wieder.
Und die wenigsten Leute mit differenzierten und qualifizierten Ansichten haben das Bedürfnis, sich mit ihrem Namen in Leserbriefen in der Zeitung zu produzieren.

Ich werde den Eindruck nicht los, dass bei einigen bissigen Kommentaren irgendwelche gefühlten persönlichen Versäumnisse oder Komplexe eine Rolle spielen (insbesondere wenn es dann auch noch StudentInnen mit schicken Autos gibt...) dann- wie heißt es so schön: Neid ist halt immer noch die ehrlichste Form der Anerkennung) ;-)
BtDoc, wie zutreffend!
@Marco1991: Einfach nur arm.

Im Übrigen einfach mal nebenbei: Dort, wo ich einst wohnte, wurde viel in der Feuerwehrdurchfahrt geparkt. Weit weg von der Uni. Aber vor dem Bäcker. Und aus den Autos ausgestiegen sind meist Leute, die definitiv nicht nach Studenten aussahen, aber zu faul waren, ein paar Schritte zum Bäcker zu laufen, bzw. zu geizig, um die Gebühren für die meist leeren Parkplätze ein paar Meter weiter zu entrichten.

Das Problem an der Uni mag es geben. Aber es hat mit Student/Nichtstudent oder einer daraus resultierenden Einstellung nicht das Geringste zu tun.