Parkettboden aus Eichenholz

Werner Mildner (SPD) machte darauf aufmerksam, dass die Eckplätze nur die halbe Arbeitsfläche haben. „Die Stadträte, die dort sitzen, kommen sich in die Quere. Die haben viel zu wenig Platz.“

Geppert erklärte, die Vorgabe habe gelautet, 28 Sitzplätze rund um die Tische zu gruppieren. Für einen Platz seien 70 Zentimeter Breite vorgesehen. Mehr sei aufgrund der Grundfläche im Sitzungssaal nicht möglich. Notfalls könne die Breite von 70 auf 60 Zentimeter verkleinert werden.

Raab: Neuste Technik

Bürgermeister Uwe Raab (SPD) sagte, man habe den alten Bestand belassen und bewusst nicht erweitert, obwohl das historische Gebäude im Zuge der Sanierung mit der neuesten Technik ausgestattet werde.

Wände und Decken in Weiß

Geppert hatte zuvor kurz erläutert, wie der Sitzungssaal künftig aussehen soll. Vorgesehen ist ein Parkettboden aus Eichenholz; auch die Türen und die Trittstufen sind aus diesem Material. Geppert: „Das zieht sich durch das ganze Gebäude.“ Die Wände aus Kalkputz werden weiß gestrichen, auch die Decke bekommt einen weißen Anstrich.

Neue Medien möglich

Die Tische erhalten Anschlussmöglichkeiten für technische Medien, etwa Laptops. Die Verkabelung wird von Bodentanks aus in Kanälen an den Tischen entlanggeführt. Der Nachteil der technischen Aufrüstung: „Die Tische können nur eingeschränkt verschoben werden“, so Geppert.

An einer Stelle kann jedoch ein mittleres Element der Tischreihe entnommen werden. Dies wird der Fall sein, wenn im Sitzungssaal Trauungen vollzogen werden, denn dafür soll der Raum ebenfalls dienen. Auch ein Beamer und eine fernsteuerbare Leinwand werden installiert.

Moderne Möblierung

Die Möblierung soll modern gestaltet werden. Alternative Tische und Stühle mit unterschiedlichen Mustern werden in der nächsten Stadtratssitzung vorgestellt. Die Besucherstühle sollen vom Stil her ähnlich wie die Sitzungsstühle aussehen. Bei der Ausstellung der verschiedenen Varianten ist auch Probe sitzen möglich, so Raab. Er lege wert auf bequeme Stühle, sagte Günter Bauer (CSU). „Das ist wichtig bei langen Sitzungen.“

Richtig große Leuchten

Für die Beleuchtung des Saals hat der Architekt vier runde Leuchten (Durchmesser 1,5 Meter) mit LED-Technik vorgeschlagen; sie werden in die angehängte Decke integriert und im Bereich der vier sichtbaren Holzbalken, die aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten werden müssen, abgehängt.

Mit den runden Leuchten konnte sich Thomas Schmidt (FWG) nicht anfreunden. Er regte an, Alternativen vorzustellen. Geppert wies auf die Vorzüge seiner ausgewählten Beleuchtungskörper hin. Diese seien „klassisch, edel und leuchten den gesamten Raum gleichmäßig aus“.

CSU-Rat Dettenhöfer: „Das ist Geschmackssache“

Helmut Dettenhöfer (CSU) meinte, dass eckige Lampen besser passen würden. „Natürlich ist das Geschmackssache.“ Fraktionskollegin Heike Lindner-Fiedler schlug vor, dass eine Lampe zur Besichtigung mitgebracht werden sollte. Michael Förster (PEG) wollte wissen, ob auch ein Livestream möglich sei. Laut Geppert sind vier Stellen im Boden und eine an der Wand mit entsprechenden Anschlüssen ausgestattet. Christina Wellhöfer (PEG) meinte, man solle darauf achten, dass die Möbel ökologisch und ressourcenschonend hergestellt werden. Bürgermeister Raab pflichtete ihr bei: „Das halte ich für erstrebenswert.“

Öl oder kein Öl?

Karl-Heinz Rödl (FWG) fragte, ob der Parkettboden geölt sei und was Geppert von Schlossdielen halte. Geölter Parkettboden lasse sich im Gegensatz zu lackiertem leichter ausbessern; von Schlossdielen riet er ab, da die Nutzschicht nur fünf Millimeter dick sei und die Dielen somit nur vier- oder fünfmal abgeschliffen werden könnten.

Der Büchenbacher Ortssprecher Claus Spieler vermisste in den Plänen Tische für ihn und die Vertreter der Presse. „Ist eingeplant“, sagte Geppert.

Am Ende einstimmig

Der Stadtrat billigte einstimmig die Innenraumgestaltung. Lediglich bei der Beleuchtung wurde der Beschlussvorschlag abgeändert. „Großformatig“ und „rund“ müssen die LED-Leuchten nun nicht mehr sein.

Nicht bewertet

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