Ortsplanung: Alte und neue Visionen

Mit ISEK will man weit in die Zukunft schauen. Wie könnte Heinersreuth in den Jahren 2028 bis 2033 aussehen? Das ist die Frage, der sich die Planer stellen. Drei Büros werden in der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 27. Februar, ihr jeweiliges Konzept vorstellen. Danach gehen die Pläne an die Regierung für Oberfranken, von der die Genehmigung für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn kommen muss. Denn nur dann wäre eine staatliche Förderung zwischen 40 und 65 Prozent möglich, sagt Verwaltungsleiter Danielo Heidrich.

Die Gemeinderäte haben danach bis zur Sitzung im März Zeit, ihren persönlichen Favoriten zu finden und bei der Entscheidung, die im Plenum getroffen wird, auch entsprechend zu verteidigen. Mit diesem Planungsbüro startet Heinersreuth dann in die Zukunft.

Präsentation der Preisträger

Bereits einen Tag vorher, am Montag, 26. Februar, um 11 Uhr werden im Rathaus Heinersreuth in einer öffentlichen Sitzung die Preisträger für die neue Mitte Altenplos vorgestellt. Dabei geht es in erster Linie um das Umfeld des Gasthofs Moreth. Etwa 30 bis 50 neue Wohneinheiten sollen hier entstehen auf einer Fläche, die zu etwa zwei Drittel dem Bayreuther Brauereiinhaber Jeff Maisel gehört.

Auch der Radwegausbau sei ein wichtiges Ziel, betont Bürgermeisterin Simone Kirschner. Ein Plan, der in der Vergangenheit gescheitert war an den Vorstellungen des Grundstückseigentümers. Der frühere Bürgermeister und jetzige Gemeinderat Hans Dötsch erinnert sich an einen hartnäckigen Immobilienverwalter des Unternehmens, an dem sich die Gemeinde die Zähne ausgebissen habe. Jeff Maisel, der selbst mit im Preisgericht sitzt, freut sich dagegen heute über eine ganzheitliche Lösung für Altenplos. Auch der die Bundesstraße 85 begleitende Radweg zwischen Unterwaiz und Altenplos "ist im Lösungsansatz mit vorgesehen."

Beplant wird ein etwa zwei Hektar großer Bereich, und zwar von der Abzweigung in die Austraße bis hin zur Mainstraße hinter dem Gasthof Moreth und am FFH-Gebiet entlang zurück. Dem Gremium der Sachpreisrichter aus der Gemeinde gehören Bürgermeisterin Kirschner, dritter Bürgermeister Jürgen Weigel, sowie Jeff Maisel und Günther Neuberger von der Regierung von Oberfranken an, dazu kommen die Fachpreisrichter der bayerischen Architektenkammer. Die Entscheidung des Preisgerichts wird dann am Montag, 26. Februar, um 11 Uhr im Rathaussaal in Heinersreuth präsentiert. Auch der Öffentlichkeit.

Nicht bewertet

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Kommentare

Das hätte ich nicht von der Brauerei Maisel gedacht. Dort wurde doch seit 2014 kein Grundstück entlang der B 85 an die Gemeinde verkauft. Es ging um den Fußweg für die Familie mit drei kleinen Kindern, die jeden Tag dort über die B 85 mussten. Jetzt gibt es für seinen Gasthof Moreth, der der Brauerei Maisel gehört, Städtebauförderung und Baugrundstücksverkauf in Millionen. Niemals hätte ich bei dem Fußweg an den Maisel gedacht. Des Stückla net abgeben, des kann ich nicht fassen, dass der das war.
Wenn man in den Kindergarten mit drei kleinen Kindern vom Mövenheim aus will glaube ich dass die B85 nicht an der Ampel überquert wird.
Und dann auch noch im Ausschuss sitzen. Unsensibel!