Olympia: Die peinlichsten Maskottchen

Maskottchen und Mottos der Olympischen Spiele bis 1972:

London 2012

Motto: Inspire a Generation - Inspiriere eine Generation

Maskottchen: Wenlock und Mandeville - zwei einäugige Stahltropfen, die mit einem Leuchtschild am Kopf und einer Kamera als Auge den Sprung ins digitale Zeitalter symbolisieren sollen.

 

Peking 2008

Motto: 同一个世界 同一个梦想 - Eine Welt, ein Traum

Maskottchen: Beibei, Jingjing, Huanhuan, Yingying und Nini - fünf Fuwa (Glückspuppen), angelehnt an die fünf Olympischen Ringe, deren Namen zusammen «Bei Jing Huan Ying Ni» ergeben, auf Deutsch: «Peking heißt dich willkommen».

 

Athen 2004

Motto: Καλώς ήρθατε στο σπίτι σας - Willkommen zu Hause

Maskottchen: Athena und Phoibos - Darstellungen der antiken Götter Athene für die Weisheit und Apollo bzw. Phoibos für Licht und Musik.

 

Sydney 2000

Motto: Share the Spirit - Teile den (Olympischen) Geist

Maskottchen: Olly, Syd und Millie - ein Vogel, ein Schnabeltier und ein Ameisenigel. Der Name Olly ist angelehnt an Olympia, Syd an Sydney und Millie an Millennium.

 

Atlanta 1996

Motto: The Celebration of the Century - Die Feier des Jahrhunderts

Maskottchen: Izzy - eine Figur, die erstmals kein für das Gastgeberland typisches Tier darstellen sollte. Der Name wurde abgeleitet von «Whatizit?» bzw. «What is it?» («Was ist es?»).

 

Barcelona 1992

Motto: Amigos Para Siempre/Amics Per Sempre - Für immer Freunde

Maskottchen: Cobi - ein Katalanischer Schäferhund, in seiner Darstellung angelehnt an den Kubismus von Picasso

 

Seoul 1988

Motto: 화합과 전진 - Harmonie und Fortschritt

Maskottchen: Hodori - ein freundlich lächelnder Amur-Tiger.

 

Los Angeles 1984

Motto: Play a Part in History - Sei ein Teil der Geschichte

Maskottchen: Sam - ein Weißkopfseeadler, mit Fliege, Weste und Zylinder in den Nationalfarben der USA

 

Moskau 1980

Motto: спорт, мир, дружба - Sport, Frieden, Freundschaft

Maskottchen: Mischa - ein lächelnder, rundlicher Braunbär. Der Name ähnelt dem russischen Wort für Bär.

 

Montréal 1976

Motto: n/a

Maskottchen: Amik - ein schwarzer Biber mit einer roten Schärpe. Das Tier wurde als Symbol für harte Arbeit ausgewählt, der Name bedeutet 'Biber' in der Indianersprache Algonquin.

 

München 1972

Motto: Die heiteren Spiele

Maskottchen: Waldi - ein bunter Dackel, der mit Ausdauer, Geschick und Beharrlichkeit die Attribute der Athleten andeuten sollte. Das erste Maskottchen bei Olympischen Spielen überhaupt.

 

 

Die peinlichsten Maskottchen:

10. Berni

Bayern München hat einen Bären als Maskottchen, der sehr an Puh, den Bären erinnert. Aber der größte Honigtopf der Bundesliga steht ja eben auch in München.

 

9. Super Victor

Es ist zwar erst zur Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer im Einsatz, aber der naseweise Streberjunge nervt schon jetzt. Deswegen erlauben wir uns, ein Komma zu setzen. Es musst heißen „Super, Victor!“. Nicht „Super-Victor“. Das offizielle Maskottchen für die UEFA EURO hatte zunächst  keinen Namen, die Entscheidung fiel durch eine öffentliche Abstimmung. Insgesamt 107.790 Menschen haben sich daran beteiligt, mit 48 Prozent setzte sich letztendlich „Super Victor“ durch, vor den anderen Vorschlägen Driblou (25 Prozent) und Goalix (27 Prozent) – was vielleicht superer gewesen wäre.

 

8. Karla Kick

Löwen sind seeeehhhhr beliebt als Maskottchen im Sport. Aber ein männliches Tier zur Frauen-Fußball-WM? Geht natürlich nicht. Es dauerte ohnehin bis 2011, bis auch die Fußballerinnen zu einer WM ein Maskottchen haben durften. Dann aber auch ein recht einfallsloses. Denn was ist so ähnlich wie ein Löwe, aber eben doch nicht so stark und reviermarkierend? Genau, eine Katze. Karla Kick kam zur WM 2011. Ein braunes, zierliches, zahmes, unauffälliges Kätzchen mit freundlichen Comic-Augen und kurzen, geordneten Schnurrhaaren. Karla Kick kam als „sympathisches Fellknäuel“ besser an als so mancher Löwe, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass sie vollständig angezogen war, erinnerte viele aber eher an ein Eichhörnchen nach einem Atomkraft-Unfall. Eine Hardcore-Fännin gab es mit Steffi Jones, aber die war ja eh parteiisch: Die Chefin des Organisationskomitees der Frauen-Weltmeisterschaft 2011 sagte, das Maskottchen stehe „auf beeindruckende Weise für die wichtigsten Attribute des Frauenfußballs: Leidenschaft, Spaß und Dynamik“. Darüber hinaus verkörpere Karla Kick typisch deutsche Tugenden wie Gründlichkeit und Disziplin, aber auch Abenteuerlust, Spontanität und Temperament. Joarr, gerade damit war es ja nicht so weit her. Vielleicht war Karla Kick das falsche Signal, und man hätte den Mädels doch eher vermitteln müssen, dass sie kämpfen sollen wie ein Löwe, denn mit dem Titel-Traum war’s ja dann schon im Viertelfinale vorbei.

 

7. Paule

Bei Länderspielen huscht manchmal ein Etwas durchs Bild. Rabenschwarz mit Trikot. Ist auch ein Rabe. Offizieller Job: Maskottchen des DFB sein. Und das schon lange, seit 2006, Motto: Bolzplatz statt Baumhaus. War erschreckenderweise auch bei der EM 2012 mit dabei, auch zum Ärger vieler als Sticker fürs Panini-Album. Weiß aber immer noch kaum jemand. Ebenso weiß niemand, warum das Federvieh Paule heißt. Dafür weiß aber der DFB, was wir denken sollen, was Paule als „offizieller Glücksbringer“ alles ist: agil, mit kessen Sprüchen auf den Lippen, größter Fan der beiden deutschen Nationalmannschaften, passionierter Fußballer, wach, Optimist, beliebt bei Spielern und Trainern,  mit großem Herz für die vielen Jugendlichen und Ehrenamtlichen im DFB, ein munterer Zeitgenosse, der überall für Begeisterung am Fußball sorgt. Also quasi alles auf sich vereint, was zusammen unrealistisch ist, weshalb man Paule eigentlich permanent mit harten Stollenschuhen vom Platz treten möchte, bei so viel Gutpiepmatztum.

 

6. Gliz und Neve

Erst mal: Was sollen uns die Namen sagen? Glitzerwelt Ski-Arena? Dafür sind die beiden Maskottchen der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin dann doch zu schlicht ausgestattet. Dass irgendwie alles an ihnen zu schlicht war, sorgte auch dafür, dass wir sie schon wieder vergessen hatten.

 

5. Slavek und Slavko

Jungs als Maskottchen sind auch sehr beliebt zu Welt- und Europameisterschaften, alleine, aber auch zu zweit. Schließlich geht’s ja auch um Mannschaftssport. für wahre Männer. Oder wahre Jungs, die mal wahre Männer werden möchten. Wer da mehr vermutet, denkt auch, Ernie und Bert haben mehr als eine Wohngemeinschaft zusammen (Äh, Moment mal….). Angefangen bei Tip und Tap in Deutschland 1974 über Trix und Flix bei der EM 2008 bis hin zu Slavek und Slavko bei der EM 2012. Lolek und Bolek waren und sind bis heute eindrücklicher.

 

4. Pinocchio

Zur Straßenrad-WM in Florenz 2013 präsentierte der Radsport-Weltverband UCI Pinocchio in Comic-Variante. Begründung: „Unser Pinocchio schaut zum Horizont und drückt damit eine optimistische Haltung aus, was die Zukunft betrifft. Er ist mit seinen Wurzeln verbunden, glücklich, athletisch und aufmerksam.“ Mag ja alles sein, aber: Die Geschichte mit Lance Armstrong war grad erst über die Bühne gegangen. Böse Stimmen im Netz kommentierten darauf, man müsse das Radsport-Maskottchen Lancelot oder Lancelino nennen und überhaupt sei der ja gar nicht mehr realistisch zur WM darstellbar, weil seine Nase inzwischen überproportional lang sein müsste, sodass er umkippt.

 

3. Mandeville und Wenlock

Vermutlich sollten sie auf den Erfolgszug von Sherlock Holmes in TV und Popkultur aufspringen – anders können wir uns die Namen nicht erklären. Außerdem ist zumindest Mandeville auch noch eine Pflanze, ein Wissenschaftler, ein Fluß, eine High School, ein Schriftsteller und öfters mal ein Hotel. Noch unerklärlicher ist aber das Aussehen hier. Deswegen sind die beiden Möchtegern-Teletubbies von den Olympischen Spielen 2012 in London Gott sei Dank auch nicht weiter in unser aktives Gedächtnis eingedrungen. Vergessen und Tee trinken. Und dass solche Außerirdischen-Varianten nicht funktionieren, hätte man sich ja schon in Ableitung von 2006 Turin denken können.

 

2. Goleo

Der Löwe, der 2006 Maskottchen der Fußball-WM war, hatte, wir erinnern uns, keine Hose. Warum auch immer. Die FIFA stellte mit Goleo erstmals eine „lebende“ Charakterfigur vor, denn  der 2,30 Meter große Löwe konnte sprechen (ach nee, sein Ball „Pille“ konnte sprechen – noch gruseliger), tanzen und hatte komödiantische Züge. Um vielseitig einsetzbar zu sein. Aber damit wurde er leider vielseitig zur Witzfigur. In so ziemlich allen Ländern. Das deutsche Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF) taufte den Löwen in „Prolleo“ um und wollte ihn mit einer Bierflasche ausstatten. Außerdem hatte man ständig den Verdacht, dass Goleo einfach nur billig abgeguckt war vom allerersten WM-Maskottchen ever, nämlich Willie von der WM 1966 in England. Auch ein Löwe, und dazu ordentlich gekleidet.

 

1. Spritzfritz

Eins der drei Maskottchen der diesjährigen Bayreuther Landesgartenschau heißt Spritzfritz. Aber außer uns fand das kaum einer anstößig. Wir dafür umso mehr.

Fotos: Wikipedia, entsprechende Verbandsseiten, Sigikid

Mit Material von dpa

 

Nicht bewertet

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Kommentare

Alle 3 aus Bayreuth sind peinlich. Eine Bayern3-Moderatorin vermutete kürzlich hinter den bescheuerten Namen Darsteller aus Pornofilmen.
Glotzaugen-Gerch als Pornostar? Ich weiß ja nicht, was sich die Moderatorin so reinzieht, um auf so eine Assoziation zu kommen...
Alle 3 aus Bayreuth sind peinlich. Eine Bayern3-Moderatorin vermutete kürzlich hinter den bescheuerten Namen Darsteller aus Pornofilmen.
Der Schwellkopf der Basketballer von Medi Bayreuth ist auch schrecklich.