Oberfränkische Industrie wächst

Die Industrie in Oberfranken ist 2016 weiter gewachsen. Die insgesamt 830 Industriebetriebe im Bezirk – sieben mehr als im Vorjahr – erwirtschafteten einen Gesamtumsatz von 24,1 Milliarden Euro (plus 2,6 Prozent). Besonders legten die Hersteller von Metallerzeugnissen zu, die ihre Umsätze über 34 Prozent steigerten. Deutlich bessere Geschäfte machten zudem die Kfz-Zulieferer. Spürbar ins Minus rutschten die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren, während die anderen Branchen ihre Umsätze in etwa halten konnten. Das geht aus dem von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgelegten Industriebericht hervor.

Oberfranken ist Schlusslicht

Bei der Beschäftigtenzahl verlief das Wachstum etwas langsamer. Insgesamt waren 2016 bei oberfränkischen Industriebetrieben 119 025 Menschen beschäftigt, 798 (plus 0,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Neueinstellungen gab es vor allem bei den Kfz-Zulieferern (plus elf Prozent) und den Herstellern von Metallerzeugnissen (plus zehn Prozent). Der durchschnittliche Bruttolohn stieg um vier Prozent auf 39 628 Euro. Allerdings sind das noch immer fast 11 000 Euro weniger als der bayerische Durchschnitt.

Beim Beschäftigtenplus war Oberfranken das Schlusslicht unter den bayerischen Bezirken. Spitzenreiter war Oberbayern mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent, gefolgt von der Oberpfalz mit 2,6 Prozent. Der Landesdurchschnitt lag bei 2,1 Prozent. Auch innerhalb Oberfrankens gab es große Unterschiede. So entstanden im Landkreis Kronach 430 zusätzliche Industriejobs (plus 4,4 Prozent), im Landkreis Kulmbach 124 (plus 1,6 Prozent) und im Landkreis Lichtenfels 27 (plus 0,3 Prozent). Zuwächse gab es auch im Raum Bamberg/Forchheim.

Industriebetriebe bauen Jobs ab

Ansonsten bauten die Industriebetriebe fast überall Jobs ab. Die meisten gingen im Landkreis Bayreuth verloren, wo 125 Jobs gestrichen wurden (minus 2,1 Prozent). Im Landkreis Hof sank die Zahl der Industriearbeitsplätze um 91 (minus 0,6 Prozent), in der Stadt Hof um 34 (minus ein Prozent). In Stadt und Landkreis Coburg fielen 104 Jobs weg (minus 0,5 Prozent), im Landkreis Wunsiedel 50 (minus 0,5 Prozent).

Noch unverändert blieb die Zahl der Industriejobs in der Stadt Bayreuth. Die Stellenstreichungen beim Zigarettenhersteller BAT werden erst in die Statistik 2017 eingehen.

Nicht bewertet

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Kommentare

Zum Artikel „Oberfränkische Industrie wächst" ein Titelbild der Fa. BAT zu verwenden, dürfte nicht nur (schon entlassenen) Mitarbeitern dieses Betriebes sauer aufstoßen. Auch wenn die Fa. BAT am Ende des Artikels erwähnt wird, hat das schon einen bitteren Beigeschmack. Oder sollte das etwa eine sehr spezielle Form von Humor sein, sehr geehrter Herr Umlauft?
Bin kein BAT Mitarbeiter, aber dieses Bild ist total geschmacklos. Sag mal Kurier geht's noch??
Am Ende des Artikels ist die BAT gesondert erwähnt. Allerdings - da haben Sie schon recht - ist das auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Deshalb haben wir nun in der Bildunterschrift und im Vorspann erklärt, was es mit dem BAT-Bild auf sich hat.
Warum wird der BAT weiterhin der repräsentativste Raum im Alten Rathaus - das frühere OB-Dienstzimmer - als Tabakmuseum zur Verfügung gestellt? Dieser Raum sollte dem Kunstverein gegeben werden, der angrenzend nur zwei viel kleinere Räume hat.
Montag, 13. November 2017 - 11:06