OB zeichnet Uni-Nachwuchs aus

Spaenles Lob galt unter anderem der engen Kooperation von Wissenschaftlern der Bayeuther Uni mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Bayern habe das politische Ziel, die ländlichen Räume zu stärken, ganz bewusst mit den Aufgaben im Bildungssektor verknüpft. In diesem Zusammenhang erinnerte der Minister an die Entscheidung, den langgehegten Wunsch nach einem Bayerischen Polymerinstitut im Rahmen der Nordbayern-Initiative zu erfüllen.

Zu Beginn der Jahresfeier hatte Universitätspräsident Stefan Leible Bilanz gezogen: Mehr als 13.200 Studenten stehen inzwischen 233 Professoren gegenüber, dazu kommen noch fast 2100 wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter. In der Region zählt die Uni damit zu den großen Arbeitgebern. Den guten Ruf in Forschung und Lehre bestätigt auch das Abschneiden der Uni Bayreuth in verschiedenen Vergleichen – im Humboldt-Ranking etwa kam Bayreuth auf den neunten Platz, unter den Top 100 der jungen Universitäten hat Bayreuth aktuell den 49. Rang inne. 2015 wird der 40. Jahrestag der Gründung gefeiert.

Das Bayreuther Angebot soll durch neue Studiengänge noch attraktiver werden, verriet Leible: Geplant sind Master-Studiengänge in Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften sowie in Computerspielwissenschaften.
Felix Schlieszus, Vorsitzender des Studentenparlaments, machte sich in seiner Rede zum Anwalt der Hilfskräfte auf dem Campus und forderte eine adäquate Entlohnung. Es sei ein „längst überfälliger Schritt“, die Gehälter der Hilfskräfte wenigstens auf Mindestlohnniveau anzuheben. Des Weiteren forderte er eine Anonymisierung von Klausuren, „um jeden Zweifel an einer beeinflussten Korrektur“ zu beseitigen.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe zeichnete danach drei Wissenschaftler, die herausragende Dissertationen ablieferten, mit dem Preis der Stadt Bayreuth aus. Die Arbeiten der Soziologin Anne Kristin Borszik, der Juristin Manuela Mosburger und des Biologen Till Klecker wurden jeweils mit „summa cum laude“ bewertet. Den Wissenschaftspreis des Universitätsvereins überreichte Horst Eggers an den Physiker Richard Hildner. Uni-Vizepräsidentin Anna Köhler zeichnete den nigerianischen Wissenschaftler Jimam Timchang Lar für seinen Beitrag zum interkulturellen Dialog mit dem DAAD-Preis aus.

Nicht bewertet

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Wir haben eine tolle Uni und ebensolche Studenten. Anstatt über beides zu mosern, sollten wir Bayreuther stolz darauf sein!