Oben warten die Verletzten auf Transport, unten der Krankenwagen

Und zwar, wenn es am Hang einen Unfall gibt. Denn dann darf man erst einmal warten und den Schnee küssen. Der Grund dafür ist einfach: Eine Bergwacht, die für den Abtransport per Rettungsschlitten zuständig wäre, ist hier nicht mehr tätig. Gut 40 Jahre ist die Laufer Bergwacht ehrenamtlich vor Ort gewesen. In Eigeninitiative hatte man sich dort auch einen Raum eingerichtet. Bis 2011 konnten so die Bergwachtler innerhalb von wenigen Minuten einen Wintersportler im Notfall bergen.

In genau diesem Jahr allerdings bat die Bergwacht die Stadt Betzenstein, die Betreiber des Lifts ist, um eine Beteiligung für Spritkosten und für den Unterhalt der Rettungsgeräte. 25 Euro pro Diensttag wären das gewesen. „Wir sind ja immer nur an Wochenenden vor Ort gewesen. Eben dann, wenn am Lift richtig was los ist“, so der Regionalleiter der Bergwacht Frankenjura, Jürgen Schmieder. In den letzten Jahren waren die Ehrenamtlichen maximal an acht Tagen pro Winter am Skihang. Ginge man von den 25 Euro am Tag aus, wären das 200 Euro für eine komplette Wintersaison.

Dieser Betrag scheint der Stadt Betzenstein allerdings eine zu große Investition zu sein. Denn im Oktober 2011 wurde in einem Schreiben der Bergwacht mitgeteilt, dass der Stadtrat beschlossen hat, in Zukunft auf die Sanitätsbetreuung des Skilifts durch die Bergwacht Lauf zu verzichten – bereits die Saison 2011/2012 lief ohne die ehrenamtlichen Helfer ab. Sie packten ihre Sachen und schlossen die Tür ihres Zimmers beim Abmarsch hinter sich ab.


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochsausgabe (27. Februar) des Nordbayerischen Kuriers.

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