Nur was für die Harten: Eisschwimmen

Zum Neujahrsschwimmen hatte Paul Hörmann, Schauspieler und Sänger aus Wunsiedel eingeladen und dreizehn mutige Schwimmer aus dem Fichtelgebirge und ein Urlauber aus Berlin folgten der Einladung. Vor der Mutprobe in der gemessenen fünf Grad kalten Wassertemperatur im moorigen Fichtelseewasser gab Paul Hörmann die Technik bekannt, mit der man diesen Schock für den Körper einigermaßen erträglich gestalten kann.

Die Technik stammt vom Survival- und Kälteguru Wim Hof aus Holland. Mit Atem- und Meditationsübungen bereiteten die Teilnehmer sich auf das Bad vor. In der Zwischenzeit hatten die Leute von der Wasserwacht alle Hände voll zu tun, um den Fichtelsee für die "Badewanne" vom Eis zu befreien. Fast 40 Zentimeter dick war die Eisdecke und nur mit Hilfe einer Kettensäge war diese Arbeit zu bewältigen.

Glücksgefühle nach Eisbad

Von den dreizehn Teilnehmern blieben schließlich neun Mutige übrig, die sich für das Bad entschlossen. Wie die "Eisgladiatoren" wanderten die neun Schimmer vom Hotel zum Eisloch und stiegen nacheinander ins Wasser, angeführt von Paul Hörmann. Genau zwei Minuten blieben die Schwimmer im Wasser, Zeitnehmer mit einer großen Stoppuhr war Catrin Schulze aus Selb. Die letzten Sekunden bis zum Countdown-Ende zählen die Eisschwimmer gemeinsam.

In den Gesichtern der Schwimmer waren Glücksgefühle zu spüren, als sie aus dem Wasser stiegen.Paul Hörmann hatte es vor der Aktion den Teilnehmern versprochen. Am offenen Holzfeuer vor dem Hotel wärmten sich die Neujahrschwimmer wieder auf und bekamen viel Beifall und Schulterklopfen von den fast zweihundert Zuschauern dieser Aktion. Die Veranstaltung war auch als Werbung für das Kinder- und Jugendprojekt "Kinder von Heute" von Paul Hörmann gedacht. Für dieses Projekt wurde am Sonntag reichlich gespendet. Hannes Bessermann

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