Nur ein Punkt für Tigers nach 4:1-Führung

In der Verlängerung waren die Tigers zumindest noch dem zweiten Punkt nahe gewesen, denn ab der dritten Minute spielten sie für zwei Minuten in 4:3-Überzahl. Dabei musste allerdings Torhüter Tomas Vosvrda auch mit einer tollen Parade eine Riesenchance für Heilbronns Jordan Heywood zunichte machen. Im Penaltyschießen gingen dann zunächst je sechs Schützen auf beiden Seiten leer aus. Als siebter Bayreuther scheiterte dann Michal Bartosch an Falken-Torwart Andrew Hare, ehe der mit wenig Einsatzzeit bedachte Heilbronner Verteidiger Christoph Eckl als iinsgesamt 14. Schütze das goldene Tor erzielte.

Lange Zeit klar auf der Siegerstraße

Lange Zeit hatte es sogar nach einem ebenso souveränen Bayreuther Erfolg wie in Kaufbeuren ausgesehen, obwohl die Voraussetzungen keineswegs optimal waren. Wie befürchtet, standen nur acht gelernte Stürmer im Aufgebot. Um wenigstens drei Angriffsreihen bilden zu können, rückte Felix Linden in den Sturm. Mit Sergej Stas und Thomas Voronov bildete der etatmäßige Verteidiger sogar gleich die Startformation, die anscheinend als Defensivreihe gegen den kanadisch geprägten Heilbronner Paradeblock um die Topscorer Brandon Alderson und Justin Maylan gedacht war.

 

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Das hinderte die Gastgeber jedoch nicht daran, nach 32 Sekunden in Führung zu gehen. Heywood hatte dabei in bester Schussposition zu viel Platz. Von ihrer Marschroute ließen sich die Bayreuther aber nicht abbringen. Sie arbeiteten konzentriert defensiv im eigenen Drittel ebenso wie in der neutralen Zone, suchten dabei immer auch die Gelegenheit zu eigener Initiative und nutzten ihre Chancen konsequent. Ein präziser Konterpass führte schon 101 Sekunden nach dem Rückstand zum Ausgleich, das erste Powerplay wurde zur Führung genutzt, und ein Konter nach einem Bullygewinn im eigenen Drittel brachte 40 Sekunden vor der ersten Pause das 3:1. Endgültig auf der Siegerstraße schienen die Gäste mit dem 4:1. Dabei nutzten sie eine große Strafe für Kevin Lavallee, der Sebastian Mayer mit einem Bandencheck für den Rest des Spiels außer Gefecht gesetzt hatte.

Von da an hatten die Tigers scheinbar alles unter Kontrolle. Das änderte sich erst durch das ärgerliche zweite Gegentor, als gerade ein kurzes Powerplay begann, und das dritte nur 44 Sekunden später unmittelbar nach dem Ende der Überzahl durch den Spieler, der von der Strafbank kam. Nach dem 4:4 waren die Chancen gleich verteilt.

Statistik

Heilbronner Falken: Hare – Heywood, Kurz; Martens, Mapes; Kronthaler, Götz; Eckl – Alderson, Maylan, Ross; Palka, MacKay, Bernhardt; Helms, Lavallee, Heatley; Fink, Gelke.

Bayreuth Tigers: Vosvrda – Heider, Müller; Neher, Potac; Gerstung, Pavlu; Mayer – Linden, Stas, Voronov; Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch; Drews, V. Busch, S. Busch.

SR: Steinecke, Westrich; Strafminuten: Heilbronn 10 plus 10 für Alderson plus 5 plus Spieldauer für Lavallee, Bayreuth 12; Zuschauer: 1463.

Tore: 1:0 (1.) Heywood (Alderson), 1:1 (3.) V. Busch (Drews), 1:2 (14.) Gigenmüller (Potac, Drews – 5 gegen 4), 1:3 (20.) Stas (Linden, Heider), 1:4 (29.) Bartosch (Drews, Geigenmüller – 5 gegen 3), 2:4 (33.) Maylan (4 gegen 5), 3:4 (34.) Ross (Helms), 4:4 (43.) Ross (Alderson, Heywood), 5:4 (65:00) Eckl (Penalty).

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Montag, 13. November 2017 - 11:06